Stadtsteinach
Stadtrat

Stadtsteinach bekommt ein völlig neues Seniorenzentrum

Die Caritas-Einrichtung an der Frankenstraße wird erweitert und komplett neu strukturiert.
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Die Gebäude der Sozialstation an der Frankenstraße werden abgerissen. Klaus Klaschka
Die Gebäude der Sozialstation an der Frankenstraße werden abgerissen. Klaus Klaschka
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Bereits in der Mitgleiderversammlung des Caritas-Kreisverband wurde bekannt gegeben, dass das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Marien in Stadtsteinach sich vergrößern will. Geplant sind weitere 18 Plätze und ein Verwaltungstrakt; die beiden flachen Gebäude an der Frankenstraße, in denen jetzt die Sozialstation untergebracht ist, werden abgerissen. Tatsächlich soll aber eine komplexe Wohnanlage für Senioren entstehen, die Caritasdirektor Helmar Fexer und Bauunternehmerin Gisela Raab dem Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend bereits mehr oder minder konkret vorstellten.

Eigentumswohnungen

Weitere Gebäude sollen auf der Wiese hinter dem Altenheim bis zur Friedhofstraße entstehen, die etwa zur Hälfte bereits der Caritas, zur anderen Hälfte der Stadt gehört. Am Betrieb des neuen Wohn- und Versorgungskomplexes soll auch die Stadt beteiligt werden. Die bisherige stationäre Pflegeeinrichtung der Caritas bleibt erhalten und wird mit einem Erweiterungsbau um 18 Plätze aufgestockt. Im Anschluss wird die Firma Raab-Bau an der Friedhofstraße Eigentumswohnungen errichten. Die werden barrierefrei und seniorengerecht gestaltet. Deren Bewohner - ob Eigentümer oder Mieter - können im Bedarfsfall auf Haushalts- und Pflegehilfen der Caritas zurückgreifen. Die Baukosten dürften nach bisherigen Erfahrungen bei 3500 Euro pro Quadratmeter liegen.

Zuhause betreut

"Zu Hause leben - aber jederzeit versorgt - in einer lebendigen Nachbarschaft - in der alle Akteure vernetzt sind" - das ist das Prinzip des geplanten Seniorenzentrums. Vergleichbare Projekte hat die Raab-Bau GmbH aus Ebensfeld unter anderem in Bad Staffelstein und Altenkunstadt bereits umgesetzt. Gisela Raab und Constance Köpke stellten sie dem Stadtrat vor. Im neuesten Projekt in Altenkunstadt werden Wohnungen zwischen 41 und 88 Quadratmetern angeboten, die man für den Eigenbedarf oder auch zur Kapitalanlage erwerben und dann vermieten kann. Der gesamte Komplex soll durch einen "Quartiermanager" organisiert werden, einen "Kümmerer" wie ihn Helmar Fexer bezeichnete, der ständiger Ansprechpartner für alle Belange sein soll. Einen solchen wird die Caritas "in einer Anschubfinanzierung" zunächst stellen. Den soll anschließend aber die Kommune anstellen; als Halb- bis Zweidritteltags-Stelle, so dass eine mögliche Vollzeitkraft neben der Organisation des Seniorenzentrums auch noch mit anderen Wohn-Aufgaben in der Stadt betraut werden könnte.

Die genaue Ausrichtung des Seniorenkomplexes wird zurzeit eruiert, ebenso der Bedarf an reinem Wohnraum und an benötigter Hilfe und Pflege. Dabei werde man sich aber am speziellen Bedarf aus der Stadt Stadtsteinach orientieren. "Seniorentourismus" von weit her sei damit nicht zu erwarten, betonte Fexer auf Nachfrage von Stadtrat Lars Leutheußer; man orientiere sich am Interesse der Ortsansässigen. Zudem würde an die Wohnungen keine Betreuungspauschale geknüpft wie sonst im betreuten Wohnen. Betreuungskosten entstünden nur bei wirklicher Inanspruchnahme.

Drei Jahre

Den Zeitrahmen für die Umsetzung des Gesamtprojektes steckten Raab und Fexer mit etwa drei Jahren ab; ein Jahr für Plan- und Genehmigungsverfahren und bis zwei Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung.

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