Kulmbach
Triathlon

Kulmbacherin sichert sich WM-Quali

Nadja Lindner bleibt bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee nur knapp über der Fünf-Stunden-Marke und gewinnt die Altersklasse W 35.
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Beste ihrer Altersklasse: Nadja Lindner  Foto: Karl Heinz Weber
Beste ihrer Altersklasse: Nadja Lindner Foto: Karl Heinz Weber

Bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee in Österreich über die Mitteldistanz (70.3) starteten fünf Triathleten aus dem Raum Kulmbach/Lichtenfels. Nadja Lindner (ASV Kulmbach) gewann ihre Altersklasse (W 35) mit deutlichem Vorsprung in 5:01:07 Stunden und sicherte sich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 in Samorin (Slowakei).

Bei Außentemperaturen um die 15 Grad absolvierten die Altersklassenathleten zunächst die 1900 Meter im 19,5 Grad warmen Walchsee. Dann ging es auf die 90 Kilometer lange Radstrecke, die es mit 1900 Höhenmetern in sich hatte. Zurück in der Wechselzone mussten die Athleten vier Runden - mit insgesamt 21 Kilometern - um den Walchsee auf Schotter und Asphalt laufen.

Nadja Lindner überzeugte in allen Disziplinen. Nach 33 Minuten stieg sie aus dem See, um anschließend auf dem Rad richtig Gas zu geben. Die Kulmbacherin war in 2:42:54 Stunden in ihrer Altersklasse mit Abstand die schnellste Frau. Auch auf der Laufstrecke konnte ihr niemand etwas vormachen. In der Gesamtzeit von 5:01:07 Stunden siegte sie souverän vor Eva Mühl (Österreich/5:09:26) und Emanuela Montanari (Italien/5:14:56). In der Frauen-Gesamtwertung kam Lindner auf den 19. Rang.

Zwei Läuferinnen in den Top 10

Heike Schweens (ASV Kulmbach) wurde im Wettbewerb der W 50 ihren Ansprüchen nicht gerecht. Ein Defekt an ihrer Rennmaschine am Vorabend und Achillessehnen-Beschwerden waren keine guten Voraussetzungen für eine vordere Platzierung. Sie belegte Platz 9 in 6:22:41 Stunden direkt hinter Manuela Prüher vom TSV 1860 Staffelstein , die in 6:19:57 Stunden auf Platz 8 lief. Prüher hatte ihre Stärke auf der Radstrecke, auf der sie Schweens neun Minuten abnahm.

Manuelas Tochter Romina Prüher (TSV 1860 Staffelstein) beendete das Rennen der W 24 auf Platz 19. Nach einer starken Schwimmleistung (34:20 Minuten) kam sie auf der Radstrecke (3:09:59 Stunden) nicht in einen runden Tritt und wurde zudem auf der Laufstrecke noch von einigen Altersklassenkonkurrentinnen überholt. Ihre Endzeit betrug 6:04:54 Stunden. Sie bezeichnete die Walchsee-Challenge als ihren bisher mit Abstand härtesten Triathlon. Ihr Lebensgefährte Andreas Hügerich (TS Lichtenfels/5:06:38) hatte Orientierungsprobleme im See und schwamm ein paar Meter mehr als nötig. Seine Radzeit von 2:44 Stunden und der schnell absolvierte Halbmarathon (1:31:48 Stunden) brachten ihn unter den 94 Startern in der Altersklasse M 35 noch auf Platz 37.

Im Hauptrennen der Profis setzte sich bei den Herren Favorit Sebastian Kienle (Heuchelberg/3:48:39) gegen Frederic Funk (Witten/3:51:27) und Daniel Baekkegard (Dänemark/3:54:44) durch. Sebastian Kienle kam mit Rückstand aus dem Wasser, fuhr aber bereits mit dem Rad auf die Führenden auf. Auf der zweiten Runde der Laufstrecke überholte er die Konkurrenten und siegte souverän.

Bei den Damen kämpfte sich Eva Wutti (Österreich/4:18:11) ebenfalls erst in der letzten Disziplin nach vorne und siegte vor Laura Siddall (Großbritannien/4:20:54) und Santimaria Margie (Italien/4:24:07). Beste Deutsche war Svenja Thoes (Neunkirchen/4:28:55) auf Rang 6.



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