Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth spielt ohne Kopf und Struktur

Medi Bayreuth unterliegt beim Tabellenschlusslicht und hinkt weiter den Play-off-Plätzen hinterher.
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Kassius Robertson war mit 19 Punkten bester Bayreuther Korbschütze bei der Niederlage in Bremerhaven.  Foto: Peter Mularczyk
Kassius Robertson war mit 19 Punkten bester Bayreuther Korbschütze bei der Niederlage in Bremerhaven. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth bleibt ein gerne gesehener Gast bei den Teams im Tabellenkeller der Basketball-Bundesliga: Wie schon Mitte Februar in Crailsheim unterlagen die Wagnerstädter wieder bei einem Schlusslicht. Die 75:83-Niederlage bei den Eisbären Bremerhaven war ein weiterer herber Dämpfer für die Play-off-Ambitionen der Oberfranken.

Dabei fand Medi Bayreuth vor 2169 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven gut in die Partie hinein, brachte den Ball immer wieder erfolgreich in Korbnähe und schloss dort hochprozentig ab. So lagen die Mannen von Trainer Raoul Korner schnell zweistellig in Führung. Bremerhaven dagegen gelang nicht viel, so dass die Bayreuther das erste Viertel klar mit 26:14 für sich entscheiden konnten. Bis Mitte des zweiten Viertels konnten die Bayreuther einen zumeist zweistelligen Vorsprung verteidigen (26:36, 16.), der Endspurt in die Pause gehörte jedoch den um den Klassenerhalt kämpfenden Hausherren: Während Bayreuth aus dem Rhythmus geriet, mehrfach das Spielgerät verloren gab und zudem plötzlich schlecht zielte, konnten die Eisbären bis auf 36:38 (19.) herankommen. Ein schöner Assist von Kyan Anderson auf Nationalcenter Andreas Seiferth sicherte den Korner-Schützlingen zumindest eine 40:36-Führung zur Pause.

Kurz nach dem Seitenwechsel gingen die Eisbären dann das erste Mal seit dem 3:2 (1.) wieder in Front. Kassius Robertson konnte durch einen Dreier zwar sofort antworten, aber Medi Bayreuth schaffte es nicht mehr, sich von den Bremerhavenern zu lösen. Vor dem Schlussabschnitt lagen die Hausherren hauchdünn in Front (60:59).

Im Verlauf der letzten zehn Minuten kämpften die Eisbären mit dem Mut der Verzweiflung um die zwei wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg. So trafen sie auch teils gut verteidigte Würfe oder erhielten durch Offensivrebounds zweite Wurfchancen. Genau diese Würfe wollten auf Bayreuther Seite jetzt nicht mehr fallen. Insbesondere die Dreierquote ließ bei den Wagnerstädtern deutlich nach, so dass die Norddeutschen immer mehr Oberwasser bekamen und schließlich mit 83:75 ihren erst fünften Saisonsieg feiern konnten.

Die beiden US-Guards Chris Warren und Elston Turner führten bei den Hausherren mit jeweils 16 Punkten die Korbschützenliste an, während Kassius Robertson für Medi Bayreuth auf 19 Zähler kam.

Am kommenden Samstag haben die Korner-Schützlinge gegen die BG Göttingen die Chance zur Wiedergutmachung.

Eisbären Bremerhaven - Medi Bayreuth 83:75 (14:26, 22:14, 24:19, 23:16) Eisbären Bremerhaven: Turner (16/4 Dreier), Warren (16/2), Benson (15/1), Summers (11/1), Moore (8), Breitlauch (6/1), Bleck (6), Jackson (3), Canty (2), Wimberg.

Medi Bayreuth: Robertson (19/ 4), Martin (12), Brooks (11/1), Thomas (10/2), Anderson (9), Hrovat (6), Seiferth (5), Doreth (3/1), Wachalski, Meisner, Raivio.

Zuschauer: 2169.

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