Kulmbach
Fußball

VfB Kulmbach: Starke Rückrunde ebnet den Weg zum Titel

Der zuvor arg gebeutelte VfB Kulmbach sichert sich mit einer tollen Bilanz nach der Winterpause den Titel in der A-Klasse 7.
Artikel drucken Artikel einbetten
Routinier Mathias Kodisch (links) hielt dem VfB Kulmbach trotz des Absturzes in die A-Klasse die Treue - und hatte mit zwölf Treffern in 18 Einsätzen großen Anteil am Aufstieg.  Fotos: Monika Limmer
Routinier Mathias Kodisch (links) hielt dem VfB Kulmbach trotz des Absturzes in die A-Klasse die Treue - und hatte mit zwölf Treffern in 18 Einsätzen großen Anteil am Aufstieg. Fotos: Monika Limmer
+3 Bilder

Der VfB Kulmbach hat bittere Zeiten hinter sich. Noch in der Saison 2016/17 spielte er in der Bezirksliga, zog sich aber nach dem sportlichen Abstieg in die A-Klasse zurück. Der Abschied von elf potenziellen Stammspielern ließ den Kulmbachern keine andere Wahl.

Doch nun herrscht Aufbruchstimmung bei den Metzdorfern: Als Meister der A-Klasse 7 Bayreuth/Kulmbach kehren sie in die Kreisklasse zurück - und das obwohl es zu Saisonbeginn überhaupt nicht danach aussah.

VfB-Trainer Ralf Carl stand vor einer schwierigen Aufgabe: Aus einer zusammengewürfelten Mannschaft musste er eine Einheit formen. Und gleich am ersten Spieltag setzte es mit einer 1:4-Niederlage bei der SG Nemmersdorf/Goldkronach einen herben Dämpfer.

"Da hat fast die komplette Kreisliga-Truppe der Nemmersdofer gespielt", erinnert sich Carl. "Das war schon hart für uns, in einer Liga mit vielen verstärkten Reserven und Auswärtsspielen oft hinter Bayreuth aufzulaufen."

Sehr kleiner Kader

Zusätzlich musste der VfB wegen des sehr kleinen Kaders einige Routiniers reaktivieren, um überhaupt eine Mannschaft stellen zu können. Doch am dritten Spieltag folgte der erste Sieg und die Kulmbacher sollten vor der Winterpause nur noch drei Niederlagen hinnehmen müssen. Sie sammelten bis Jahresende 24 Punkte und blieben so in Schlagdistanz zu den Topmannschaften der Liga. Ab dem elften Spieltag waren die Kulmbacher nie schlechter platziert als auf Rang 4.

In der Winterpause verstärkt

Doch die Metzdorfer wollten mehr - und rüsteten personell auf. Im Winter schlossen sich Ralf Carls Sohn Dorian und die Rückkehrer Mario Ramming, Julian Berce und Andreas Reuther dem VfB an. "Davon hat jeder Spieler profitiert", sagt Trainer Carl. "Wir waren in der Breite einfach deutlich besser aufgestellt und jeder hat durch die erfahrenen Akteure noch einmal einen riesigen Sprung gemacht."

Auch im Verein verbesserte sich die Situation beim VfB: Der Vorstand wurde neu gewählt und in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Neuzugang Mario Ramming übernahm beispielsweise einen Vorstandsposten im Bereich Marketing/Öffentlichkeitsarbeit.

Diese Aufbruchstimmung sollte auch in den sportlichen Bereich mitgenommen werden. "Wir hatten uns vorgenommen, noch einmal alles reinzuwerfen. Wenn möglich jedes Spiel zu gewinnen", sagt Ramming. Nach drei Siegen ohne Gegentreffer wuchs das Selbstvertrauen. "Ab da hatten wir alle ein Ziel vor Augen", verdeutlich Ramming.

Die Metzdorfer gaben nach der Winterpause keinen Punkt mehr ab und übernahmen zwei Spieltage vor Saisonende die Tabellenführung. Mit einer Bilanz von 32:1 Toren und neun Siegen aus neun Spielen nach der Winterpause holten sie mit drei Punkten Vorsprung die Meisterschaft und sicherten sich den Aufstieg in die Kreisklasse.

Vorfreude auf neue Liga

"Das ist mit Abstand die attraktivste Liga für Kulmbacher Vereine", freut sich Ramming. Auch Ralf Carl sieht viel Positives an der Kulmbacher Kreisklasse: "Du musst zum Auswärtsspiel nur wenige Kilometer fahren, egal gegen wen du spielst. Wir freuen uns extrem auf die vielen Derbys."

Gleichzeitig warnt der VfB-Trainer aber vor Übermut: "Wir haben zwar eine überragende Rückrunde in der A-Klasse gespielt und jetzt wieder einen guten und breiten Kader, dürfen da jetzt aber nicht blind anrennen und denken es läuft so weiter." Doch da den beiden Neuzugängen - die Brüder Maximilian und Alexander Raczka (beide FC Ludwigschorgast) - kein Abgang gegenüber steht, könnte der VfB als Aufsteiger eine ordentliche Rolle in der neuen Liga spielen.

Carl weiß, dass die Schichtarbeiter und Studenten im Team einige Spiele verpassen werden, weshalb er mit einem gesicherten Mittelfeldplatz zur Winterpause zufrieden wäre. "Nach dem Winter können wir uns dann neu orientieren", sagt Carl, der im Offensivbereich "definitiv Verbesserungspotenzial" sieht.

VfB wieder mit Reserve-Team

Ein weiteres positives Signal bei den Kulmbachern: Der VfB stellt wieder eine Reserve. Diese geht als Spielgemeinschaft mit dem SV Burghaig in der B-Klasse an den Start.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren