Neudrossenfeld
Fußball-Landesliga Nordost

TSV Neudrossenfeld: Ein "verrückter Hund" übernimmt

Der TSV Neudrossenfeld hat einen neuen Trainer gefunden: Markus Taschner. "Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe!", sagt er.
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Energiebündel und Motivationskünstler an der Seitenlinie: Markus Taschner ist neuer Trainer des TSV Neudrossenfeld.  Foto: Alexander Muck
Energiebündel und Motivationskünstler an der Seitenlinie: Markus Taschner ist neuer Trainer des TSV Neudrossenfeld. Foto: Alexander Muck

Der TSV Neudrossenfeld hat schon wenige Tage nach der überraschenden Trennung von Trainer Werner Thomas einen Nachfolger gefunden. Ab der kommenden Saison der Fußball-Landesliga Nordost wird Markus Taschner die Mannschaft leiten. Der 38-Jährige kickte einst unter anderem bei der SpVgg Bayreuth II - sein Trainer damals: Werner Thomas.

Markus Taschner gilt als ehrgeiziger Trainer, Energiebündel und Motivationskünstler. Auf all seinen bisherigen Trainerstationen legte er großen Wert auf Fitness. Seine Trainerkarriere startete der aus Hollfeld stammende und mittlerweile in Kulmbach beheimatete Lehrer beim SV Stechendorf. 2013 wurde der SSV Kasendorf auf ihn aufmerksam, den er erstmals in der Vereinsgeschichte in die Landesliga führte. 2016 wechselte Markus Taschner zum Bezirksligisten TSV Mistelbach. Dass er seinen Vertrag dort nicht verlängern wird, gab Taschner bereits in der Winterpause bekannt. Eigentlich sollte ihn beim TSV Mistelbach Michael Pietzonka (zuletzt SC Hummeltal) beerben. Doch weil der vor kurzem überraschend einen Rückzieher machte, sprang Stürmer Daniel Heißenstein ein.

Dass nun der TSV Neudrossenfeld auf ihn zukam, bezeichnet Markus Taschner als "große Ehre". Er sagt: "Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe, auf die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Sebastian Brand, den Verantwortlichen und der Mannschaft. Ich bin ehrlich und authentisch und muss sagen, es ist für mich wirklich eine Ehre, in Neudrossenfeld arbeiten zu dürfen."

"Er lehrt modernen Fußball"

Im Neudrossenfelder Lager ist man überzeugt, dem richtigen Mann das Vertrauen zu schenken. In einer Pressemitteilung schreibt der Verein, der im Saisonschlussspurt ganz knapp die Vizemeisterschaft verpasst hat: "Markus Taschner ist ein junger Trainer, aber ein akribischer und ehrgeiziger Arbeiter. Er lehrt modernen Fußball. Man hat ihm zudem angemerkt, wie sehr er auf die neue Aufgabe brennt. Diesen frischen Wind und die Emotionen wird er auch der Mannschaft vermitteln, was nach einer so langen Saison und der abschließenden Enttäuschung auch nötig sein wird."

TSV-Vorsitzender Gerald Weinrich verrät, dass etliche Trainer scharf auf die Stelle gewesen seien: "Es ist Wahnsinn, wer sich alles beworben hat. Selbst Trainer, die schon in der Bayernliga oder Regionalliga gearbeitet haben und sogar einer aus Tschechien. Manche wären sogar bereit gewesen, 100 Kilometer einfach zum Training zu fahren."

Gerald Weinrich hat Markus Taschner noch aus früheren Duellen mit dem ASV Hollfeld in guter Erinnerung: "Er war als Spieler ein verrückter Hund, der sehr ehrgeizig ist. So einen positiv Fußballverrückten brauchen wir, damit die Mannschaft wieder einen Ehrgeiz entwickelt, der mir zuletzt gefehlt hat."

Weinrich macht keinen Hehl daraus, dass er mit dem TSV Neudrossenfeld gerne in die Bayernliga zurückwill, in der man 2014/15 nur ein einjähriges Gastspiel gab. "Auf die Bayernliga hätte ich schon richtig Bock, um zu zeigen, dass wir aus unseren damaligen Fehlern gelernt haben."

Schon in zwei Wochen wird Markus Taschner erstmals die Neudrossenfeld Kicker zum Training bitten. Der Kader für die neue Saison steht bereits, die Namen der Neuzugänge werden aber erst in den nächsten Tagen verraten. "Lediglich einen technisch beschlagenen Spielmacher würde ich noch nehmen, wenn einer auf dem Markt ist", sagt Weinrich.

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