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Stromkosten: Treue wird oft bestraft

Treue bezahlt man oft teuer - gerade auch, was die Kosten für die Haushaltsführung betrifft. Wer keine Preise vergleicht, zahlt da mitunter mächtig drauf.
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Wer nicht aufpasst, zahlt beim Strom mitunter mächtig drauf.  Symbolbild: Jens Kalaene/dpa
Wer nicht aufpasst, zahlt beim Strom mitunter mächtig drauf. Symbolbild: Jens Kalaene/dpa

Treue bezahlt man oft teuer - gerade auch, was die Kosten für die Haushaltsführung betrifft. Wer keine Preise vergleicht, zahlt da mitunter mächtig drauf.

Ich selbst fühlte mich dieser Tage von meinem Stromanbieter geneppt. Lange war ich ihm treu. Richtig doof war ich, würde ich heute sagen. Als ich meine Wärmestrom-Abschlagsrechnung - ich brauche die Energie für eine Wärmepumpe - erhielt, platzte mir der Kragen. "Aufgrund der allgemeinen Entwicklung ... konnten wir Ihren Preis nicht halten", stand auf der Jahresrechnung.

Ein Plus von 42 Prozent

Da Strom ja generell teurer geworden ist, hatte ich dafür noch Verständnis. Das habe ich allerdings schnell verloren, als ich las, dass der Preis für die Kilowattstunde um sage und schreibe 42 Prozent erhöht werden soll. "Sie müssen sich um nichts kümmern. Wir setzen die Änderung für Sie um", gab sich mein Anbieter dann witzigerweise noch als Wohltäter aus.

Der Online-Vergleich

Um nichts kümmern??? Die haben sie doch nicht alle, habe ich mir gedacht - und aufs Online-Vergleichsportal geschaut. Dort habe ich auf den ersten Blick einige Anbieter gefunden, die mir die Vorjahresleistung für exakt das gleiche Geld liefern, das mein Noch-Lieferant 2018 gefordert hatte.

Für Öko-Strom und mitunter sogar ohne den Neukundenbonus, mit dem ja viele Anbieter locken. Dass ich wechsle, war keine Frage, denn eines will ich ganz sicher nicht: mich abzocken lassen.

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