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Stadtsteinach
Kreativität

Stadtsteinach lässt die Puppen tanzen

Wolfgang Martin von der Kulturinitiative "Die Wüste lebt" ruft zum Wettbewerb auf. Es sollen Figuren in Lebensgröße entstehen.
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Der Höhepunkt des Wettbewerbs wird die Vorführung des Puppenspielers Thomas Glasmeyer aus Würzburg: "Liebes- und Schelmengeschichten aus 1001 Nacht". Fotos: Sonja Adam
Der Höhepunkt des Wettbewerbs wird die Vorführung des Puppenspielers Thomas Glasmeyer aus Würzburg: "Liebes- und Schelmengeschichten aus 1001 Nacht". Fotos: Sonja Adam
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Die ersten "Puppenmacher" in Stadtsteinach werkeln schon. Hinter verschlossenen Türen, versteht sich. Jedes Projekt ist geheim. Denn natürlich soll jede Puppe eine Überraschung für sich werden. "Bislang haben sich sechs Teilnehmer angemeldet. Wir können maximal zehn Puppen aufstellen", erklärt Initiator Wolfgang Martin. Sogar aus Berlin kommen die Teilnehmer.

Bislang steht nur eins fest: Die Puppen sollen lebensgroß sein, alles andere ist der Phantasie der Künstler überlassen. Die Puppen können aus Stroh, Papier, Plastik, Pappmaché, Metall, Holz oder anderen Materialien sein. "Das Motto ist ja etwas doppeldeutig", hofft Wolfgang Martin auf reges Interesse. Und die Doppeldeutigkeit ist bewusst gewählt. Denn Puppen tanzen lassen, hat etwas Frivoles, Machohaftes, wenn Männer Frauen zu Marionetten machen. Die andere Seite ist Lebendigkeit und Leben.

Provokant und dekorativ

"Ich freue mich schon auf die Kreativität der Darstellung. Das ist für Kinder und Erwachsene. Mit den Puppen soll die Stadtmauer aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen", wünscht sich Martin und ist selbst schon auf die Ideen gespannt. Die Puppen dürfen provokant oder hübsch sein, sie können Bezüge zu aktuellen Themen aufgreifen oder einfach nur dekorativ sein.

Hermanita Espig arbeitet dezeit schon mit Hochdruck an ihrem Kunstwerk. Sie setzt dabei auf die Frankenfarben Rot-Weiß. "Ich finde das Motto 'Die Puppen tanzen lassen' einfach super. Das ist eine tolle Idee, die Wolfgang Martin da hatte. Das sorgt bestimmt für Aufmerksamkeit."

Franken-Puppe der anderen Art

"Ich wusste gleich, meine Puppe hat Schmetterlinge im Bauch, aber nicht nur da", verrät Hermanita Espig. Bei ihrem Kunstwerk wird ein Lampenschirm, den sie im Sperrmüll gefunden hat, und eine beleuchtete Solarblume eine Rolle spielen. Doch wie alles arrangiert wird, ist geheim. "Wenn ich etwas mache, dann geht es mir eigentlich darum, mit einfachen Mitteln schnell etwas zu zaubern", ist Hermanita Espig derzeit voll in ihrem kreativen Element. Sie biegt Aludraht, drapiert allerlei Materialien und hofft darauf, dass die Franken-Puppe der etwas andere Art auch den Vernissage-Besuchern gefällt.

"Hinterher möchte ich die Puppe bei uns im Garten oder vielleicht auch im Haus aufstellen", sagt Espig und freut sich schon auf die Reaktionen.

Theater als Krönung

Für alle Teilnehmer beim Puppenwettbewerb wird es Gutscheine von den Stadtsteinacher Geschäften geben - als Anerkennungspreis. Und zu sehen sind die Puppen dann nicht nur bei der Vernissage am 31. August um 19 Uhr, sondern bis zum 14. September.

"Wir haben noch eine besondere Überraschung. Denn wir konnten den Puppenspieler Thomas Glasmeyer für das Event gewinnen", sagt Wolfgang Martin. Thomas Glasmeyer ist professioneller Puppenspieler und Puppenfertiger. Er stellt sogar Marionetten nach Vorlagen her und tourt durch ganz Deutschland. Zuletzt hat er mit einer besonderen Ring-Inszenierung für Schlagzeilen gesorgt. Glasmeyer wird am 31. August ab 20 Uhr in der Alten Schule (Staffel 2) in Stadtsteinach das Puppenspiel "Liebes- und Schelmengeschichten aus 1001 Nacht" zeigen. Und dabei handelt es sich nicht um Kindertheater, sondern um Marionettentheater mit Anspruch.


Der Wettbewerb

Anmeldeschluss für den Wettbewerb "Stanich lässt die Puppen tanzen" ist am 22. August bei Wolfgang Martin, Telefon 09225/956333.
Vernissage für die Ausstellung der Puppen ist am 31. August um 19 Uhr an der Stadtmauer. Dort sind die Puppen dann bis 14. September zu sehen.
Preise für den Wettbewerb haben die heimischen Geschäfte ausgeschrieben.

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