Ludwigschorgast
Leichtathletik

Frankenwaldlauf: Der Sieger sagt nur "beautiful"

Der 32. Frankenwaldlauf der LG Ludwigschorgast lockt bei besten Bedingungen 120 Starter. Der Sieg geht nach Eritrea.
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Ein Lauf-Genuss beim Frankenwaldlauf ist vor allem die Trail-Passage durch den Wald. Foto: Michael Kraus
Ein Lauf-Genuss beim Frankenwaldlauf ist vor allem die Trail-Passage durch den Wald. Foto: Michael Kraus
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Der ASV Triathlon Kulmbach hat beim 32. Frankenwaldlauf der LG Ludwigschorgast den Mannschaftspokal, ein Zehn-Liter-Bierfass mit Inhalt, verteidigt. Auch der überragende Gesamtsieger der anspruchsvollen Elf-Kilometer-Strecke, Goytom Maru (40:38 Minuten), kommt aus den Reihen des ASV Triathlon Kulmbach.

Die äußeren Bedingungen hätten für einen Spätherbstlauf im Frankenwald kaum besser sein können, denn es war kühl und trocken. Das Salz in der Suppe bei diesem Volkslauf war jedoch ein mit Wurzeln und Steinen gespickter Trailabschnitt durch den Wald.

Auf dem Sportgelände des FC Ludwigschorgast gab Bürgermeisterin und Schirmherrin Doris Leithner-Bisani das Startsignal für die knapp 120 Ausdauersportler, die drei verschiedene Strecken in Angriff nahmen.

Spannend gestaltete sich das Rennen im Hauptlauf über elf Kilometer, wobei 230 Höhenmeter zu bewältigen waren. Felix Mayerhöfer (DJK Dasswang) und der Eritreer Goytom Maru waren auch auf dem Trailabschnitt zwischen Kilometer 4 und 5 pfeilschnell unterwegs. Mit etwa 20 Sekunden Rückstand folgte ihnen Johannes Haueis (SGB Stadtsteinach).

Beim Bergablaufen nach sieben Kilometern fiel die Entscheidung. Während der 26-jährige Nordostafrikaner Goytom Maru nochmals einen Zahn zulegte, musste Felix Mayerhöfer abreißen lassen. Der Koch aus Hermes, Johannes Haueis, witterte jetzt seine Chance und kämpfte sich Meter um Meter an Mayerhöfer heran.

Unangefochten überquerte Goytom Maru nach glänzenden 40:38 Minuten als Gesamtsieger die Ziellinie vor Haueis (41:15) und Mayerhöfer (42:05). Für Felix Mayerhöfer, Lehrer an der Siegmund-Loewe-Schule in Kronach, war es die erste Teilnahme beim Frankenwaldlauf. Sein Resümee im Ziel: "Diese Laufstrecke hat schon was Besonderes und hebt sich von den üblichen Veranstaltungen ab."

Auch für Goytom Maru, der als Asylbewerber in Neunemarkt lebt, war es die Premiere beim Frankenwaldlauf: Sein Kommentar: "Beautiful!"

Siegerin aus Plauen

Im Damenwettbewerb siegte Jana Richter (LATV Plauen) überlegen in 50:04 Minuten vor Kristina Sendel (NKD Laufteam/51:58) und Anne Böhner (ohne Verein/53:32). Richter, die ebenfalls erstmals beim Frankenwaldlauf am Start war, lobte die Organisation: "Ich bin übers Internet auf den Lauf aufmerksam geworden und suche mir besonders Veranstaltungen heraus, die unter einem familiären Flair durchgeführt werden. Großveranstaltungen mit mehreren hundert Teilnehmern mag ich nicht."

Den Steini-Funlauf über hügelige fünf Kilometer dominierten die 17-jährige Verena Goldfuß (ohne Verein) in respektablen 19:13 Minuten und Harald Schricker (SGB Stadtsteinach) in 20:23 Minuten.

Mit deutlichem Vorsprung gewann zum wiederholten Mal der ASV Triathlon Kulmbach (2:13:48 Stunden) den Mannschaftswettbewerb um den Preis der Kulmbacher Brauerei in der Besetzung Goytom Maru, Carsten Friedmann und Phillip Schröppel vor der SGB Stadtsteinach (2:21:12) und dem NKD Laufteam (2:40:36).

Der Sieg bei den Damen ging an das NKD Laufteam (3:05:44 Stunden) in der Besetzung Kristina Sendel, Ulrike Lex und Ines Uhlmann. Auf den Plätzen folgten die SGB Stadtsteinach (3:22:34 Stunden) und die LG Ludwigschorgast (4:16:08 Stunden).

Bei der Siegerehrung im Sportheim des FC Ludwigschorgast wurde unter anderem der älteste Teilnehmer, Alfred Zach (TS Lichtenfels/83 Jahre), geehrt. Als teilnehmerstärkster Verein mit 16 Athleten erhielt das NKD Laufteam 100 Euro.

Alle Ergebnisse gibt es im INternet unter www.lg-ludwigschorgast.de.

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