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Nikosia
Bodybuilding

Kulmbacher Schenkendorf ist Weltmeister im Bodybuilding

Bei der Weltmeisterschaft auf Zypern holte der Kulmbacher Leon Schenkendorf den Titel in der Juniorenklasse. Celina Bär wurde Zweite in der Aerobic-Klasse.
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Weltmeister Leon Schenkendorf bei der Preisverleihung mit Celina Bär (links, Platz 2 in Aerobic-Damen) und Eva-Maria Buß (Platz 3).  Foto: privat
Weltmeister Leon Schenkendorf bei der Preisverleihung mit Celina Bär (links, Platz 2 in Aerobic-Damen) und Eva-Maria Buß (Platz 3). Foto: privat
Bei der Bodybuilding-Weltmeisterschaft der World Fitness Federation (WFF) in der zyprischen Hauptstadt Nikosia holte das deutsche Nationalteam mehrere Medaillen. Der 20 Jahre alte Leon Schenkendorf aus Kulmbach gewann den Weltmeistertitel in der Juniorklasse und wurde spontan eingeladen, in der Profi-Kategorie anzutreten. Bei seinem dortigen Debüt erreichte er den fünften Platz.

Der Deutsche Johann Singer wurde Zweiter, den Titel holte der Südkoreaner Ken Kim. In der Aerobic-Klasse der Damen wurde die Deutsche Celina Bär Vizeweltmeisterin, ihre Trainingspartnerin Eva-Maria Buß holte Platz 3. Insgesamt nahmen 220 Teilnehmer aus 27 Ländern teil.

"In meiner Familie ist eigentlich jeder sportlich", sagt der Kulmbacher Weltmeister Schenkendorf. Er selbst begann jedoch erst spät mit dem Wettkampfsport. Im Alter von 15 Jahren entschied er sich, ein Fitnessstudio zu besuchen. "Ich habe zwar von Anfang an fleißig trainiert, aber an Wettkämpfen teilzunehmen, hatte ich damals nicht im Sinn", sagt er. Das habe sich geändert, als er die Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit (Fibo) in Köln besuchte. "Das Bodybuilding hat mich sofort fasziniert und ich beschloss, an einem Wettkampf der WFF teilzunehmen." Dabei holte er auf Anhieb den zweiten Platz.

"Der vor mir platzierte Slowake wurde Zweiter bei der Europameisterschaft. Warum sollte ich also nicht einfach an der Weltmeisterschaft teilnehmen?", habe er sich gedacht. Um dort anzutreten, musste er an seinem "Posing", seiner Präsentation, arbeiten. Aber mit dem amtierenden deutschen Meister Johann Singer fand der den perfekten Trainingspartner für die Aufgabe.


"Bitte jetzt nicht die 156!"

Dann war es soweit. "Am Wettkampftag war ich eigentlich ziemlich entspannt. Erst als die Top 6 verlesen wurden und meine Startnummer 156 dabei war, wurde ich unruhig", erzählt Schenkendorf. Zusammen mit seinen Konkurrenten wartete er hinter der Bühne auf die Platzierungen. "Während die Plätze sechs bis drei nacheinander auf die Bühne gingen, wurde meine Anspannung immer größer." Dann stand der Kulmbacher nur noch mit einem Südafrikaner hinter dem Vorhang.
"Bitte jetzt die 156", dachte er sich, "und genau so kam es auch. Ein unglaublicher Moment", beschreibt er. Nachdem er den Weltmeister-Titel verliehen bekam, musste er alleine auf der Bühne bleiben, um eine Frage zu beantworten: "Do you accept the WFF Pro-Card?", fragte ihn der Wettkampfleiter. "Eine Sekunde habe ich nachgedacht und dann ,ja' gesagt. Jetzt habe ich die Möglichkeit, mich mit den Besten der Welt zu messen", freut sich der Kulmbacher auf seine Profikarriere. red
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