Kulmbach
Rücktritt

Stefan Schaffranek: Der "WGK-Motor" rückt ins zweite Glied

Stefan Schaffranek tritt als Zweiter Bürgermeister zurück. Nach 34 Jahren im Stadtrat sei es der richtige Zeitpunkt, sagt der 62-Jährige.
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Stefan Schaffranek tritt als Zweiter Bürgermeister (links) zurück und hat Ralf Hartnack als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Foto: Alexander Hartmann
Stefan Schaffranek tritt als Zweiter Bürgermeister (links) zurück und hat Ralf Hartnack als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Foto: Alexander Hartmann
Die Nachricht hat wohl viele überrascht: Stefan Schaffranek, das Urgestein der Wählergemeinschaft Kulmbach, legt (wie gestern berichtet) sein Amt als Zweiter Bürgermeister nieder. Am Mittwochabend hat er den Ältestenrat der Stadt über diesen Schritt informiert.

Es sei für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, sein Amt in jüngere Hände abzugeben, sagte Schaffranek, der seit 34 Jahren im Stadtrat und seit zwölf Jahren Stellvertreter von OB Henry Schramm (CSU) ist, gestern in einem Pressegespräch.


"Es hat mir Freude bereitet"

Es habe ihm Freude bereitet, die nicht immer ganz leichte Aufgabe zu erfüllen, so Schaffranek. "Es war immer mein Ziel, dazu beizutragen, unsere Stadt zukunftsfähig zu machen und zu gestalten", betonte der 62-Jährige. Das sei, so glaube er sagen zu können, gelungen. Schaffranek dankte seinen politischen Wegbegleitern, allen voran auch OB Henry Schramm für die "freundschaftliche und zielführende Zusammenarbeit".


Der Uni-Standort

In seinem Rückblick verwies er auf viele Projekte, die er in den Jahrzehnten begleitet habe. In jüngster Zeit sei da natürlich die Umgestaltung des EKU-Platzes zu Kulmbachs neuer Mitte gewesen. Als absoluten Höhepunkt bezeichnete er die Zusage des Bayerischen Kabinetts im Jahr 2017, dass Kulmbach Universitätsstandort wird. Das, so Schaffranek, sei eine historische Chance. Sollte die Realisierung gelingen, , "sichern wir für Kulmbach nicht nur den Rohstoff Geist, sondern generieren enormes Entwicklungspotenzial für unser Nahrungsmittelzentrum Kulmbach".


Ob er noch einmal kandidiert?

Als seinen Nachfolger schlägt Schaffranek Ralf Hartnack vor, der Vorsitzender der Wählergemeinschaft und Fraktionsvorsitzender im Stadtrat ist. Entscheiden wird der Stadtrat darüber in der Sitzung am 19. Juli. Schaffranek zeigte sich zuversichtlich, dass das Gremium Hartnack das Vertrauen schenkt. Der Oberbürgermeister habe ihm bereits erklärt, seinen Vorschlag unterstützen zu wollen.


Ob er 2020 kandidiert?

Schaffranek selbst will bis zum Ende der Wahlperiode 2020 sein Stadtrats- wie auch Kreistagsmandant mit Engagement weiter ausüben. Ob er danach erneut kandieren wird? Das sei noch offen, stellte der 62-Jährige fest. Er machte deutlich, dass er sich künftig auf jeden Fall intensiver mit seinen beiden Töchtern auf sein Reisebüro konzentrieren will. "Gemeinsam wollen wir weitere Geschäftsfelder entwickeln."


"Er bleibt Macher und Motor"

"Die Wählergemeinschaft ist Stefan Schaffranek", sagte Vorsitzender Ralf Hartnack, der betonte, dass nur wenige Personen den politischen Verein so geprägt hätten wie der Zweite Bürgermeister. Er zeigte sich froh darüber, dass Schaffranek der WGK als "Berater, Macher und Motor" erhalten bleibt. Dieser lebe die Kommunalpolitik, so der 43-Jährige, der in Schaffraneks Fußstapfen treten will.


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