Kulmbach
Boxen

Michael Dik ist Deutscher Vizemeister

Das Kulmbacher Nachwuchstalent Michael Dik feiert auf Rügen mit Platz 2 bei der Deutschen Meisterschaft seinen bislang größten Erfolg.
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Der Bayerische Amateurbox-Verband (BABV) feierte auf Rügen eine Gold- und eine Silbermedaille. Von links: BABV-Verbandstrainer Alex Angermann, der Deutsche U17-Meister in der Gewichtsklasse bis 50 Kilo, Jan Richmaier (BC Eichstätt), Landesjugendwart Gerhard Winnerl sowie der Deutscher Vizemeister in der Klasse bis 42 Kilo, Michael Dik (ATS Kulmbach). Foto: privat
Der Bayerische Amateurbox-Verband (BABV) feierte auf Rügen eine Gold- und eine Silbermedaille. Von links: BABV-Verbandstrainer Alex Angermann, der Deutsche U17-Meister in der Gewichtsklasse bis 50 Kilo, Jan Richmaier (BC Eichstätt), Landesjugendwart Gerhard Winnerl sowie der Deutscher Vizemeister in der Klasse bis 42 Kilo, Michael Dik (ATS Kulmbach). Foto: privat
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Der Kulmbacher Nachwuchs-Boxer Michael Dik hat den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Bei der Deutschen Box-Meisterschaft der Junioren U 17 in Binz auf Rügen holte er die Silbermedaille.

Michael Dik hatte sich bei ATS-Heimtrainer Alexander Maier und zwei Lehrgängen des Bayerischen Amateur-Box-Verbandes (BABV) in Oberhaching und Straubing gut vorbereitet. Die Auslosung unter sechs Junioren der Gewichtsklasse bis 42 Kilogramm bescherte dem 16-jährigen Kulmbacher und einem weiteren Athleten aus Sachsen Freilose und den kampflosen Halbfinal-Einzug.

In einem spannenden Gefecht siegte Michael gegen den größeren Boris Schimanski (Sachsen-Anhalt) nach Punkten. Allein die zweite Runde war ausgeglichen, weil der oberfränkische Boxer eine Verwarnung wegen Haltens bekam. Aber der Sieg des Kulmbachers war am Ende verdient.

Riesenfreude herrschte bei der Bayerischen Delegation. Die Verbandstrainer Alexander Angermann (Nürnberg) und Hans Buchmeier (Straubing) sowie BABV-Jugendwart Gerhard Winnerl (Deggendorf) gratulierten als Erste. Die Silbermedaille war damit schon gesichert.

Gegner mit Vorteilen

Im Finale traf der Kulmbacher auf den Favoriten Max Tadaev aus Nordrhein-Westfalen, der schon zwei Mal Deutscher Meister war und von seinen bislang 23 Kämpfen 20 gewonnen hat. Auch dieser Gegner hatte klare körperliche Vorteile. Dennoch war Michael hoch motiviert und wollte alles geben. Aber schon nach dem ersten Schlagabtausch unterbrach der Ringrichter den Kampf.

Was war passiert? Michael musste in die Ringecke, um die blutende Nase vom Ringarzt begutachten zu lassen. Das Blut lief und lief und konnte nicht rechtzeitig gestillt werden. Somit wurde der Kampf, der keiner war, zu Gunsten des Favoriten gewertet. "Ich weiß nicht genau, wie es passiert ist, ich bin halt in einen Treffer gelaufen", kommentierte der kleine Kulmbacher sichtlich enttäuscht.

Allerdings holte sich der einzige Oberfranke im Kader des BABV den 1. Platz im Teamwettbewerb und damit den Pokal für den besten Landesverband. In der Boxabteilung des ATS Kulmbach ist man natürlich sehr stolz auf den jungen Silbermedaillengewinner. "Nach dem 3. Platz letztes Jahr und dem 2. Platz heuer kann es 2020 ruhig Platz 1 werden", sagt ATS-Boxabteilungsleiter Willy Kastner.



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