Kulmbach
Fußball-Kreisliga

Fußball-Kreisliga: Das Kulmbacher Trio unter der Lupe

Nur drei der 15 Vereine der Kreisliga 2 kommen aus Kulmbach. Wir haben den FC Neuenmarkt, FC Kupferberg und TSV Neudrossenfeld II unter die Lupe genommen.
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Neuer Torjäger für den FC Neuenmarkt: Michael Hamacher (links, hier noch im Stadtsteinacher Trikot 2016 gegen den Neudrossenfelder Gregor Opfermann) kommt vom TSV Neudrossenfeld II.  Foto: Monika Limmer
Neuer Torjäger für den FC Neuenmarkt: Michael Hamacher (links, hier noch im Stadtsteinacher Trikot 2016 gegen den Neudrossenfelder Gregor Opfermann) kommt vom TSV Neudrossenfeld II. Foto: Monika Limmer
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Wenn am Wochenende die Saison 2018/19 in der Fußball-Kreisliga 2 des Spielkreises 1 startet, ist der Landkreis Kulmbach weiter unterrepräsentiert. Wie schon im Vorjahr kommen nur drei Vereine aus der Region, die zwölf übrigen aus dem Bayreuther Raum.
Neu im Kulmbacher Trio sind neben dem etablierten FC Kupferberg der Bezirksliga-Absteiger TSV Neudrossenfeld II und der Kreisklassen-Meister FC Neuenmarkt, der nach 13 Jahren in die höchste Spielklasse auf Kreisebene zurückkehrt.

Nicht mehr dabei ist Absteiger TSV Stadtsteinach - und überraschend auch der VfB Kulmbach. Obwohl die Metzdorfer sportlich in der Relegation den Klassenerhalt gegen den Kreisklassen-Dritten TSV 08 Kulmbach geschafft hatten, zogen sie sich freiwillig in die A-Klasse zurück (wie berichtet). Nach dem personellen Aderlass stuften die VfB-Verantwortlichen ihr Team als nicht mehr konkurrenzfähig ein.

Der Neuenmarkter Spielertrainer Florian Schlegel hätte den VfB gerne in der Liga gehabt: "Ich finde es schade, wenn so ein Traditionsverein sein Team abmelden muss."
Direkt absteigen werden in dieser Kreisliga-Saison zwei Mannschaften, ein Team muss in die Relegation.


FC Neuenmarkt

Der FC Neuenmarkt feierte zuletzt zwei Meisterschaften in Folge. FC-Spielertrainer Florian Schlegel sagt: "Es war nicht leicht, aufzusteigen. Meine Mannschaft hat aber eine tolle Leistung gezeigt, die wir ausgiebig gefeiert haben. Doch in der Kreisliga geht es vor allem im Bereich der Athletik ganz anders zur Sache."
In den vergangenen beiden Saisons verloren die Neuenmarkter insgesamt nur sechs Pflichtspiele. Eine Zahl, die in dieser Saison wahrscheinlich deutlich höher ausfallen wird: "Wir müssen uns umstellen und davon ausgehen, dass es in der Kreisliga nicht einfach so weitergeht", warnt Schlegel. Wichtig sei, "auch nach deutlichen Niederlagen einen kühlen Kopf zu behalten", um am Ende "die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln".
Dafür hat sich der FC personell verstärkt. Mit Michael Hamacher (TSV Neudrossenfeld) kommt ein erfahrener Torjäger, den Schlegel noch aus Stadtsteinacher Zeiten kennt. Zudem stoßen mit Sascha Graf (FC Ludwigschorgast), Sebastian Kolb, Andre Schuster (beide TSV Neudrossenfeld U19) und Patrick Buß (eigene Jugend) hoffnungsvolle Talente zum FC. Im ersten Kreisliga-Spiel seit 13 Jahren gastieren die Neuenmarkter am Sonntag beim SV Weidenberg.
Trainer: Florian Schlegel (wie bisher). - Neuzugänge: Hamacher (TSV Neudrossenfeld), Kolb, Schuster (beide TSV Neudrossenfeld U19), Graf (FC Ludwigschorgast), Buß (eigene Jugend). - Abgänge: keine. - Saisonziel: Klassenerhalt. - Favoriten: SV Weidenberg, TSV Bad Berneck, TSV St. Johannis Bayreuth, FC Kupferberg.


