Neudrossenfeld

Landesliga: TSV Neudrossenfeld kämpft im Fernduell um die Meisterschaft

Der TSV Neudrossenfeld ist beim SV Memmelsdorf gefordert, der finale Dreikampf um die Landesliga-Meisterschaft geht damit in die entscheidende Phase. Die Trainer des Spitzentrios blicken auf den Endspurt voraus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dreikampf in der Landesliga: Der FC Eintracht Bamberg mit Michael Hutzler, der TSV Neudrossenfeld mit Werner Thomas und der SC Feucht mit Florian Schlicker haben noch die Chance auf den Titel. Foto: sportpress Grafik: Micho Haller
Dreikampf in der Landesliga: Der FC Eintracht Bamberg mit Michael Hutzler, der TSV Neudrossenfeld mit Werner Thomas und der SC Feucht mit Florian Schlicker haben noch die Chance auf den Titel. Foto: sportpress Grafik: Micho Haller

Der TSV Neudrossenfeld tritt am Samstag (16 Uhr) beim SV Memmelsdorf an. Dabei ist den "Grün-Weißen" der dritte Platz bei sieben Punkten Vorsprung auf den SC Schwabach und drei ausstehenden Spielen kaum noch zu nehmen. Aber auch die ersten beiden Plätze sind in Reichweite.

Klar ist jedenfalls: Die Meisterschaft und der Aufstieg werden zwischen dem FC Eintracht Bamberg, dem SC Feucht und dem TSV Neudrossenfeld entschieden.

Durch das 4:1 am vergangenen Wochenende gegen den Baiersdorfer SV haben die Neudrossenfelder weiterhin die Chance, aufzusteigen. Eine Niederlage in Memmelsdorf ist nicht erlaubt. Die Gastgeber können die restlichen Partien sorgenfrei angehen. Mit Dominik Sperlein (32 Tore) haben sie den treffsichersten Stürmer der Liga in ihren Reihen.

Wir blicken mit den Trainern des Spitzentrios auf den Saisonendspurt voraus.

Wie schätzen Sie Ihr Restprogramm ein? Wer könnte sich als Stolperstein entpuppen?

Werner Thomas (TSV Neudrossenfeld): "Von den drei Teams haben wir das schwerste Restprogramm. Memmelsdorf, Buch und Herzogenaurach sind gefährliche und unbequeme Gegner. Da möchte ich keinen hervorheben."

Michael Hutzler (FC Eintracht Bamberg): "Für viele sieht unser Restprogramm auf dem Papier leicht aus. Ich finde es schwierig, am Ende gegen Mannschaften zu spielen, die gegen den Abstieg kämpfen. Alle drei Teams brauchen Punkte und können daher zum Stolperstein werden."

Florian Schlicker (SC Feucht): "Grundsätzlich kann jede Mannschaft ein Stolperstein sein. In den letzten Wochen gab es in der Liga viele wilde Ergebnisse. Wir haben noch drei Endspiele. So werden wir diese auch angehen."

Worauf freuen Sie sich im Schlussspurt am meisten?

Werner Thomas: "Es kribbelt mehr als während der Saison. Die restlichen Spiele haben Endspielcharakter. Die Mannschaft hat die ganze Saison auf solche Partien hingearbeitet. Natürlich ist Druck da, aber die Spieler sollen die Atmosphäre genießen."

Michael Hutzler: "Ich freue mich auf den 19. Mai, wenn die Saison endlich vorbei ist und der Druck und die Anspannung abfallen. Die Jungs freuen sich auf eine kurze Sommerpause. Momentan ist der Druck extrem. Du musst immer liefern und darfst dir keinen Ausrutscher erlauben."

Florian Schlicker: "Zur Saisonhalbzeit war die Tabellenspitze in weiter Ferne. Wir sind froh, kurz vor dem Ende den Anschluss geschafft zu haben und somit die Möglichkeit auf den Aufstieg haben."

Wie wichtig wäre der Bayernliga-Aufstieg für den Verein?

Werner Thomas: "Wir haben nicht den Zwang, aufsteigen zu müssen. Unser Ziel war es vor der Saison, vorne mitzuspielen. Das haben wir erreicht. Die Fußballwelt in Neudrossenfeld wird nicht untergehen, wenn wir den Aufstieg nicht schaffen. Solange wir die Möglichkeit haben, versuchen wir es, und wenn es nicht klappt, greifen wir in der nächsten Saison wieder an."

Michael Hutzler: "Der Verein arbeitet professionell, vor allem in der Jugend. Dies zahlt sich aus. Wir können Spieler in der ersten Mannschaft etablieren und eine sportliche Perspektive bieten.Unser Ziel waren vor der Saison 55 Punkte. Da war der Aufstieg nicht geplant, das hat sich mittlerweile geändert. Die Bayernliga ist eine wunderschöne Liga mit vielen Derbys. Ich glaube nicht, dass der Aufstieg zu früh kommt."

Florian Schlicker: "Der Aufstieg ist nichts Lebensnotwendiges, sollte aber für jeden Spieler ein Ansporn sein. Wir haben es durch den Relegationsplatz in der eigenen Hand. Wenn es wir es dieses Jahr nicht schaffen, versuchen wir es nächstes Jahr.

Warum steigt Ihre Mannschaft auf?

Werner Thomas: "Es liegt nicht in unserer Hand. Bamberg und Feucht müssen Federn lassen, damit wir noch eine Chance haben. Wir können nur unsere Ergebnisse beeinflussen. Selbst wenn wir unsere Spiele gewinnen, gibt es keine Garantie, dass wir aufsteigen."

Michael Hutzler: "Prinzipiell haben es alle drei Mannschaften verdient, aufzusteigen. Feucht, Neudrossenfeld und wir waren konstant. Wir steigen auf, weil die Mannschaft brennt. Die Spieler sind gereift und haben sich stetig weiterentwickelt. Als Mannschaft sind die Jungs in die Rolle eines Topteams hineingewachsen. Für viele kann es der größte sportliche Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn werden."

Florian Schlicker: "Die Jungs sind in einer guten Verfassung und ziehen mit. Wenn wir noch drei Siege landen und möglicherweise zwei in der Relegation, haben wir den Aufstieg geschafft."

Ausgangslage, kommende Gegner und Restprogramm

Der FC Eintracht Bamberg führt die Tabelle an und hat gegen beide Konkurrenten den direkten Vergleich für sich entschieden.

FC Eintracht Bamberg

(1. Platz/72 Punkte)

Kommender Gegner: Samstag, 16 Uhr beim FC Coburg (14.).- Hin: 2:2

Restprogramm: SpVgg Selbitz (17. /Heim), Baiersdorfer SV (16./Auswärts)

SC Feucht

(2. Platz/71 Punkte)

Kommender Gegner: Samstag, 14 Uhr beim SV Friesen (10.) . - Hin: 4:0

Restprogramm: Röslau (12./Auswärts),TSV Kornburg (11./ Heim)

TSV Neudrossenfeld

(3. Platz/69 Punkte)

Kommender Gegner: Samstag, 16 Uhr beim SV Memmelsdorf (5.). - Hin: 3:1.

Restprogramm: TSV Buch (13./ Heim), Herzogenaurach (7./Auswärts)

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren