Büttenreden und jede Menge Tänze: Die Stadtsteinacher Narren haben in ihrer Prunksitzung wieder einmal ein furioses Feuerwerk an Tänzen und Büttenreden abgebrannt. Einen Wermutstropfen gab es allerdings an diesem Abend: Von einem altgedienten Faschingsfreund hieß es Abschied nehmen - Thomas Ramming, ein Urgestein der Faschingsgesellschaft - stand letztmals in der Bütt.

Es ist beachtlich, was der Stadtsteinacher Verein alle Jahre auf die Beine stellt. Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn Tanzmariechen Nicole Gomer über die Bühne wirbelt, das räuberische Weiberballett im Wald auf die Pirsch geht, das Männerballett in Kriegsbemalung eine Frau für den Häuptling sucht oder die Maxi-Garde in ihrem schaurig-schönen Werwolf-Kostümen warnt: "Hab acht in der Nacht".

Dazu die Gardetänze von Midi- und Micki-Garde, die Lieder des Hugo-Teams und natürlich die Bütten-Auftritte.

Jonas Gleich gibt als Eheberaterin Walburga zu Unterdingsbach-Leutendorf-Hinterkaltenoberstädchen Tipps zum Thema "Hilfe, mein Mann kommt aus Stanich". Thomas Ramming, der sich nach Jahrzehnten auf der Bühne nun zurückzieht, berichtete von seinen Erlebnissen als Ehemann. Und über Hansi Hümmer braucht man ohnehin nicht viele Worte verlieren, der Mann mit seinen Witzen oft unterhalb der Gürtellinie ist Kult und war am Samstag in Topform.

Zwei Ehrungen gab es auch: Markus Hempfling bekam den Verdienstorden des Fastnachtverbands Franken, Roland Bayer den silbernen Till von Franken - eine der höchsten Auszeichnungen, die der Verband zu vergeben hat.

Drei Politiker kam auch zu Wort: Landtagsabgeordneter Rainer Ludwig stellte fest, dass es in München auch närrisch und verrück zugeht, Bürgermeister Roland Wolfrum überreichte dem Prinzenpaar eine Flasche Wein mit den Worten: "Ein guter Roter - so wie ich." Und Landrat Klaus Peter Söllner, der aus Stadtsteinach stammt, verabschiedete Thomas Ramming und betonte: "Du bist a Narr und wirst a Narr bleiben."

Durch den Abend führt Marcel Ott, der auch bei der Hugo-Crew aktiv ist.