FC Kupferberg

Nach einer überzeugenden Rückrunde geht der FC Kupferberg in sein zweites Kreisliga-Jahr nach dem Aufstieg 2016. Für Alexander Weber ist es die dritte Saison als FC-Trainer. Der 47-Jährige möchte mit seiner Mannschaft erneut die Klasse halten: "Ein einstelliger Tabellenplatz wäre ein zufriedenstellendes Ergebnis." Weiter oben mitzuspielen wird für den FC wohl schwer, weil mit Florian Mösch (TSV 08 Kulmbach) und Abwehrchef Andreas Seidl (pausiert) zwei wichtige Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit Marc Vogel (pausierte zuletzt) und Christoph Dünkel (eigene Jugend) haben die Kupferberger zwar Ersatz, doch werden beide Seidl und Mösch so schnell wohl nicht ersetzen können.
Dass in der Kreisliga fast nur noch Bayreuther Vereine sind, stört Alexander Weber nicht: "Einige Derbys mehr wären natürlich schön gewesen. Trotzdem ist die Liga sportlich weiterhin sehr attraktiv. Außerdem hatten wir vergangene Saison zum Beispiel im Derby gegen den VfB auch nicht mehr Zuschauer als sonst."
Zum Auftakt erwarten die Bergstädter am Sonntag den USC Bayreuth.
Trainer: Alexander Weber (wie bisher). - Zugänge: Dünkel (eigene Jugend), Vogel (pausierte zuletzt). - Abgänge: Mösch (TSV 08 Kulmbach), Seidl (pausiert). - Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz. - Titelfavoriten: TSV St. Johannis Bayreuth, SV Weidenberg.


TSV Neudrossenfeld II

Beim TSV Neudrossenfeld II wurde Trainer Mario Franke durch Uwe Raster ersetzt. Der 48-jährige frühere Spieler des ATS Kulmbach, der Anfang der vergangene Spielzeit noch beim Kreisligakonkurrenten FC Creußen auf der Trainerbank saß, freut sich auf seine neue Aufgabe bei der Landesliga-Reserve: "Ich bin in Neudrossenfeld wieder gut angekommen", sagt Raster, der in der Saison 2014/15 bereits Co-Trainer der Landesliga-Mannschaft des TSV war. Die Reserve habe den Abstieg sehr gut verkraftet, glaubt der neue Coach: "Die Vorbereitung ist hart, aber sie läuft. Die Jungs ziehen alle sehr gut mit, inklusive unserer Neuzugänge." Denn der Kader der Landesliga-Reserve hat sich trotz des Abstiegs eher verbessert als verschlechtert. Mit Moritz Praschil, Tom Schindler (beide SV Weidenberg), Alexander Streng (ATS Kulmbach), Torwart Eric Wehrle (Sportring Bayreuth) und Rückkehrer Flavio Vogel (TSV Mistelbach) kommen fünf hoffnungsvolle Talente zum TSV. Zudem wurde mit Max Wolharn (TSV Stadtsteinach) ein erfahrener Innenverteidiger verpflichtet. Dem gegenüber steht mit Ali Onarici (Vatanspor Kulmbach) nur ein Abgang: "Dass wir trotz des Abstiegs so eine tolle Mannschaft aufbieten können, ist keine Selbstverständlichkeit und spricht dafür, dass der TSV Neudrossenfeld sehr gut strukturiert ist", sagt Uwe Raster, der seinem Team einen Platz unter den besten Fünf zutraut. Das erste Saisonspiel führt die Neudrossenfelder "Reserve" am Sonntag zu Saas Bayreuth II.
Trainer: Uwe Raster (zuletzt FC Creußen). - Zugänge: Praschil, Schindler (beide SV SV Weidenberg), Streng (ATS Kulmbach), Vogel (TSV Mistelbach), Wehrle (Sportring Bayreuth), Wolharn (TSV Stadtsteinach). - Abgang: Onarici (Vatanspor Kulmbach). - Saisonziel: Platz 1 bis 5. - Titelfavoriten: TSV Bad Berneck, TSV St. Johannis Bayreuth, BSC Saas Bayreuth II.
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