Trebgast

Ohne Kerrmann kein Kampf beim TSV Trebgast

Seit 40 Jahren wird beim TSV Trebgast der Karate-Sport angeboten. Peter Kerrmann ist der Mann der ersten Stunde und Abteilungs- und Übungsleiter.
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Wenn beim TSV Trebgast trainiert wird, ist er immer dabei: Dojo-Leiter Peter Kerrmann (Dritter von rechts) ist seit 40 Jahren Abteilungs- und Übungsleiter und gibt sein Wissen auch an Andreas Arndt, Horst Schirmer, Emma Popp, Klaus Schoberth, Lina Labig, Jonas Lenk und Lorenz Linhardt (von links) weiter.  Foto: Dieter Hübner
Wenn beim TSV Trebgast trainiert wird, ist er immer dabei: Dojo-Leiter Peter Kerrmann (Dritter von rechts) ist seit 40 Jahren Abteilungs- und Übungsleiter und gibt sein Wissen auch an Andreas Arndt, Horst Schirmer, Emma Popp, Klaus Schoberth, Lina Labig, Jonas Lenk und Lorenz Linhardt (von links) weiter. Foto: Dieter Hübner

Karate ist in Trebgast seit 40 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Ohne ihn würde aber nichts laufen: Peter Kerrmann. Er ist Initiator, Mann der ersten Stunde und von Anfang an Abteilungs- und Übungsleiter. Mit 15 Jahren war Kerrmann noch im Judo aktiv. Nach zwei Jahren merkte er, dass das nicht seine Sportart war. Kerrmann suchte sich in Bayreuth eine Karateschule und wechselte, als der ATS Kulmbach eine Karate-Abteilung gründete, nach Kulmbach. Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr gründete er mit 22 Jahren unter dem Dach des TSV Trebgast eine Karate-Dojo. Anfangs noch 14 Mitglieder stark, erweiterte sich das Einzugsgebiet bald von Mainleus bis Gefrees und von Marktschorgast bis Bindlach.

Denn im Landkreis bot zu dieser Zeit nur der ATS die Sportart an. Mit dem TSV gab es nun einen weiteren Verein. Der Sport war in Deutschland ohnehin ein noch junger: Erst Ende der 1950er Jahre kam Karate durch den amerikanischen Schauspieler und Kung-Fu-Anhänger Bruce Lee nach Deutschland. Im Landkreis Kulmbach war Kerrmann ein Pionier in dieser Sportart. Mit Michael Wanderer, der 1981 dazu kam, fuhr Kerrmann in den Anfangsjahren quer durch Bayern, um Wochenendlehrgänge zur Weiterbildung zu absolvieren. 1985 absolvierte Kerrmann den ersten Übungsleiterschein für allgemeinen Sport. Es folgten Berechtigungen als Sportabzeichen-Prüfer Karate, Fachübungsleiter Karate, C-Trainer Karate, die Sonderlizenz Selbstverteidigungstrainer und die Landesprüfer-Lizenz C. 1986 gründete Kerrmann eine Kindergruppe.

Titel bei Meisterschaften

Sein Engagement schlug sich auch in Erfolgen nieder. Bei oberfränkischen Meisterschaften gewannen die Trebgaster Karatekas Titel und holten Podestplätze. Heute hat die Abteilung beim TSV 100 Mitglieder und acht ausgebildete Trainer. Pro Woche werden eine Kinder-, drei Erwachsenen- und zwei Tai Chi-Übungseinheiten angeboten. In Trebgast wird die am meisten verbreitete Stilrichtung "Shotokan" ausgeübt, die ohne Körperkontakt ausgeführt wird. Der Abteilung gehören derzeit drei Träger des 4. Dan, zwei mit dem 2. Dan und zwei mit dem 1. Dan an. Das 40-jährige Jubiläum nutzten die Karatekas zu einem Übungslehrgang mit Gürtelprüfungen.

Erich Bilska, der Vizepräsident des Bayerischen Karatebundes, übernahm die Prüfung. Für besondere Verdienste in der Wettkampfkunst überreichte Bilska den TSV die Ehrenurkunde und Ehrenplakette in Gold. Peter Kerrmann, der dienstälteste Abteilungsleiter im Verein, wurde mit der goldenen Ehrenmedaille ausgezeichnet. Anlässlich des Jubiläums hat sich die Abteilung ein besonderes Angebot einfallen lassen: Für die Anfängerkurse Kinder und Erwachsene, die am heutigen Donnerstag beginnen, beträgt die Kursgebühr nur 10 Euro - soviel wie zur Gründung vor 40 Jahren. Peter Kerrmann hofft auf viele Interessierte: "Die japanische Kampfkunst ist ein faszinierender, moderner Kampfsport. Karate ist dynamisch, diszipliniert, kontrolliert und voller Energie, zugleich sanft und kraftvoll, elegant und attraktiv. Karate ist viel mehr als ein Sport, Karate ist lebensbegleitend."

Abgelegte Prüfungen

1. Kyu: Andreas Arndt, Jasmin Heinrich, Klaus Schoberth. 2. Kyu: Horst Schirmer. 3. Kyu: Emma Popp. 4. Kyu: Lina Labig, Jonas Lenk, Lorenz Linhardt, Mia Niederstrasser.

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