Kulmbach
Leichtathletik

Sechs Medaillen bei sechs Starts

Die Nachwuchssportler der Trainingsgruppe aus Kulmbach und Stadtsteinach räumen bei den bayerischen Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften in München ab.
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Nicht zu bezwingen: In den Wettbewerben mit dem Diskus und dem Hammer holte die 15-jährige Kulmbacherin Leonie Liebenwald jeweils den bayerischen Meistertitel.  Foto: Martin Ständner
Nicht zu bezwingen: In den Wettbewerben mit dem Diskus und dem Hammer holte die 15-jährige Kulmbacherin Leonie Liebenwald jeweils den bayerischen Meistertitel. Foto: Martin Ständner
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Toller Saisonauftakt für die Werfer-Gruppe aus Kulmbach und Stadtsteinach: Bei den bayerischen Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften in München glänzten die Sportler des UAC Kulmbach und des TSV Stadtsteinach mit fünf Titeln.

Winterwurf-Wettkämpfe gelten als Standortbestimmung. Nach mehreren Monaten Aufbautraining in der Halle und Wurf-Trainingseinheiten bei Minusgraden, Schnee und Eis ist meist das technische Feingefühl noch nicht im Optimalzustand. Doch Tendenzen sind oft klar erkennbar. Und diese waren bei den Leichtathleten des UAC und den TSV-Rasenkraftsportlern - sie bilden eine Trainingsgruppe - sehr positiv.

Leichtgewicht Michelle Konopacki betrat in München den Wurfring und wirbelte den drei Kilogramm schweren Hammer gekonnt durch die Luft. Mit 47,54 Metern lag sie etwa fünf Meter über ihrer Vorjahresweite an gleicher Stelle. Ihre Bestweite sicherte zudem den klaren Sieg im Wettbewerb der weiblichen U18 vor Emilia Stengauar (TB Jahn Wiesau/34,15 Meter). Auch ihr Saisonziel, das Knacken der 50-Meter-Marke, hat Konopacki klar vor Augen.

Zwei Titel für Leonie Liebenwald

In der Altersklasse U16 stand Leonie Liebenwald zweimal auf dem obersten Podest. Im Hammerwurf-Wettbewerb (3 kg) kam sie auf 49,55 Meter, gewann mit mehr als zehn Metern Vorsprung. Eindrucksvoll stellte sie so unter Beweis, dass sie zu den besten Athletinnen ihrer Altersgruppe in Deutschland zählt.

Spannender war der Wettbewerb im Diskuswerfen. Leonie Liebenwald holte mit der Ein-Kilogramm-Scheibe unter schwierigen Bedingungen mit 30,40 Meter den bayerischen Meistertitel. Die zweitplatzierte Veronika Wiedenbauer (TuS Geretsried/30,11 Meter) und Julika Bonnewit (LG Stadtswerke München/29,64 Meter) auf Platz 3 lagen nur knapp dahinter.

Linus Liebenwald hatte im Hammerwurf-Wettkampf der männlichen U16 mit technischen Problemen zu kämpfen. Bei seinem einzigen gültigen Versuch kam der Gymnasiast auf 49,21 Meter - doch das reichte zum Sieg. Er gewann deutlich vor Florian Höß (SV Achenmühle/43,32 Meter). Im Kugelstoßen sicherte sich Linus Liebenwald beim Sieg von Mikosch Dahmen (LG München/13,96 Meter) mit der persönlichen Bestmarke von 13,38 Metern Bronze.

Merlin Hummel deklassiert die Konkurrenz

Nach den harten Trainingseinheiten ging es auch für Nachwuchs-Hammerwerfer Merlin Hummel um eine Bestätigung und Kontrolle seines Fitnesszustands. Er zeigte eine gute Serie. Im letzten Versuch landete die Stahlkugel (fünf Kilogramm) bei 73,17 Metern. Mit dieser Weite und dem klaren Sieg hatte der 17-Jährige seine Ausnahmestellung unter Bayerns Werfern eindrucksvoll bestätigt. Der zweitplatzierte Kilian Drisga (TSV Wasserburg/ 37,67 Meter) hatte 35,5 Meter weniger als der Kulmbacher erzielt.

Training mit Olympiasieger

Als Merlin Hummel anschließend in den Katakomben des Münchner Olympiastadions sein Standard-Krafttraining absolvierte, gab es für ihn eine große Überraschung. Severin Freund, der Skisprung-Olympiasieger von 2014, hieß Hummel als Trainingspartner willkommen.



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