Kulmbach
Fußball

Kriegt Katschenreuth einen Kunstrasen?

Der Trainer des VfR Katschenreuth, Detlef Zenk, verriet beim Altstadtfest-Sportlerstammtisch über ein Wunsch-Projekt seines Vereins.
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Vertreter von fünf Kulmbacher Fußballvereinen ließen die abgelaufene Saison Revue passieren und sprachen über die neue Serie. Von links VfB-Vorstandsmitglied Mario Ramming, BSC-Trainer Alexander Stamm, 08-Torwart Ssam Kern, VfB-Vorstandsmitglied Mathias Kodisch, Moderator Andreas Bär, ATS-Trainer Ingo Walther und Katschenreuths Coach Detlef Zenk. Foto: Werner Reißaus
Vertreter von fünf Kulmbacher Fußballvereinen ließen die abgelaufene Saison Revue passieren und sprachen über die neue Serie. Von links VfB-Vorstandsmitglied Mario Ramming, BSC-Trainer Alexander Stamm, 08-Torwart Ssam Kern, VfB-Vorstandsmitglied Mathias Kodisch, Moderator Andreas Bär, ATS-Trainer Ingo Walther und Katschenreuths Coach Detlef Zenk. Foto: Werner Reißaus
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Der VfB Kulmbach hatte am Sonntagvormittag zum Altstadtfest-Sportlerstammtisch geladen. Vor dem "Weißen Turm" standen Trainer und Funktionäre von fünf Kulmbacher Stadtvereinen Moderator Andreas Bär Rede und Antwort. Detlef Zenk, Trainer des einzigen Kulmbacher Bezirksligisten VfR Katschenreuth definiert "Erfolg" nicht allein an der Spielklasse, sondern vor allem durch eine funktionierende Vereinsstruktur und die Identifikation der Mitglieder und Anhänger mit dem Verein. "Für uns in Katschenreuth ist es schon wichtig, in der Bezirksliga zu spielen. Wir hätten auch gerne mehr Geld, würden es aber nicht den Spielern geben, sondern gerne noch was im Umfeld verbessern. Wir haben keine guten Trainingsbedingungen und würden gern einen Kunstrasenplatz bauen."

Der Aufstieg in die Bezirksliga und der Klassenerhalt in dieser Spielklasse sei keine Selbstverständlichkeit, meint Zenk: "Wir müssen in jedem Training und Spiel an die Grenzen gehen. Wenn ich sehe, wie die Konkurrenz im Hofer und Bayreuther Bereich wieder aufrüstet, dann wird die kommende Saison wieder schwer werden. Aber wir haben momentan einen riesen Flow, den ich allen anderen Vereinen auch wünsche, im Vereinsleben und hoffen auf einen guten Saisonstart wie vor einem Jahr."

Mit Torjäger Christopher Wohlfart hat der VfB Kulmbach nach Ansicht von Andi Bär seine "Überlebensgarantie für die Kreisklasse" zurückgeholt.

Die Ziele des VfB

Vorstandsmitglied Mathias Kodisch vom A-Klassen-Meister VfB Kulmbach freut sich auf die Kreisklasse und darüber, dass es im Verein wieder läuft. "Es war fast so weit, dass wir die Fußballabteilung zusperren mussten. Das neue Team funktioniert momentan aber sehr gut, wir versuchen viel. Es geht nicht immer alles so schnell, wie man will, aber wir haben uns das Ziel gesetzt, in zehn Jahren wieder einen ganz gesunden Verein zu haben."

Über den ATS wusste Andreas Bär, dass "ein Verein im Kleinziegenfelder Tal" - der SCW Obermain mit dem früheren ATS-Trainer Florian Ascherl - am liebsten drei Viertel der Mannschaft des ATS geholt hätte. Ingo Walther, der in der Winterpause vom Verein als Spielertrainer zurückgeholt wurde, aber den Abstieg in die Kreisliga auch nicht verhindern konnte, sagt: "Die Mannschaft hat in der Rückrunde Charakter gezeigt und alles in die Waageschale geworfen. Dass wir dann im Relegations-Spiel gegen Mistelgau nicht das abgerufen haben, was wir in der Rückrunde gemacht haben, das war für mich eine persönliche Enttäuschung."

Zieht Mistelbach zurück?

Den Gang in die Relegation hätte der TSV Mistelbach dem ATS ersparen können, meint Walther, denn laut Informationen des ATS-Trainers wird der TSV sein Team nach acht Abgängen mangels Personal aus der Bezirksliga zurückziehen. Der als Nachfolger von Markus Taschner eingeplante Spielertrainer Daniel Heißenstein hat vor einer Woche sein Amt wieder zur Verfügung gestellt. ATS-Coach Ingo Walther: "Daran sieht man die Probleme, die der Fußball gegenwärtig generell hat. Es sind Warnzeichen da und wir müssen höllisch aufpassen, dass diese Spirale nicht nach unten weitergeht." In der Kreisliga sieht Ingo Walther seinen ATS Kulmbach nicht als Favorit. "Es wird eine schwierige Aufgabe für uns".

Freude aufs Stadtderby

Freuen dürfen sich die Fußballfans auf das Stadtderby am Freitag, 17. Juli, zwischen dem TSV 08 und dem ATS Kulmbach, das zugleich das Eröffnungsspiel der Kreisliga ist. 08-Torwart und stellvertretender Fußballabteilungsleiter Sam Kern sagte: "Ein Stadtderby ist immer etwas Besonderes, vor allem an einem Eröffnungsspiel. Wir sind als Aufsteiger natürlich Außenseiter, wollen aber den ATS ärgern." Verstärkung erhält das Team des neuen Trainers Matthias Nagel durch sechs Jugendspieler.

Erfolg der Kameradschaft

Alexander Stamm hat den BSC Kulmbach nach einer spannenden Saison in der A-Klasse 6 wieder in die Kreisklasse geführt. Lange Zeit sah der TSV Ködnitz wie der kommende Meister aus, wurde am Ende aber nur Dritter.

Entscheidend für den Erfolg seiner Blaicher war laut Stamm, dass die A-Jugendspieler systematisch in die 1. Mannschaft eingebaut wurden: "Sie haben für ihre Entwicklung eine Zeit gebraucht und waren nun in dieser Saison so weit. Ich freue mich riesig über den Aufstieg, wir haben ihn auch verdient." Laut Stamm war es ein "Erfolg der Kameradschaft".

Angesprochen wurden auch die Probleme in der Nachwuchsarbeit, die ohne Spielgemeinschaften nicht mehr zu lösen seien.

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