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TSV 08 Kulmbach: Nagel macht's noch mal

Matthias Nagel übernimmt im Sommer zum zweiten Mal den Kreisklassisten TSV 08 Kulmbach.
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Matthias Nagel führte den TSV 08 Kulmbach 2010 in die Kreisliga, wo er auf seinen Ex-Verein VfR Katschenreuth (links Stephan Schirmer) traf. Das 08-Trikot wird Nagel aber nach seiner Rückkehr im Sommer nicht mehr überstreifen. Foto: BR-Archiv/Monika Limmer
Matthias Nagel führte den TSV 08 Kulmbach 2010 in die Kreisliga, wo er auf seinen Ex-Verein VfR Katschenreuth (links Stephan Schirmer) traf. Das 08-Trikot wird Nagel aber nach seiner Rückkehr im Sommer nicht mehr überstreifen. Foto: BR-Archiv/Monika Limmer
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Der TSV 08 Kulmbach holt seinen Aufstiegstrainer zurück. Genau zehn Jahre nach seinem ersten Amtsantritt macht's Matthias Nagel noch mal bei den Katzbachtalern. Er löst im Sommer Stefan Sesselmann ab, der zur Weihnachtsfeier des Vereins seinen Abschied nach vier Jahren verkündet hatte.

"Ich habe wieder Lust verspürt", sagt der 43-jährige Nagel. Er freut sich besonders auf die Arbeit mit der jungen Mannschaft, weiß er doch, dass im Sommer sieben Jugendspieler in den Seniorenbereich aufrücken. "Das ist eine interessante Aufgabe, denn die Mannschaft hat Potenzial." Außerdem kenne er noch das Umfeld beim TSV 08. Ihm gefällt nicht nur "die gute Jugendarbeit", sondern auch, dass immer mehr Spieler "Verantwortung im Verein übernehmen". Und dann hat er natürlich noch "sehr gute Erinnerungen" an das Jahr 2010. Gleich in seiner ersten Saison führte er als Spielertrainer den TSV 08 in die Kreisliga. 2011 verabschiedete sich Nagel mit Platz 6 aus dem Katzbachtal, "um seinen Akku wieder aufzuladen". 2014 stiegen die Nullachter wieder in die Kreisklasse ab, die bis heute ihre Heimat ist.

Auf der Suche nach einem Sesselmann-Nachfolger erinnerte man sich nun beim TSV 08 an den einstigen Erfolgstrainer. 08-Fußballabteilungsleiter Kai van Avondt ist froh über Nagels Zusage: "Wir haben mit ihm sehr gute Erfahrungen gemacht."

Frischer Wind muss rein

Stefan Sesselmann begründete seinen Abschied auch damit, "dass wieder frischer Wind reinkommen" müsse und ein neuer Trainer "sicher noch ein paar Prozent mehr rauskitzeln" könne. Zu 95 Prozent wolle er sogar ganz als Trainer aufhören, weil ihn Beruf und Familie inzwischen stärker beanspruchten.

Doch locker ausklingen will es Sesselmann auf seiner ersten Trainerstation nicht lassen. "Ich würde die Zeit am liebsten mit dem Aufstieg krönen", sagte er im Dezember. Zur Winterpause liegt sein Team punktgleich mit dem TSV Trebgast nur einen Zähler hinter dem Zweiten TSV Thurnau.

Die Kreisliga-Rückkehr ist für die 08-Verantwortlichen aber "kein Muss", wie Kai van Avondt betont. "Wenn es klappt, ist es schön, wenn nicht, ist es kein Beinbruch." Auch für den künftigen Trainer ist es "unerheblich, in welcher Liga der TSV 08 in der nächsten Saison spielt". Kai van Avondt erwartet ein "heißes Rennen mit Thurnau und Trebgast" um Platz 2, "denn der SV Ramsenthal ist wohl weg". Der Spitzenreiter hat 13 Punkte Vorsprung und braucht somit aus den letzten zehn Spielen maximal sechs Siege zum Titelgewinn.

Letzter Aufstieg mit Nagel

Matthias Nagel ist nach seiner letzten glücklosen Trainer-Station beim FC Neuenmarkt vier Jahre aus dem Geschäft. Beim TSV 08 wird er noch drei Spieler aus seiner ersten Amtszeit wiedertreffen: Ali Kilic, Benedikt Höfner und Fabian Früh. "Sie haben sich besonders gefreut", verrät van Avondt die Reaktion des Trios, als er kürzlich die Mannschaft über die Personalie unterrichtete.

Dabei hätte der TSV 08 gerne mit Stefan Sesselmann verlängert, wie der Abteilungsleiter betont, "denn wir waren sehr zufrieden mit seiner Arbeit". Sesselmann, der in Neudrossenfeld ein Haus gebaut hat, hatte 2015 vom SSV Kasendorf kommend beim TSV 08 sein erstes Traineramt angetreten. "Man muss aber verstehen, wenn Stefan mehr Zeit für seine Familie haben will", sagt van Avondt.

Ohne Ab- und Zugang in der Winterpause tritt der TSV 08 Kulmbach am Sonntag, 24. März, im ersten Punktspiel 2019 beim SV Motschenbach (6.) an.

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