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KV Lohengrin Kulmbach setzt auf Konstanz

Die Kulmbacher peilen mit ihrem eingespielten Team den Bayernliga-Erhalt an, der Baur-SV Burgkunstadt den Aufstieg.
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Matthias Meußgeyer war in der Vorsaison schnittbester Kulmbacher in der Bayernliga und führt das Team des KV Lohengrin auch in der neuen Spielzeit an.  Foto: Monika Limmer/Archiv
Matthias Meußgeyer war in der Vorsaison schnittbester Kulmbacher in der Bayernliga und führt das Team des KV Lohengrin auch in der neuen Spielzeit an. Foto: Monika Limmer/Archiv
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Mit unterschiedlichen Zielvorgaben gehen die beiden Vereine aus der Region in die am Wochenende startende Saison der Herren-Bayernliga. Während der KV Lohengrin Kulmbach den möglichst frühen Klassenerhalt anpeilt, will der Baur-SV Burgkunstadt ein Wort um die Meisterschaft mitreden.

Herren-Bayernliga Nord

Der KV Lohengrin schickt eine unveränderte, nur aus Kulmbachern bestehende Mannschaft ins Rennen. Patrick Foerster, Jörg Förtsch, Gerald Gebhard, Florian Landel, Alexander Lutz, Matthias Meußgeyer und Stephan Wagner werden versuchen, die tolle Vorsaison - mit Platz 7 vermied das "Gründla-Team" souverän den Abstieg - zu wiederholen.

Allerdings ist die Liga mit den Aufsteigern Fortuna Neukirchen und SKV Versbach ausgeglichener geworden, zudem haben sich einige Teams verstärkt. "Das macht die Sache für uns nicht leichter", sagt der Lohengriner Mannschaftsführer Stephan Wagner. Auch, weil es wegen beruflicher Verpflichtungen nur selten gelingen wird, bei Auswärtsspielen in Bestbesetzung anzutreten. "Aber unsere Ersatzleute aus der Reserve fallen leistungsmäßig nicht ab und können jederzeit einspringen", hofft Routinier Matthias Meußgeyer dennoch auf einige Auswärtspunkte. Am ersten Spieltag fehlen beim Auswärtsspiel beim SKK Eschlkam mit Lutz und Gebhard zwei Leistungsträger. Matthias Hahn rückt ins Team auf.

In der Vorsaison hatte der Baur-SV Burgkunstadt (5. Platz) nur drei Punkte Rückstand auf den Meister, nun rechnet er sich erneut Chancen im Titelrennen aus - zumal kein Absteiger in die Liga gekommen ist und Vorjahresmeister SC Luhe-Wildenau in den Aufstiegsspielen erfolgreich war. Vor allem den Vorjahresdritten Polizei-SV Bamberg sieht BSV-Mannschaftssprecher Peter Zapf als ernsthaften Konkurrenten. Auch die Aufsteiger seien nicht zu unterschätzen - wie stark der Neuling aus Neukirchen wirklich ist, werden die Burgkunstadter am Samstag testen.

Der BSV schickt ein neuformiertes Team ins Rennen. Die Routiniers Dieter Kestel und Harald Zapf haben - wie angekündigt - den Weg für jüngere Spieler frei gemacht. Somit führt der erfahrene Michael Carl ein deutlich verjüngtes Bayernliga-Team an. Neben ihm zählen Peter Zapf (7. der Bayernliga-Schnittliste der Vorsaison) und Patrick Kalb (3.) zu den Leistungsträgern. Stammkräfte bleiben auch Johannes Partheymüller und Tobias Rießner. Verstärkung holte Burgkunstadt von Landesliga-Absteiger TTC/FW Gestungshausen: In Nico Samel und Kevin Milde suchten die beiden stärksten Spieler der Vorsaison eine neue Herausforderung. Das Duo rundet nach Aussage Zapfs "die nominell beste Baur-Truppe der letzten Jahre" ab. mm/tc

Herren-Landesliga Nord

Auf Konstanz setzt der Vorjahresvierte SKC Fölschnitz. Kein Spieler hat den Verein verlassen, Sven Heumann wechselte vom TSV Wilhelmsthal nach Fölschnitz. Der Neuzugang schnupperte in seiner Karriere beim PSV Neustadt bereits Bundesligaluft. "Wir erwarten eine sehr enge Saison, in der jeder jeden schlagen kann", sagt der Fölschnitzer Dominik Wilferth. Schließlich habe die Übermannschaft der Vorsaison, Meister SKV Versbach, die Liga verlassen, von oben ist kein Absteiger hinzugekommen. Zudem sind die Aufsteiger Eremitenhof Bayreuth und Germania Marktbreit nicht zu unterschätzen.

