Kirchleus
Motorsport

Christopher Haase: Gewagt, aber nicht gewonnen

Christopher Haase kämpft beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps vergeblich um die Wiederholung seines Vorjahressieges.
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Der Audi R8 LMS von Haase, Winkelhock und Vervisch beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. Foto: Kräling Motorsport-Bild GmbH
Der Audi R8 LMS von Haase, Winkelhock und Vervisch beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. Foto: Kräling Motorsport-Bild GmbH
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Christopher Haase hat seinen Vorjahressieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (Belgien) nicht wiederholen können. Beim anspruchsvollsten und wohl am härtesten umkämpften GT3-Rennen der gesamten Saison musste sich der Audi-Pilot aus Kirchleus gemeinsam mit seinen Fahrerkollegen Frédéric Vervisch (Belgien) und Markus Winkelhock mit Platz 4 begnügen.

Nicht weniger als 63 Teams standen in diesem Jahr am Start, darunter auch der Audi R8 LMS
mit der Startnummer 25 des Audi Sport Team Saintéloc mit Haase, Vervisch und Winkelhock. Trainingseinheiten und die Qualifikationsrennen liefen für das Trio bestens, das Sainteloc-Team platzierte den Audi R8 LMS durchgehend ganz weit vorne. Im kombinierten Qualifying-Ergebnis war man überhaupt schnellster Audi. Markus Winkelhock fuhr den Boliden in der entscheidenden Qualifikation auf Rang 7, was nach der Strafversetzung eines Mitbewerbers zu Startplatz 6 führte.
Das Rennen selbst entwickelte sich dann mit zunehmender Dauer für Christopher Haase und seine Teamkollegen immer besser: "Wir hatten zu Beginn ein wenig Pech mit den Gelb- und Safety-Car-Phasen, aber wir haben uns davon nicht irritieren lassen und konzentriert weitergearbeitet", berichtet der 30-Jährige.

Ab Mitternacht lief es dann immer besser. "Wir waren ständig zwischen 5 und 10 platziert", so Haase. "Am Sonntagvormittag zeichnete sich schließlich ab, dass wir auch in diesem Jahr die Chance haben, um den Sieg kämpfen zu können."

Am Ende riskierte man beim Audi Sport Team Saintéloc alles, um mit geschickter Boxenstopp-
Strategie und einer gewagten Sprit-Kalkulation vielleicht doch noch den Vorjahressieg wiederholen zu können. "Es ist leider nicht ganz aufgegangen", bedauert Christopher Haase, der aber über Platz 4 nicht unzufrieden war. "Als Vorjahressieger hierher zu kommen und erneut um den Sieg zu kämpfen zeigt, dass wir sehr viel richtig gemacht haben. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - und nächstes Jahr greifen wir bestimmt wieder an."

Auf den ersten beiden Plätzen lagen BMW M6. Der Sieg ging an Tom Blomquist, Christan Krognes und Philipp Eng vom Team Walkenhorst Motorsport vor Alexander Sims, Jens Klingmann und Nicky Catsburg (Rowe Racing) und Kelvin van der Linde, Sheldon van der Linde und Jeffrey Schmidt im Audi R8 LMS des Teams Montaplast by Land Motorsport.

Einen Sieg gab es für Haase, Vervisch und Winkelhock in Spa-Francorchamps aber dennoch, denn sie gewannen die Wertung der "Intercontinental GT Challenge".
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