Stadtsteinach

Stadtsteinacher Jugendtreff: Name gesucht

Die neuen Räume hinter dem Stadtsteinacher Rathaus nehmen Gestalt an. Mitte Februar könnte das Gebäude bezugsfertig sein.
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Mit einem Feuer in der Tonne war der Vorplatz des Stadtsteinacher Jugendhauses zur Baustellen-Party beleuchtet. Foto: Klaus Klaschka
Mit einem Feuer in der Tonne war der Vorplatz des Stadtsteinacher Jugendhauses zur Baustellen-Party beleuchtet. Foto: Klaus Klaschka

Wie soll es denn nun heißen, das neue Jugendhaus? Das Stadtsteinacher Jugendparlament um seine Chefin Lena Badstuber sucht dringend nach einem Namen für das Gebäude an der Forstamtstraße gleich hinter dem Rathaus, das der Stadtrat seit Herbst für die Jugend herrichten lässt. Der Name soll knallig, witzig und überhaupt cool sein.

Ideen im Schuhkarton

"Jugendhaus, Stanicher Jugend" - nein. Selbst "Jugendparlament" finden die jungen Leute als Bezeichnung für ihre lockere Gemeinschaft jetzt langweilig. "Jugendknast" wäre vielleicht etwas schräg, obwohl das Fenster am neuen Haus ja vergittert ist - oder "Radhaus" (hinter dem Rathaus), denn in dem Gebäude war einmal eine Fahrradwerkstatt untergebracht. Ideen wurden erst einmal auf Zetteln in einem Schuhkarton gesammelt. "Wem noch etwas einfällt, kann das auf unserer Facebook-Seite posten", sagt Lena Badstuber.

Öffentliche Toilette

40 000 bis 50 000 Euro abzüglich Zuschüsse steckt die Stadt in das ebenerdige Gebäude, in dem auch eine von außen zugängliche öffentliche Toilette eingebaut wird. Bis jetzt hat die Jugend mit dem Bauhof das Haus erst einmal ausgeräumt. Die Wände sind bereits neu verputzt. Hinter der neuen Eingangstür steht ein etwa 30 Quadratmeter großer Raum für künftige Begegnungen zur Verfügung.

Der etwa gleich große weitere Raum ist bereits in Abstellraum, Küche und öffentliche Toilette aufgeteilt. Strom, Wasser und Heizung sind auch schon installiert. Beleuchtung und ein neuer Fußboden kommen demnächst, wie auch die neue Küche, die Mirko Beckmann spendiert hat - und auch bequemes Mobiliar, gebraucht oder neu. "Und - ganz wichtig! - es wird auch freies WLAN geben." Das sagte Bürgermeister Roland Wolfrum hochoffiziell zu beziehungsweise stellte es vorbehaltlich der Genehmigung durch den Stadtrat bei der Baustellen-Party am Freitagabend in Aussicht.

Noch ein Provisorium

Dazu hatte das Jugendparlament nach Einbruch der Dunkelheit eingeladen. Der gepflasterte Vorhof war mit einem Feuer in der Tonne beleuchtet, innen sorgten vorläufig Baustrahler für Licht. Bierbänke und -tische luden zwar nicht gerade zum Chillen ein, taugten den gut 30 Jugendlichen aber für den Imbiss und die selbstverständlich alkoholfreien Getränke, die das Jugendparlament spendiert hatte.

Zum Mitmachen eingeladen

Die beiden Jugendbeauftragten des Stadtrats, Karin Witzgall und Harald Hempfling, schwangen bei der Baustellenbesichtigung keine großen Reden, sondern luden die Jugendlichen ein, sich zunächst einmal umzuschauen und vor allem später auch mitzumachen.

Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler bemerkte nicht nur, dass fast nirgendwo anders so viel für die Jugend getan werde wie in Stadtsteinach, sondern hatte bereits bei der Planung für das Jugendhaus Zuwendungen seitens des Kreisjugendrings (KJR) zugesagt. Der KJR wird auch zeitweise jemand abstellen, der Treffen im Jugendhaus koordiniert und bei Bedarf nach dem Rechten sieht, denn der Jugendtreff soll nicht wie der Unterstand am Skaterplatz zum Opfer von Chaoten werden.

Nachdem nur noch Innenarbeiten anstehen könnte das Jugendhaus bis Mitte Februar bezugsfertig sein. Dann wird es auch eine große Einweihungsparty geben.

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