Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth macht zu viele Fehler

Bayreuther verlieren ihr Heimspiel in der Champions League gegen Ljubljana trotz erfolgreicher Aufholjagd mit 78:79.
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Bastian Doreth (rechts, gegen Ljubljanas Domen Lorbek) vergab in der spannenden Schlussphase den letzten Wurf zum möglichen Sieg nur knapp. Foto: Peter Mularczyk
Bastian Doreth (rechts, gegen Ljubljanas Domen Lorbek) vergab in der spannenden Schlussphase den letzten Wurf zum möglichen Sieg nur knapp. Foto: Peter Mularczyk
Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth verpasste am 10. Spieltag der Champions League den großen Schritt in Richtung Viertelfinale: Gegen den slowenischen Rekordmeister Olimpija Ljubljana mussten die Gastgeber vor knapp 2300 Zuschauern eine unglückliche 78:79 (37:45)-Niederlage hinnehmen.


Champions League

Medi Bayreuth - Olimpija Ljubljana 78:79

Das Spiel stand in der Schlussphase auf Messers Schneide. Gabe Yorks vierter erfolgreicher Dreier brachte den 75:75-Ausgleich, im Gegenzug traf Ljubljanas Topscorer Jordan Morgan aus der Mitteldistanz. Nate Linhart hatte an der Freiwurflinie die Chance auf den erneuten Ausgleich, doch er traf nur einmal (76:77). Zudem handelte sich De'Mon Brooks im Kampf um den Rebound ein unsportliches Foul ein. Die daraus resultierenden Freiwürfe verwertete Gregor Hrovat (76:79).

Dieser Spielstand hielt bis neun Sekunden vor Schluss, dann verkürzte York von der Freiwurflinie auf einen Punkt. Und Bayreuth bekam sogar noch die Chance auf den Sieg: Nach Einwurf Ljubljanas eroberte Medi den Ball, doch Bastian Doreths Versuch prallte an der Ringkante ab.

Den Sieg hatten die Gastgeber aber vor allem im ersten Durchgang vergeben. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht aggressiv und physisch genug", sagte Medi-Trainer Raoul Korner. "Insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht, um ein Spiel auf diesem Niveau gewinnen zu können." Der Start ins Spiel war den Bayreuthern jedoch geglückt. Nach Dreiern von Linhart und York sowie einem Korbleger von Brooks zog Ljubljanas neuer Trainer Zoran Martic nach noch nicht einmal zwei Minuten (8:4) mit einer Auszeit die Notbremse.

Danach präsentierten sich die Slowenen deutlich verbessert: US-Spielmacher Talor Battle führte den den ersten Führungswechsel herbei. Bis zur Viertelpause setzten sich die Gäste auf 17:23 (10.) ab und erhöhten den Vorsprung in der Folge auf zwölf (19:31, 13.) beziehungsweise 13 Punkte (28:41, 17.). Bis zur Halbzeitpause verkürzten die Bayreuther zwar auf 37:45, doch sie hatten eine durchwachsene Leistung geboten. Das zeigt der Blick auf die Statistik: Medi verwertete seine Würfe nur mit etwa 40-prozentiger Trefferquote, war bei Rebounds (15:18) sowie Assists (4:9) unterlegen und leistete sich zwei Ballverluste (6:4) mehr als der Gegner.

Nach Wiederbeginn brachte York sein Team bis auf auf 45:49 (24.) heran, doch die Slowenen, bei denen Domen Lorbek und Hrovat mehrfach erfolgreich von der Dreierlinie warfen, verteidigten ihren Vorsprung bis in das letzte Viertel (53:59, 30.).

Bayreuth stand sich bei der Aufholjagd mehrfach selbst im Weg: Auf zwei gute folgte zumeist eine schlechte Aktion. So dauerte es bis zur 37. Minute, ehe Assem Marei mit einem krachenden Dunking die Führung (67:66) zurückeroberte - doch diese sollte nicht Bestand haben.

Medi Bayreuth: Linhart (8 Punkte/1 Dreier), Robinson (2), Linhart (8 Punkte/1 Dreier), Cox (2), Doreth (2), Seiferth (6), Wachalski (3/1), Amaize (5), Brooks (11), York (24/4), Marei (15).

Olimpija Ljubljana:
Kastrati, Radulovic, Tratnik, Oliver (6), Span (4), Bubnic (9/1), Badzim (9/3), Morgan (15), Lorbek (10/2), Battle (13/1), Hrovat (13/3).
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