Kulmbach
Leichtathletik

Liebenwald-Zwillinge holen Silber und Bronze

Die 15-jährigen Zwillinge Leonie und Linus Liebenwald stehen bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft auf dem Treppchen.
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Silber und Bronze bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Bremen holten die Zwillinge Linus (links) und Leonie Liebenwald (rechts). Dazu gratulierte auch das DLV-Maskottchen "Jule". Foto: Martin Ständner
Silber und Bronze bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Bremen holten die Zwillinge Linus (links) und Leonie Liebenwald (rechts). Dazu gratulierte auch das DLV-Maskottchen "Jule". Foto: Martin Ständner

Bremen war für die Leichtathleten des UAC Kulmbach eine Reise wert. Die Zwillinge Leonie und Linus Liebenwald holten bei der Deutschen U16-Meisterschaft Silber und Bronze.

Nach ihren Titelgewinnen bei den süddeutschen Meisterschaften in Koblenz reisten die beiden 15-Jährigen Nachwuchs-Hammerwerfer zur "Deutschen" in den hohen Norden. Zunächst war bei widrigen Bedingungen Leonie an der Reihe, die sich bei starker Konkurrenz insgeheim Hoffnungen auf eine Medaille gemacht hatte. Mit Nele Frisch (LAV Bayer Uerdingen), Lara Hundertmark (SV Einbeck), Julien Jada (Dresdner SC) und Leonie Liebenwald hatten im Vorfeld vier Werferinnen die 55-Meter-Marke übertroffen, was einen spannenden Kampf um die Medaillen versprach. Nervosität bestimmte bei allen Werferinnen den Auftakt des Wettbewerbs. Nach zwei ungültigen Versuchen zeigte die Kulmbacherin jedoch gute Nerven und setzte sich mit 55,08 Metern an die Spitze, nachdem die Favoritin Nele Frisch mit drei ungültigen Würfen nicht den Endkampf der besten acht Athletinnen erreichte.

Nun wollte Leonie Liebenwald ihre Chance nutzen und richtig angreifen. Doch ihr gelang mit 53,52 Metern nur noch ein messbares Ergebnis, während sich Hundertmark auf 55,21 Meter und und Jada auf 55,89 Meter verbesserten. Fazit für Leonie: Der deutsche Meistertitel wäre bei dem knappen Gesamtergebnis durchaus zu holen gewesen, doch auch die Bronzemedaille und eine gute Leistung beim Saisonhöhepunkt stimmen zufrieden.

Ein spannender Kampf zeichnete sich im Hammerwerfen der Jungs zwischen Tim Steinfurth (LG Eppstein) und dem Kulmbacher Linus Liebenwald ab. Beide liegen in der deutschen Rangliste ihrer Altersklasse mit 60,84 und 60,82 Meter nur zwei Zentimeter auseinander. Vor zwei Wochen bei den süddeutschen Meisterschaften lag Linus noch gut zwei Meter vor Steinfurth. Doch diesmal stieg der Kulmbacher sehr nervös mit 50,88 Metern in den Wettkampf ein. Steinfurth gelangen 57,37 Meter. Dann legte Linus 57,75 Meter vor, Steinfurth konterte mit 59,82 Metern. Beide wussten, dass der Kampf um den Titel wohl erst im sechsten und letzten Durchgang entschieden werden würde und riskierten alles. Linus gelangen nochmals 57,48 Meter, Steinfurth 58,36 Meter. Letztlich war der 1,95-Meter große Hesse an dem Tag der Glücklichere.

"Dennoch ist für Linus die Silbermedaille bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft ein großer Erfolg, der motivierend wirken wird", so UAC-Trainer Martin Ständner. Dritter im Wettbewerb wurde Jeremy Neubert (LV Erzgebirge) mit 52,76 Metern.M.S.

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