Himmelkron
Kommunalwahl

Steffi Meile-Fritz will Himmelkroner Bürgermeister ablösen

Die Bürgerliste Zukunft Himmelkron tritt mit einer eigenen Liste und einer Bürgermeisterkandidatin bei der Kommunalwahl an. Steffi Meile-Fritz will Gerhard Schneider ablösen.
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Steffi Meile-Fritz (im Vordergrund) will Bürgermeisterin werden. Unser Bild zeigt sie mit den Kandidaten, die auf der Liste der Bürgerliste Zukunft Himmelkron bei der Kommunalwahl antreten. Foto: Sonny Adam
Steffi Meile-Fritz (im Vordergrund) will Bürgermeisterin werden. Unser Bild zeigt sie mit den Kandidaten, die auf der Liste der Bürgerliste Zukunft Himmelkron bei der Kommunalwahl antreten. Foto: Sonny Adam

Jetzt ist es raus: Die Bürgerleiste Zukunft Himmelkron wird mit einer eigenen Gemeinderatsliste und einer eigenen Bürgermeisterkandidatin in den Wahlkampf ziehen: Steffi Meile-Fritz (52) traut sich, gegen Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) anzutreten.

Den Bürgerentscheid gegen die Erweiterung des Gewerbegebietes konnte die Gegner nicht für sich entscheiden. 39 Stimmen fehlten. Doch aus der Initiative hat sich die Bürgerliste Zukunft Himmelkron gegründet. Und die möchte bei der Kommunalwahl den amtierenden Bürgermeister herausfordern.

"Ich bin authentisch"

An der Spitze der Liste steht 52-jährige Steffi Meile-Fritz, die Mutter von drei Kindern ist. "Ich bin parteilos, heimatverbunden, in Kulmbach geboren, aber ich wünsche mir für Himmelkron einen Politikwechsel, ich bin mit Leidenschaft dabei, ich bin authentisch und ich kann andere Menschen anspornen", charakterisierte sich Meile-Fritz selber und führte an: "Ich stehe für Zukunftsideen statt Wahl-Brötchen."

An 2040 denken

Steffi Meile-Fritz ist im Landkreis keine Unbekannte. Sie ist Fotografiemeisterin und außerdem unterrichtet sie an der Berufsschule Bayreuth junge Fotografen und nimmt Prüfungen ab. "Mir ist Lebensqualität in einer intakten Natur wichtig. Wir wollen auch schon an 2030 und 2040 denken. Wir wollen die Gemeinde als Einheit sehen, wir wollen neue Impulse setzen und eine andere Politik etablieren als die, die momentan gemacht wird", sagte sie.

Meile-Fritz und die Bürgerliste sprachen sich für einen "fairen Wahlkampf" aus. Sie sehen den Klimaschutz als Herausforderung, auch auf kommunaler Ebene. "Wir wollen mehr Bürgernähe. Wir wollen eine Vorabveröffentlichung der Gemeinderats-Tops auf der gemeindlichen Homepage und eine Veröffentlichung der Gutachten. Wir wollen das Ratsinformationssystem ausbauen", so die Bürgermeisterin-Kandidatin, die sie durch den Einsatz eines Tablets Papier sparen und die Himmelkron-App ausbauen will. "Wir möchten die langfristigen Planungen hinterfragen und Beschlüsse aus ihre Zeitgemäßheit überprüfen", erklärte sie.

Baulücken schließen

Außerdem will sie sich um den Lückenschluss von Baulücken kümmern, strebt die Erstellung eines Online-Katasters für Leerstände und Ideenwettbewerbe ebenso an wie den Ausbau der Infrastruktur. "Mitfahrbänke sind keine Ergänzung für öffentlichen Personennahverkehr", sagte Steffi Meile-Fritz.

Wichtig ist ihr die Unterstützung der Feuerwehren und eine größere Unterstützung der Verein, die nicht nur mit 1000 Euro im Jahr bezuschusst werden dürften. Sie möchte kein Gießkannenprinzip, sondern "echte Hilfe bei Investitionen". Aus diesem Grund fordert sie ein Jugendarbeiterbudget von 50 000 Euro im Jahr.

Außerdem soll es "eine echte Neubürger-Begrüßung" geben. "Nicht nur eine Willkommensmappe." Steffi Meile-Fritz wünscht sich Unverpackt-Läden und einen Bauernmarkt, eine Milchtankstelle und ein Anbieterverzeichnis von familiär geführten landwirtschaftlichen Betrieben. "Wir müssen unsere landwirtschaftlichen Flächen erhalten. Denn die, die wir jetzt zubauen, können wir nicht wiederherstellen. Sie sind für immer verloren", betonte sie.

Für "Kommunikationsinsel"

Als Lehrerin ist ihr die Stärkung der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit ein Anliegen. "Der Skaterplatz ist eher eine Bauschutt- und Erdaushubdeponie. Da müssen wir was machen. Wir brauchen eine Kommunikationsinsel für Senioren", sagte Meile-Fritz und skizziert einen Wasserspielplatz mit Sonnenschutz und hohem Spaßfaktor in der Ortsmitte. Meile Fritz hat selbst drei Kinder: Rebecca (24), Lea (20) und Hannes (22).

Geh- und Radwege ausbauen

Als weitere Ziele erklärte sie, dass sie das Geh- und Radwegenetz ausbauen möchte, dass sie einen externen Umweltschutzbeauftragten im Rathaus installieren und das kulturelle Angebot besser bewerben und stärken möchte. "Wir wollen explizit den Dialog mit den Bürgern. Wir wollen Himmelkron weiter entwickeln."Hinter ihr stehen 14 weitere Listenkandidaten aus allen Bereichen. "Wir wollen nicht spalten, sondern gestalten." Das ist das Wahlmotto der Bürgerliste Zukunft Himmelkron, wie Moderator Dieter Hornfeck erläuterte. Rainer Henke und Sieglinde Günther wurden zu Beauftragten und zur stellvertretenden Beauftragten für die Wahlvorschläge bestellt.

Die Bürgerliste Zukunft Himmelkron muss jetzt 80 Unterstützer finden, um zur Wahl zugelassen zu werden.

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