Stadtsteinach
Entwicklungskonzept

Stadtsteinach soll lebenswerter werden

Abhängig und unabhängig vom Bau der Umgehungsstraße wird derzeit ein Konzept für die weitere Entwicklung Stadtsteinachs erarbeitet.
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Fast schon historischen Wert hat die Plakatwand an einer Scheune in der Wehrstraße.Klaus Klaschka
Fast schon historischen Wert hat die Plakatwand an einer Scheune in der Wehrstraße.Klaus Klaschka
Daran werden auch die Bürger bei einem "Workshop" am Samstag, 14. Juli, ab 10 Uhr im Schulzentrum beteiligt. Bei einem Rundgang machten sich am Montag Stadträte und Planer gemeinsam ein Bild von den neuralgischen Punkten in der Stadt.

Bis Ende diesen Jahres wird ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) festgelegt, mit dem die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSK, Nürnberg) beauftragt ist. Sie soll Strategien für die Entwicklung Stadtsteinachs festlegen. Gleichzeitig soll die mögliche finanzielle Unterstützung von Seiten des Bundes und des Landes für die als notwendig erachteten Maßnahmen eruiert werden. Dabei geht es nicht nur um Baumaßnahmen. Vielmehr sollen alle Bereiche des Lebens in der Stadt berücksichtigt - und optimiert - werden: Verkehr, Einzelhandel, Bildung, Grün- und Freiflächen zum Beispiel. Ziel ist es, das Leben in der Stadt für die Bürger attraktiver, für Touristen interessanter, Stadtsteinach lebenswerter zu machen.

Solange die Bundesstraße 303 noch durch die Stadt führt, werden Maßnahmen im Bereich des Marktplatzes aufgeschoben, resümierte Bürgermeister Roland Wolfrum nach dem Rundgang. "Wir werden die Optimierung der Stadt wohl, ausgehend vom Stadtpark, über die Vorstadt ins Zentrum aufrollen.”

Konkrete Maßnahmen sind bereits angegangen, beziehungsweise vom Stadtrat beschlossen. Die Sanierung der Stadtmauer ist die erste Maßnahme im Zentrum. Mit dem Feststadel an der Knollenstraße ist bereits in privater Initiative ein Treffpunkt entstanden. Was mit der Grünfläche zwischen TSV-Gelände und Partheimühle, dem Stadtpark, geschieht wird noch überlegt, wobei es bereits konkrete Vorstellungen gibt. Einen "Mehrgenerationenpark" hat Stadtrat Wolfgang Hoderlein (SPD) bereits vor längerem vorgeschlagen: Neben der bereits bestehenden Bocciabahn gäbe es Spielflächen und Ruheecken. Der Park soll zum angrenzenden Schulsportgelände, dem "Gummiplatz", geöffnet werden. Auch den historischen Teil der Partheimühle aus dem 17. Jahrhundert mit einzubeziehen, sei eine Überlegung wert.

Sanierungswürdig ist auch die "Vorstadt" um die Wehrstraße; ein gemischt bewohntes Viertel ohne nennenswerten Durchgangsverkehr, an dessen Ende zur jetzigen Bundesstraße demnächst zwei marode Anwesen (Mühlbach 18 und 20) abgerissen werden. Dort soll eine Grünfläche entstehen. Mit dem Abriss und weiteren konkreten Plänen wird sich der Stadtrat am kommenden Montag beschäftigen. Erst nach dem Bau der Umgehungsstraße wird es weitere Verbesserungen im Zentrum geben können. Dazu gehört die Gestaltung des Marktplatzes und das gastronomische Angebot. Zudem gelte es dann, Leerstände wieder zu nutzen und kleinere Läden anzusiedeln.
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