Neudrossenfeld
Fußball

Landesliga: TSV Neudrossenfeld ist beim SV Schwaig gefordert

Der TSV Neudrossenfeld ist nach der Blamage bei TuS Feuchtwangen erneut im Nürnberger Land zu Gast - und im Vorfeld geht Vorsitzender Gerald Weinrich mit der Mannschaft hart ins Gericht.
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Der Neudrossenfelder Trainer Markus Taschner hatte zulezt wenig zu lachen. Foto: Dirk Meier
Der Neudrossenfelder Trainer Markus Taschner hatte zulezt wenig zu lachen. Foto: Dirk Meier

Für den TSV Neudrossenfeld steht am neunten Spieltag in der Landesliga Nordost eine richtungsweisende Partie an. Am Freitag gastieren die Grün-Weißen um 19.30 Uhr beim starken Neuling SV Schwaig.

Es ist nach dem Spiel bei TuS Feuchtwangen die zweite Begegnung in Folge im Nürnberger Land. Beim bis dahin punktlosen Schlusslicht zogen die Neudrossenfelder überraschend deutlich mit 2:5 den Kürzeren. Damit aber nicht genug, denn Mikel Seiter flog in der 56. Minute nach einem harmlosen Schubser gegen seinen Gegenspieler mit der Roten Karte vom Platz. Viel schlimmer konnte es nicht kommen, so dass TSV-Trainer Markus Taschner nach der Pleite ernüchternd feststellte: "Feuchtwangen war wesentlich zweikampfstärker als wir. Daher hat der Gegner verdient gewonnen."

Ex-Profi an der Linie

Wiedergutmachen kann die Taschner-Elf die Niederlage beim sechstplatzierten SV Schwaig. Das Team von Ex-Profi Helmut Rahner - er begann seine Profi-Laufbahn bei Blau-Weiß 90 Berlin und stieg 1998 mit dem 1. FC Nürnberg in die Bundesliga auf - hat nach dem 2:1 am vergangenen Freitag beim TSV Kornburg mit 13 Punkten zwei mehr auf dem Konto als Neudrossenfeld.

Die Stärken des Aufsteigers liegen in der Defensive - und da muss sich Taschner etwas einfallen lassen, um nicht erneut eine böse Überraschung zu erleben. Einige Spieler kommen aus dem Urlaub zurück, so dass dem 38-Jährigen in Schwaig mehr Alternativen zur Verfügung stehen. Dass der TSV Neudrossenfeld nach acht Spielen mit nur elf Punkten da steht, hatte sich TSV-Vorsitzender Gerald Weinrich anders vorgestellt: "Die Antwort muss ich zweiteilen: Wir sind mit der Trainerarbeit und mit der Mannschaft, was im Training passiert, sehr zufrieden. Sie ist intakt, sie zieht an einem Strang, ist fleißig und arbeitet viel, aber aus irgendwelchen Gründen bekommt sie die Leistung nicht auf den Platz. Mit dem reinen Ergebnis sind wir natürlich unzufrieden."

Mangelnde Einstellung beim TSV Neudrossenfeld

Das Spiel in Feuchtwangen konnte Weinrich selbst nicht verfolgen, aber ihm wurde berichtet, dass die Mannschaft eine desolate Einstellung an den Tag gelegt hat, die sich schon beim Treffpunkt in Neudrossenfeld gezeigt hat. "Es muss alles total lustig gewesen sein, wie wenn man zu einem Freundschaftsspiel bei einem Sportfest fährt. So haben sie wohl auch gespielt und haben im Spiel - wie es oft so ist - nicht mehr die Kurve gekriegt", berichtet Weinrich. Im zweiten Durchgang legten die Neudrossenfelder mehr Engagement an den Tag und hätten sogar das 3:3 erzielen können. "Die Mannschaft hat den Gegner auf die leichte Schulter genommen und das hat die Mannschaft bei der Aussprache, die am Dienstag stattgefunden hat, zugegeben und dabei auch die mangelnde Einstellung bejaht."

Das Training soll nach der Aussprache aus "erzieherischen Gründen" heftiger ausgefallen sein. Weinrich ist schon länger unzufrieden, so auch nach dem torlosen Unentschieden in Herzogenaurach am 10. August: "Wenn ich 80 Minuten in Ballbesitz bin und zwei Chancen habe und der Gegner auch zwei, dann passt was nicht. Wenn ich derart überlegen bin und nichts Zählbares oder nicht einmal hochkarätige Chancen dabei rauskommen, ist es schon ein Problem der Qualität im Offensivbereich."

Seit dem Weggang von Louis Engelbrecht im vergangenen Winter fehlt den Grün-Weißen ein Stürmer, der aus wenig viel macht. "Wie wichtig das ist, sieht man in der Bundesliga mit Lewandowski." Auf die Leistung der Mannschaft nach dem Auftritt in Feuchtwangen ist Weinrich gespannt: "Wenn keine Reaktion kommt, werde ich mich nicht mehr mit dem Trainer abstimmen, ob ich nicht einmal zur Mannschaft spreche." TSV Neudrossenfeld: Grüner, Mehlhorn, Gareis, Taubenreuther, Möckel, Pauli, Pötzinger, Schelenz, Böhmer, Peeters, Boog, Lattermann, Kolb, Löhrlein, Ansari, Schneider, Engelhardt, Gerull, Hannemann.

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