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Himmelkron
Gemeinderat

Straßenbau in Himmelkron kann bald beginnen

Die Bahnhofstraße und die Bernecker Straße in Himmelkron werden saniert und bekommen auch einen neuen Gehsteig.
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Vom Autohaus Motor-Nützel (links) wird die Bahnhofstraße bis zur Einmündung der Zufahrt zum Feuerwehrgerätehaus neu ausgebaut und auch mit einem einseitigen Gehweg versehen. Werner Reißaus
Vom Autohaus Motor-Nützel (links) wird die Bahnhofstraße bis zur Einmündung der Zufahrt zum Feuerwehrgerätehaus neu ausgebaut und auch mit einem einseitigen Gehweg versehen. Werner Reißaus

Gleich drei Straßenbauprojekte hat der Gemeinderat am Donnerstagabend in der Turnhalle Lanzendorf auf den Weg gebracht.

Zunächst mussten sich die Besucher eine knappe halbe Stunde im Pausenhof gedulden, ehe sie von Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) hereingelassen wurden. Er entschuldigte sich sogleich. Das Gremium habe bereits zwei Stunden nichtöffentlich getagt, um die Projekte vorzuberaten.

Es war scheinbar keine einfache Beratung, denn im Hinblick auf die Erschließungsbeiträge für den Neubau der Gehwege in der Bahnhofsstraße und in der Bernecker Straße - jeweils mit Straßensanierung - gab es zwei Gegenstimmen von Harald Peetz und Sebastian Herrmann (beide CSU).

Viele Schlaglöcher

Kay-Uwe Zenker vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Windischenhaig erläuterte dem Gemeinderat die Ausführungsplanung für die Bahnhofstraße in Lanzendorf.

Vom Autohaus Motor-Nützel erfolgt bis zur Einmündung des Geh- und Radwegs ein Vollausbau mit einer Straßenbreite von 5,50 Metern und einem einseitigen Gehsteig mit einer Breite von 2,50 Metern. Die Straße weist in diesem Teilabschnitt zahlreiche Absenkungen und Schlaglöcher auf.

Im weiteren Verlauf der Bahnhofstraße soll laut Zenker nur der Gehweg saniert werden. Die Kosten belaufen sich auf 274 000 Euro. Das Projekt soll in der zweiten Maiwoche ausgeschrieben werden. Die Ausführung ist vom 29. Juni bis 21. August eingeplant.

Vollsperrung notwendig

Für die Zeit der Bauarbeiten erfolgt eine Vollsperrung, die Umleitung wird über die Bernecker Straße und die Lanzendorfer Straße geregelt.

Friedrich Tröger aus Brandholz zeigte den Verlauf des neuen Gehwegs auf, der im Zuge der Sanierung der Bernecker Straße entstehen soll. Die engen Kurvenradien an der Einmündung zur B 303 werden ihm zufolge aufgeweitet, am Grundstück der Autobahnkirche entstehe eine Haltebucht. Der Ausbau soll in drei Phasen abgewickelt werden. Wie Bürgermeister Gerhard Schneider dazu noch berichtete, habe er sich um eine eigene Zufahrt für den Rasthof Opel über die B 303 bemüht, doch dies habe das Staatliche Bauamt abgelehnt. Die Kosten bezifferte Tröger für den Straßenbau auf 370 000 und für den Gehweg auf 130 000 Euro. Der Ausbau solle von August bis November vonstatten gehen.

Schneider kündigte noch ein Gespräch mit den Eigentümern der Frankenfarm und des Rasthauses Opel an, in dem es um die Beitragspflicht gehen soll.

Harald Peetz hielt den Bauzeitenplan für unrealistisch und war der Meinung, dass man das Ende des Projekts in das nächste Jahr verlegen sollte, um ein besseres Submissionsergebnis zu bekommen. "Es ist jetzt alles mit heißer Nadel gestrickt."

"Nicht noch einmal warten"

Peter Aßmann (SPD) sprach sich klar für eine Beitragspflicht der betroffenen Grundstückseigentümern. "Wir können und dürfen aus Gründen des Gleichheitsprinzips nicht auf die Erhebung von Erschließungskosten verzichten. Und wir können nicht noch mal ein halbes Jahr warten." Uwe Täuber (CSU) pflichtete ihm bei: "Ich bin dafür, dass wir das Thema jetzt anpacken." Beim Ausbau der Industriestraße war man sich im Gremium dann aber wieder einig und legte fest, die Ausschreibung des 340 000-Euro-Projekts erst dann vorzunehmen, wenn der Grundstückserwerb abgeschlossen ist.

Weiter nahm das Gremium eine Änderung der Bädersatzung vor. Schneider sprach von "juristisch notwendigen Klarstellungen". An eine Öffnung des Freibades ist aufgrund der Corona-Krise vorerst nicht zu denken.

Die Rückerstattung von Elternbeiträgen in der Kinderbetreuung wurde zurückgestellt, bis eine Empfehlung der Staatsregierung vorliegt. Auf Zustimmung stieß eine Erweiterung der Fachdienste im Bürgerserviceportal.