Bad Nauheim
Eishockey

Tigers vergeben Sieg im Schlussdrittel

In zwei Dritteln erarbeiteten sich die Bayreuth Tigers in Bad Nauheim eine 2:0-Führung. Dann kassierten sie drei späte Gegentreffer.
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Des einen Freud ist des anderen Leid: Der Bad Nauheimer Stürmer James Livingston (rot) jubelt über seinen 2:2-Ausgleichstreffer in der 56. Minute, sehr zum Ärger von Tigers-Spieler Andreas Geigenmüller (links). Foto: Jan Hübner
Des einen Freud ist des anderen Leid: Der Bad Nauheimer Stürmer James Livingston (rot) jubelt über seinen 2:2-Ausgleichstreffer in der 56. Minute, sehr zum Ärger von Tigers-Spieler Andreas Geigenmüller (links). Foto: Jan Hübner
Späte Gegentore besiegeln die bittere 2:3-Niederlage des Eishockey-Zweitligisten Bayreuth Tigers beim EC Bad Nauheim. Dabei lagen die Tigers bis fünf Minuten vor Schluss in Führung. Am Samstag empfangen die Bayreuther den amtierenden DEL2-Meister Löwen Frankfurt zum letzten Spiel des Jahres (16 Uhr).


DEL 2

EC Bad Nauheim -
Bayreuth Tigers 3:2

(0:1 - 0:1 - 3:0)
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und hatten in der vierten Minute bereits die große Chance zur Führung. McNamees Schuss landete jedoch an der Querlatte. Der EC machte weiter Druck, aber die Tigers befreiten sich und erarbeiteten sich einige Chancen. Eine davon verwertete Timo Gams in der 18. Minute und so startete Bayreuth mit einer 1:0-Führung in den zweiten Abschnitt.

Im mittleren Drittel waren die Tigers stärker und hatten mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. In der 31. Minute belohnten sich die Gäste dann für ihre Mühen, indem V. Busch einen misslungenen Chouinard-Schuss zur 2:0-Führung über die Linie schob. Danach wäre sogar noch mehr drin gewesen: Sergej Stas hatte eine gute Chance nach einem Abspielfehler (37.) und Luciani bei einem Konter (38.). Auch defensiv standen die Tigers gut und Martins Raitums entschärfte gekonnt einige Möglichkeiten der Gastgeber. Ein Pfostentreffer von Chouinard (41.) und eine Chance von V. Busch (46.) ließen weiter auf den Auswärtssieg hoffen. Doch in der 47. Minute bekam die Hoffnung einen ersten Dämpfer: Nauheims Livingston wurde vor dem Tigers-Tor bedient und schob zum Anschlusstreffer ein. Nauheim erhöhte den Druck - und schlug erneut zu: Radek Krestan bediente erneut Livingston, der eiskalt verwandelte (56.). Nur gut 40 Sekunden später klaute Leon Niederberger Felix Linden die Scheibe und zog vors Tor, wo er den Puck durch die Beine von Raitums zum Endstand einschob. Zwar bäumten sich die Tigers noch einmal auf, doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

"Wir haben zwei Drittel lang ein gutes Spiel gemacht - und uns dann um den Lohn gebracht. Aber man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben gekämpft und alles reingeworfen. Vielleicht ist es dann auch irgendwo Kopfsache."

Bayreuth: Raitums, Hartung - Linden, Müller; Potac, Mayer; Gerstung, Pavlu - Luciani,Chouinad, Gläser; Bartosch, Kolozvary, Gams; V. Busch, S. Busch, Geigenmüller; Ontl, Stas, Alanov
Zuschauer: 2.566. - Strafenminuten: Bad Nauheim 8, Bayreuth 10. - Tore: 0:1 (18.) Gams, 0:2 (31.) V. Busch, 1:2 (47.) Livingston, 2:2 (56.) Livingston, 3:2 (57.) Niederberger.

Bayreuth Tigers -
Löwen Frankfurt

Der amtierende DEL2-Champion holte sich Anfang Oktober nach Penalty-Schießen zwei Punkte aus Bayreuth. Das Duell in Frankfurt im November ging mit 6:2 klar an die Löwen, die mit 121 Toren die gefährlichste Offensive der Liga haben. Sieben Löwen-Spieler haben zehn Tore oder mehr geschossen und auch das Überzahlspiel ist das Beste der Liga: Bei beinahe jeder dritten Situation schlägt es im Tor des Gegners sein. Dagegen rangiert Frankfurt beim Unterzahlspiel nur auf Platz 7.
Hier ergibt sich für die Tigers eine Chance, gegen den Favoriten Punkte zu holen, denn mit durchschnittlich 19,21 Minuten pro Partie haben die Löwen die meisten Strafen der zweiten deutschen Eishockey-Liga. red
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