Neuenmarkt
Eishockey

Yvonne Rothemunds dritte A-Weltmeisterschaft

Eishockey-Nationalspielerin Yvonne Rothemund aus Neuenmarkt startet am Donnerstag in Finnland ins WM-Turnier.
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Yvonne Rothemund reklamiert ein Foul der Französin Chloe Aurard. Das letzte Testspiel vor der am Donnerstag  beginnenden WM in Finnland  verlor die Verteidigerin aus Neuenmarkt mit der deutschen Nationalmannschaft 0:2 gegen Frankreich.  Foto: Imago
Yvonne Rothemund reklamiert ein Foul der Französin Chloe Aurard. Das letzte Testspiel vor der am Donnerstag beginnenden WM in Finnland verlor die Verteidigerin aus Neuenmarkt mit der deutschen Nationalmannschaft 0:2 gegen Frankreich. Foto: Imago
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Eine Neuenmarkterin misst sich wieder mit der Weltelite des Frauen-Eishockeys. Yvonne Rothemund startet am Donnerstag, 4. April, in Espoo (Finnland) in ihr viertes Weltmeisterschafts-Turnier, das dritte in der Top-Gruppe. Ab 11.30 Uhr deutscher Zeit heißt der erste Gegner Schweden.

Erst vergangenen Freitag hat der neue Frauen-Bundestrainer Christian Künast, der zum 1. Januar Benjamin Hinterstocker abgelöst hat, den 23-köpfigen Kader für die Reise nach Finnland nominiert. Obwohl Yvonne Rothemund seit Jahren zum Stamm der Mannschaft gehört und mittlerweile schon über 100 Länderspiele absolviert hat, sagt die 26-Jährige: "Man zittert schon jedes Mal, denn man kann sich nie sicher sein, ob man zu den sieben Verteidigerinnen gehört, die mitfahren dürfen" - schon gleich nicht nach einem Trainerwechsel. Deswegen bangten alle Spielerinnen dieses Mal besonders.

Doch auch Künast, früherer Nationaltorwart, baut auch auf die mittlerweile in München wohnende Groß- und Einzelhandelskauffrau. Feste Reihen gibt es aber bei der Damen-Nationalmannschaft nicht. "Wir wechseln durch, alle Spielerinnen bekommen ähnlich viel Eiszeit", sagt Yvonne Rothemund, die auch in Finnland wieder ihr Stammtrikot mit der Nummer 10 trägt.

Gute Erinnerungen an Schweden

Schweden ist so etwas wie ein Lieblingsgegner der Deutschen. "Wir haben die letzten Duelle mit ihnen meist gewonnen", erklärt Yvonne Rothemund. So wie bei der bislang letzten A-Weltmeisterschaft 2017 in den USA, als Deutschland als Aufsteiger - ebenfalls in Spiel 1 - die Skandinavierinnen mit 3:1 schlug und bereits mit einem weiteren Sieg gegen Tschechien das Viertelfinale und den Klassenerhalt klarmachte.

Die Generalprobe für die WM haben die deutschen Frauen allerdings verloren. Nach einem einwöchigen Trainingslager im Bundesleistungszentrum Füssen unterlag das Künast-Team den Französinnen mit 0:2. "An dem Tag waren wir nicht gut genug und ein bisschen müde", sagt Yvonne Rothemund. Ausgeschlafener wollen sich die Deutschen am Montag, 8. April, präsentieren, wenn es dann bei der WM gegen Frankreich geht. Weitere Gegner sind Japan (Samstag, 6. April), und Tschechien (Dienstag, 9. April). "Wir wollen auf jeden Fall zwei Mannschaften hinter uns lassen, um nicht direkt abzusteigen", erklärt die Neuenmarkterin, die dazu auch "gute Chancen" sieht.

Die Teams auf den Plätzen 1 bis 3 der schwächeren B-Gruppe treffen im Viertelfinale auf die in der Gruppe A gesetzten fünf weltbesten Nationen USA, Kanada, Finnland, Russland und Schweiz.

Deutsche Vizemeisterin

In der Bundesliga spielt Yvonne Rothemund für den Rekordmeister ESC Planegg. Schon der Einzug ins erste Play-off-Finale über drei Spiele der deutschen Frauen-Bundesliga wertet die 26-jährige Neuenmarkterin als Erfolg. "Wir hatten in der Mannschaft einen personellen Umbruch und große Probleme, einen neuen Trainer zu finden. Vor der Saison war deshalb gar nicht klar, ob wir überhaupt eine Mannschaft melden können", sagt Yvonne Rothemund. Doch nach zwei Siegen (9:0, 4:3 nach Verlängerung) im Halbfinale gegen Ingolstadt standen die Planeggerinnen in der Finalserie gegen Titelverteidiger Memmingen Indians. Die Schwaben siegten zunächst 4:1, doch Rothemunds Team schlug mit einem 3:2 zurück. Das entscheidende dritte Duell ging wieder klar an Memmingen (3:0). Mit über 2300 Zuschauern in den drei Duellen konnte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) die erstmals auch bei den Damen durchgeführten Play-offs als vollen Erfolg verbuchen.

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