Einen Titelfavoriten können die Fölschnitzer deshalb nicht ausmachen. "Unser Ziel ist eine Platzierung im vorderen Drittel der Tabelle", sagt Wilferth. "Das ist ambitioniert, aber wir setzen erneut auf unsere mannschaftliche Geschlossenheit und müssen vor allem einen guten Saisonstart hinlegen." Da wäre zum Auftakt ein Heimsieg gegen den Vorjahresfünften CT Post Franken Coburg eine gute Grundlage. dw

Herren-Bezirksliga Oberfranken

Mit dem Baur-SV Burgkunstadt II, dem ESV Neuenmarkt, SKC Gallier-Condor Kulmbach und KV Lohengrin Kulmbach II gehen vier Vertreter aus der Region in der Bezirksliga an den Start.

Die Gallier greifen auf ihren bewährten Kader zurück. Es gibt weder Ab- noch Zugänge. Allerdings kam es zu Veränderungen in der ersten Mannschaft. Die Kulmbacher stellen diese stets nach dem Schnitt der Vorsaison aus, so dass sich Hans Dippold, Martin Gurski, Christian Gurski, Georg Kutnohorsky, Marco Münch, Markus Thomas, Stefan Bänsch und Mannschaftsführer Florian Pittroff für das Bezirksliga-Team qualifizierten. Nicht mehr dabei sind Andreas Schwarz und Jonathan Wunderlich. Ziel der Gallier in der ausgeglichenen Liga ist es, sich im vorderen Tabellendrittel festzusetzen, zumal es wegen einer Umstrukturierung der Bundesligen ab der Saison 2020/2021 zu einem "verschärften Abstiegsszenario" kommen könnte. "Wir werden bestrebt sein, in jedem Spiel unsere beste Leistung abzurufen, um jeden Wettkampf für uns positiv zu gestalten", sagt Pittroff.

Zweimal scheiterte die Bayernliga-Reserve des KV Lohengrin Kulmbach knapp am Aufstieg in die Bezirksoberliga. Diese Saison soll dieser gelingen. Mit Marco Knorr hat sich ein erfahrener Spieler des Baur-SV Burgkunstadt den Grün-Schwarzen angeschlossen. "Wir sind mannschaftlich geschlossen und verfügen über viel Erfahrung", nennt Lohengrin- Mannschaftsführer Matthias Hahn die Stärken seines Teams. Die Kulmbacher schicken Daniel Dörfler, Harald Gräf, Matthias Hahn, Jürgen Herrmannsdörfer, Thomas Laaber, Marco Knorr und Hubert Lauterbach ins Rennen. Allerdings verpasst Letztgenannter verletzungsbedingt die ersten Wochen der Saison. Ein Auftaktsieg im Derby gegen den starken Aufsteiger ESV Neuenmarkt soll dennoch herausspringen.

Die Neuenmarkter gehen selbstbewusst in die Spielzeit. Sie wollen nach Aussage des ESV-Abteilungsleiter Martin Witzgall die Topteams ärgern und sich im Mittelfeld behaupten. Auf Neuzugänge hat der ESV verzichtet. Doch gerade mit dem deutschen Jugendmeister Jan Sandler haben die Neuenmarkter einen Ausnahmekegler in den Reihen, der die Mannschaft mitreißen kann. Neben Sandler laufen für den ESV Stefan Hahn, Stefan Hartig, Dominik Hübner, Patrick Schneider, Sven Stich und Martin Witzgall auf. "Vorne erwarte ich Condor Kulmbach und Lohengrin II. Einen Top-Favoriten kann man aber nicht ausmachen, die Leistungsstärke liegt in dieser Liga dicht beieinander", schätzt Witzgall. Seine Leistungsstärke hat der ESV zuletzt in einem Testpiel gegen Eremitenhof Bayreuth unter Beweis gestellt. Die Neuenmarkter besiegten den Landesligisten mit 5:3.

Eine Wundertüte ist die Zweite des Baur-SV Burgkunstadt. Die Reserve muss sich nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga erst wieder fangen, setzt aber künftig unter anderem auch auf die Bayernliga-erfahrenen Routiniers Dieter Kestel und Harald Zapf. stb/mm/rei

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