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Fußball Bezirksliga Ost

VfR Katschenreuth will sich vorne festsetzen

Zum Spitzenspiel empfangen die Katschenreuther die SpVgg Bayreuth II. Kasendorf hofft auf einen Sieg beim punktgleichen BSC Bayreuth-Saas.
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Die   Katschenreuther  um Marc Dippold (links, gegen den Thiersheimer   Pavel Hudecek) wollen sich auch von der zweitplatzierten SpVgg Bayreuth II nicht stoppen lassen. Alexander Muck
Die Katschenreuther um Marc Dippold (links, gegen den Thiersheimer Pavel Hudecek) wollen sich auch von der zweitplatzierten SpVgg Bayreuth II nicht stoppen lassen. Alexander Muck

Das Spitzenspiel der Bezirksliga Oberfranken Ost steigt am Samstag (16 Uhr) in Katschenreuth: Der gastgebende VfR (4. Platz) kann mit einem Sieg gegen die SpVgg Bayreuth II nach Punkten mit der zweitplatzierten Regionalliga-Reserve gleichziehen. Auch das Verfolgerduell (Sonntag, 15 Uhr) des SSV Kasendorf (5.) beim BSC Bayreuth-Saas (6.) verspricht jede Menge Spannung. Schließlich bleibt nur der Sieger auf Tuchfühlung zu den Spitzteams. Diese Tabellenregionen hat der ATS Kulmbach (11.) aktuell aus den Augen verloren. Im Heimspiel (Samstag, 16 Uhr) gegen die SpVgg Oberkotzau (9.) ist das Ziel, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. VfR Katschenreuth - SpVgg Bayreuth II Der VfR hat zuletzt seine Aufgabe bei Aufsteiger SG Regnitzlosau mit einem 2:1-Sieg gelöst, auch wenn ein wenig Glück dabei war. "Wir sind in der ersten halben Stunde richtig untergegangen, da war uns Regnitzlosau vor allem in den Zweikämpfen überlegen", sagt VfR-Trainer Detlef Zenk. So sei der Gegentreffer ein Weckruf für seine Mannschaft gewesen. Nur wenig später fiel der Ausgleich, danach war es ein offenes Spiel - mit dem späten Siegtreffer für die Katschenreuther.

Mit der SpVgg Bayreuth II hat der VfR nun einen weitaus schwereren Gegner vor der Brust. Positiv für die Katschenreuther: Die erste Mannschaft der Altstädter ist ebenfalls am Samstag im Einsatz, so dass nicht mit Regionalliga-Spielern im Kader der Reserve zu rechnen ist. "Das ist sicherlich ein Vorteil, aber die Altstadt ist auch ohne Spieler aus dem Regionalligakader stark genug", sagt Zenk. "Die Spieler sind alle motiviert und sehen - nachdem es in der Regionalliga nicht so gut läuft - ihre Chance, in den Kader der Ersten zu rutschen."

Positiv bewertet Zenk auch den gerade vollzogenen Wechsel von Lukas Beszczynski von der SpVgg Bayreuth nach Katschenreuth: "Eine Riesengeschichte für uns, dass so ein talentierter Spieler zu seinem Heimatverein kommt. Das macht einen schon stolz. Es ist ein geiler Fußballer, der uns sicherlich helfen wird." Beszczynski ist bereits spielberechtigt, aber noch verletzt.

Negativ für die Katschenreuther: Der verletzte Moritz Knoll wird noch länger ausfallen.

VfR Katschenreuth: Neidhardt, Schramm, Stübinger, Kolb, Schubert, Limmer, Marc Dippold, Michel, Abibullayev, Amon, Angermann, Wettermann, Kirsch, T. Pistor, Würfel. ATS Kulmbach - SpVgg Oberkotzau So komisch es klingt: Bei der 1:3 Niederlage vergangenes Wochenende beim Spitzenreiter Kickers Selb war ein leichter Aufwärtstrend bei den Kulmbachern erkennbar. "Mit der Mannschaft, die wir in Selb zur Verfügung hatten, war es ein achtbares Ergebnis", sagt ATS-Coach Vitor do Adro. "Es war sogar mehr drin, denn wir hätten einen Elfmeter bekommen müssen und hatten zudem eine Riesenchance, um 2:1 in Führung zu gehen. Wir waren 70 Minuten nicht schlechter als Selb." Vor der anstehenden Partie macht dem Trainer Hoffnung, dass sich die Personalsituation erheblich entspannt. "Wir haben heute einen besseren Kader, denn es stoßen nicht weniger als sechs Stammspieler dazu", sagt do Adro. Unter anderem gehören Daniel Parenta, Semi Sener, Nino Müller und Florian Böhmer wieder zum Team. "Vor allem in den Heimspielen müssen die Punkte her und deshalb müssen wir gewinnen", fordert der ATS-Trainer vor der Partie gegen die kampfstarken Oberkotzauer. Doch für den Gegner ist die Partie ebenfalls richtungsweisend, schließlich wollen sich die Oberkotzauer in der Tabelle nicht von den Kulmbachern überholen lassen.

ATS Kulmbach: Schubert, S. do Adro, Adam, Zeidler, Lauterbach, Sener, Schramm, Buchta, Böhmer, Wachter, Topal, Hohla, Parenta, Müller, Nacak, V. do Adro. BSC Bayreuth-Saas - SSV Kasendorf Die beiden Kontrahenten sind nach zehn Spieltagen punktgleich. Während die Gastgeber zuletzt in Oberkotzau über ein 1:1 nicht hinauskamen, besiegte der SSV Kasendorf den TSV Kirchenlaibach mit 3:1. "Wir hatten eine Mannschaft auf dem Platz, die zu 100 Prozent Vollgas gegeben und alles probiert hat. Wir haben uns die drei Punkte verdient", ist SSV-Trainer Christoph Wächter stolz. Der unbändige Wille gilt als eine der Stärken der SSV-Mannschaft. "Wenn wir kämpferisch nicht auf der Höhe sind, dann haben wir gegen keinen Gegner eine Chance.Und diesen Kampfeswillen immer auf den Platz zu bringen, ist nicht einfach, aber es ist eine Grundvoraussetzung, um Spiele zu gewinnen."

Das gilt auch für die Partie gegen den BSC, zumal sich die Saaser selbst zum Aufstiegsfavoriten erklärten. "Von den Spielern her sind die Saaser Ligaspitze. Wir müssen in der Saas alles reinlegen, um die drei Punkte mitzunehmen", fordert Wächter. Denn auch wenn die Bayreuther stark besetzt sind, unschlagbar sind sie nicht. Bereits vier Niederlagen stehen zu Buche.

Verletzungsbedingt fehlt dem SSV Niklas Deller, der gesperrte Martin Stübinger muss noch ein Spiel pausieren. Philipp Schubert und Jermain Mullen sind im Urlaub. "Wir müssen also wieder etwas umbauen, aber wir werden das wieder lösen", gibt sich Wächter selbstbewusst.

SSV Kasendorf: Cukaric, Wächter Dünkel, Friedrich, Fuchs, Gunzelmann, Hartmann, Korzendorfer, Luft, A. Pistor, Schmeußer, Schorn, Schott.



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