Bayreuth
Basketball

Riesen sind für Medi Bayreuth eine Nummer zu groß

Medi Bayreuth zeigt bei den Riesen Ludwigsburg seine schwächste Leistung in dieser Saison und geht mit 47:78 unter.
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Kein Durchkommen: Der Ludwigsburger Johannes Thiemann (links) stellt sich dem Bayreuther Nate Linhart in den Weg. Foto: Peter Mularczyk
Kein Durchkommen: Der Ludwigsburger Johannes Thiemann (links) stellt sich dem Bayreuther Nate Linhart in den Weg. Foto: Peter Mularczyk
Nach zuletzt wettbewerbsübergreifend vier Siegen in Folge ist Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth unsanft auf dem Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Im Spitzenspiel bei den Riesen Ludwigsburg erlebten die chancenlosen Gäste vor 3744 Zuschauern ein 47:78 (22:35)-Debakel.


Bundesliga

Riesen Ludwigsburg -
Medi Bayreuth 78:47

"Glückwunsch an Ludwigsburg zu diesem klaren, deutlichen und verdienten Sieg", sagte Medi-Trainer Raoul Korner nach der Partie. "Wir haben heute schlicht und einfach nicht das auf das Parkett gebracht, was wir können und was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben uns von der Physis des Gegners leider den Schneid abkaufen lassen."
So führten die Gäste nur kurz zur Beginn der Partie. Andreas Seiferth hatte das Spiel mit zwei Korblegern für Medi Bayreuth eröffnet, doch dann setzte sich Ludwigsburg Stück für Stück ab. Mit ihrer aggressiven Defensivarbeit, die teilweise an der Grenze des Erlaubten war, zogen die Hausherren den Bayreuthern den Zahn. Selbst eine Medi-Auszeit nach einem 15:1-Lauf der Riesen zeigte nur wenig Wirkung. Mit dem Spielstand von 23:11 nach dem ersten Viertel waren die Bayreuther angesichts ihrer Trefferquote von etwa 20 Prozent noch gut bedient.
Auch danach wollte den Bayreuthern, bis zu dieser Partie bestes Offensivteam der Liga, nichts gelingen: Ob beim Korbleger, aus der Distanz oder an der Freiwurflinie - der Ball fand nur selten den Weg durch die Reuse. Beim Gang in die Kabine stand es 35:22. Was vor allem daran lag, dass die Hausherren in der Offensive einige Chancen verpasst hatten.
Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste ein Aufbäumen vermissen. Ihren ersten Feldkorb in der zweiten Halbzeit erzielten sie erst in der 26. Minute (44:28). Vor dem letzten Viertel hatten die nun flüssiger kombinierenden Hausherren den Spielstand auf 56:33 in die Höhe geschraubt.
Medi blieb schwach. So flog schon der Bayreuther Einwurf zu Beginn des Schlussabschnitts ohne Berührung auf der Gegenseite ins Aus. Mitte des Viertels baute Florian Koch die Führung der Schwaben erstmals auf dreißig Punkte aus. Die Bayreuther blieben unter der Grenze von 50 Punkten und kassierten nach schwacher Vorstellung ihre höchste Saisonniederlage.
Bester Werfer der Partie war Ludwigsburgs Dewayne Evans mit seiner persönlichen Saisonbestleistung von 16 Zählern, bei Bayreuth kam Robin Amaize auf 13 Punkte.
Die Bayreuther müssen das Debakel in Ludwigsburg nun schnell abhaken: Bereits am Mittwoch gastiert Medi in der Champions League beim französischen Vizemeister SIG Straßburg, bevor am Freitagabend Tabellenführer FC Bayern München seine Visitenkarte in der Oberfrankenhalle abgibt.
Riesen Ludwigsburg: Evans (16 Punkte/3 Dreier), Sears (15), Thiemann (11/1), Koch (10/3), Peter-McNeilly (8/2), Johnson (7/1), Walkup (6/1), Cook (5/1), McCray, Geske, Waleskowski.
Medi Bayreuth: Robinson (2), Linhart (10/2), Seiferth (6), York (1), Doreth, Brooks (4), Cox (1), Wachalski, Amaize (13/1), Marei (10).
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