Kulmbach

Kulmbacher Haase ist heiß auf den ersten Start

Zum Beginn der neuen Saison wartet auf den Kulmbacher gleich eines der schwierigsten Langstreckenrennen der Welt.
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Christopher Haase (l.) und Dion von Moltke können das Rennen in Daytona kaum erwarten.  Foto: M. Wolf
Christopher Haase (l.) und Dion von Moltke können das Rennen in Daytona kaum erwarten. Foto: M. Wolf
Nach dem höchst erfolgreichen Jahr 2014 - Christopher Haase konnte zum zweiten Mal in seiner Karriere das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewinnen, sowie die Saison im nordamerikanischen "United SportsCar Championship" als Vizemeister abschließen - beginnt für den Audi-Piloten bereits diese Woche die neue Saison.

Eine große Herausforderung

Und da wartet gleich zu Beginn eine große Herausforderungen: Das 24-Stunden-Rennen von Daytona vom 22. bis 25. Januar gilt als eines der schwierigsten Langstreckenrennen der Welt. Dieser Klassiker ist der Auftakt zur abwechslungsreichen Saison der USCC, die Haase, wie schon im Vorjahr, am Steuer eines Audi R8 LMS im Team von Paul Miller Racing bestreiten wird. "Im Jahr 2013 ist mein Auto in der allerletzten Runde auf Platz 2 liegend kurz vor der Ziellinie mit Spritmangel ausgefallen. Und letztes Jahr hatten wir - in Führung liegend - nach zwölf Stunden einen technischen Defekt. Ich hoffe, wir haben 2015 das nötige Glück, ich will dieses Rennen unbedingt gewinnen."

Generell freut sich Christopher Haase auf sein zweites Jahr in den USA: "Es ist schön, nach der tollen 2014er-Saison erneut für Paul Miller Racing starten zu dürfen. Die Jungs haben bereits im Vorjahr perfekt gearbeitet, dabei war der Audi R8 LMS völlig neu für sie. Mit einem Augenzwinkern könnte man durchaus behaupten, dass sich da deutsche Tugenden wie Präzision und Perfektion durchsetzen - immerhin hat Teamchef Paul Miller deutsche Wurzeln", so Haase, der einen neuen Kollegen bekommt: "Mit Dion von Moltke hat man einen schnellen Piloten geholt. Wir können uns glücklich schätzen, ein starkes Team zu haben. Was wir jetzt noch brauchen ist das nötige Quäntchen Glück, dann steht einer tollen Saison nichts im Weg!"

Der Fahrerkader umfasst neben Haase und von Moltke auch Bryce Miller. Er wird bei den Langstreckenrennen wie in Daytona, Sebring, Watkins Glen oder beim Petit Le Mans als dritter Fahrer antreten. Und zum Auftakt in Daytona verstärkt niemand geringerer als Haases Audi-Kollege René Rast das Team: "Beim ,Roar', dem offiziellen Test in Daytona, lief es wirklich gut", sagt Haase: "Wir haben das Auto perfekt abgestimmt, Fahrerwechsel trainiert und sind alle zufrieden. Natürlich kann in einem 24-Stunden-Rennen enorm viel passieren, aber wir haben dieses Jahr alle Voraussetzungen, um ein tolles Ergebnis einzufahren." Das Rennen wird im Internet live unter www.imsa.com übertragen.

Keine Verschnaufpause

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt Christopher Haase nach dem Auftakt in Daytona nicht. Von Florida geht es für den Audi-Piloten zurück nach Deutschland, wo er für die "Audi Driving Experience" als Coach tätig ist. Vom 5. bis 8. Februar tritt er bereits beim nächsten Rennen an: "Das Zwölf-Stunden-Rennen von Bathurst in Australien hat sich in den vergangenen Jahren zum absoluten Langstrecken-Klassiker entwickelt", erklärt Haase. "Zudem gehört die Natur-Rennstrecke zu den bekanntesten der Welt. Das ist ein Einsatz, den ich kaum noch erwarten kann, zumal ich dort mit Felix Baumgartner und Laurens Vanthoor zwei tolle Teamkollegen haben werde."

Stratosphärenspringer Felix Baumgartner hat mit seiner Zielankunft bzw. der guten Platzierung beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 unter Beweis gestellt, dass er auch im Rennauto eine gute Figur abgibt. Und der Belgier Laurens Vanthoor zählt zu den schnellsten GT3-Piloten.
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