Harsdorf
Schlachtfest

Statt Schlachtschüssel lieber vegane Würstchen?

Die Tierrechtsorganisation Peta hat den TSV Harsdorf aufgefordert, beim traditionellen Schlachtfest lieber auf vegane Produkte zu setzen.
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Siedwürste dürfen beim Schlachtfest nicht fehlen.Fotlo: Hans Krauß
Siedwürste dürfen beim Schlachtfest nicht fehlen.Fotlo: Hans Krauß
Veggie-Würstchen statt Kopffleisch und Siedwurst? Wenn es nach der Tierrechtsorganisation Peta geht, sollen die Veranstalter traditioneller Schlachtfeste ihr Konzept überdenken. "Töten kann kein Fest sein", schreibt Peta in einer Pressemitteilung - und ist nun auch an den TSV Harsdorf herangetreten, der heute zum Schlachtfest einlädt.
Peta hat dem TSV Harsdorf angeboten, 500 vegane Würstchen zu spendieren, sofern der Verein sein Schlachtfest in "Veggie-Fest" umbenennt und darauf verzichtet, Fleisch,Wurst und andere tierische Produkte anzubieten. "Wurst muss nicht aus Tieren sein", heißt es in einer Pressemitteilung von Peta. Mit einem neuen, tierleidfreien, rein pflanzlichen Verpflegungskonzept könnten die Bürgerinnen und Bürger aus Harsdorf ein klares Zeichen für einen Wertewandel hin zu mehr Mitgefühl für alle Tiere setzen, denn Tradition rechtfertigt niemals Tierquälerei.
Der TSV Harsdorf ist dabei eher zufällig in den Blickpunkt von Peta geraten: Wie es aus der Pressestelle heißt, recherchiere man im Internet nach Veranstaltern von Schlachtfesten, mit denen man dann Kontakt aufnehme. Zwei oder dreimal pro Woche sei dies der Fall. Insgesamt habe man im Rahmen der seit 2015 laufenden Kampagne etwa 100 Vereine angesprochen. Bis jetzt freilich habe niemand im Sinne von Peta reagiert.
Auch beim TSV Harsdorf hat man kein Interesse am Angebot von Peta. Schlachtfeste seien in der Region Tradition, sagt Manfred Zapf, Vorsitzender des Vereins. Im speziellen Harsdorfer Fall könnten die Besucher ein gutes Gewissen haben. Die Schweine, die beim Schlachtfest geschlachtet würden, seien auf einem Bauernhof in der Gemeinde gemästet und im nächstgelegenen Schlachthof geschlachtet worden. Keine Massentierhaltung also und keine langen, qualvollen Tiertransporte.

Lesen Sie auch, wasTSV-Vorsitzender Manfred Zapf zum Themasagt, sowie einen Kommentar.
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