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Stephanie Kaiser: Kulmbacherin lebt und arbeitet als Model in New York

Die Kulmbacherin Stephanie Kaiser hat das erreicht, wonach viele junge Mädchen streben
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Stephanie Kaiser. Foto: privat
Stephanie Kaiser. Foto: privat
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Stephanie Kaiser hat eine Wohnung in New York und arbeitet in der Weltmetropole als Model. "Ich lebe den Traum vieler junger Mädchen", sagt die frühere Kulmbacherin, die von ihrem Job vor der Kamera, auf Laufstegen, von Treffen mit Leonardo DiCaprio und Naomi Campbell berichtet. Sie spricht darüber, warum sie nicht bei "Germany's next Topmodel" war. Und wie alles begann.

Nach dem Abitur, das die heute 32-Jährige am CVG bestand, begann sie mit dem Modeln. Sie stellte sich bei Agenturen vor, bekam erst in München, dann in Wien einen Vertrag. Die Hauptstadt unseres Nachbarlandes war für längere Zeit der Mittelpunkt ihres Model-Lebens.

Von Wien aus ging es zu Aufträgen nach Athen, Mailand, Madrid. Ihr Typ war gefragt. Aber Stephanie Kaiser weiß, dass die Karriere irgendwann einmal zu Ende gehen kann. Deshalb absolvierte sie an der Wirtschaftsuniversität in Wien auch eine Ausbildung zur Marketing- und Sales-Managerin.

Der Wunsch, in New York zu leben, war aber immer in ihrem Kopf. Seit sie mit 17 oder 18 Jahren mit ihrem Bruder einmal die Welt-Metropole besucht hatte. Vor etwa drei Jahren ging der Traum in Erfüllung. "Ich bin dort bei EMG Models unter Vertrag und arbeite seitdem durchgehend als Model", berichtet die 32-Jährige stolz.

Sie hat sich durchgesetzt - trotz großer Konkurrenz. "In New York leben viele Models. Man muss sich immer wieder beweisen, mit Ablehnung klarkommen, immer nett wirken, auf Events gehen, wo die Fotografen und die Designer sind." Denn viel laufe über Kontakte und Netzwerke.

Und eine ganz wichtige Erfahrung hat sie auch gemacht: Man darf sich nicht unter Wert verkaufen." Berufseinsteigerinnen empfiehlt sie deshalb einen Coach, der sie auf dieses Leben vorbereitet. "Auch um zu verhindern, dass sie Drogen nehmen oder mit Fotografen schlafen, um an Jobs zu kommen."

Natürlich weiß sie, dass ihr Aussehen ihr Kapital ist in einer Branche, die nach ihren Worten von Oberflächlichkeiten beherrscht wird: "Man muss sich immer in Schuss halten, die Figur muss top sein, die Haut schön." Das schafft sie vor allem mit Sport. Und mit Yoga. "Das hilft, damit die Taille schön schlank bleibt."

Beim Essen achtet sie auf gesunde Ernährung, legt Wert auf eine eiweißreiche Diät. "Ich hungere nicht, aber ich stopfe auch keine Kartoffeln und Nudeln in mich rein." Ohnehin, sagt sie, sind Magermodels nicht mehr so gefragt. Ausgenommen sind die Haute-Couture-Shows, die Laufstegveranstaltungen renommierter Modehäuser und Designer. Ansonsten gilt: "Es kommt auf den Typ an, wer gesucht wird und darauf, wie du dich verkaufst."

Deshalb ist sie überzeugt davon, dass nicht nur 20-jährige Mädchen in der Branche arbeiten können. "Mit 30 hast du kommerziellere Jobs. Und selbst mit 40 kann man noch was machen, wenn man sich gut hält."

Gearbeitet hat die Kulmbacherin schon für große Namen: für Versace und die Marke Triumph, für die österreichische Drogeriekette Bipa, für das Modelabel Closed und für die New Yorker Commando Lingerie. Für Modestrecken posierte sie für die Zeitschriften Vanity Fair, Elle und Glamour. "Das hat mich das imagemäßig sehr vorangebracht."

Überhaupt liegen ihr Foto-Sessions. Mehr als der Laufsteg. "Ich hab'zwar lange Beine, aber das Laufen ist nicht so meins", sagt sie, obwohl sie schon bei der New Yorker Fashion Week gebucht war. Dafür mag sie sogenannte Showrooms, in denen Designer oder Markenlabels einem ausgewählten Publikum ihre neue Kollektion präsentieren. "Da kommt man in Kontakt mit den Kunden, das liebe ich."

Kennengelernt hat sie durch ihren Job schon viele interessante und bekannte Menschen. So wie Hollywood-Star Leonardo DiCaprio ("Der war mit anderen Models bei einer Show"), Model Naomi Campbell ("Die hat es wirklich faustdick hinter den Ohren") und Schauspielerin Uma Thurman ("Total nett und bodenständig").

Stephanie hatte sich übrigens auch für die zweite Staffel von Heidi Klums Show "Germany's next Topmodel" beworben. Und hatte sogar eine Einladung für die Show. "Aber meine Eltern waren dagegen." Mit der Model-Karriere wurde es aber trotzdem was. Über Weihnachten feiert Stephanie ein Wiedersehen mit der Familie. Denn da verbringt sie ein paar Tage in ihrer alten Heimat.

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