Laden...
Kasendorf
Fußball

Fall Kasendorf II ist einmalig in Bayern

Dem Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses, Josef Janker, ist aus seiner dreijährigen Amtszeit nichts Vergleichbares bekannt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Noch immer ist nicht klar, ob Kasendorf II (blaue Trikots) oder Thurnau (schwarz-weiß) nächste Saison in der Fußball-Kreisklasse 2 Bamberg spielen muss.  Foto: Herbert Georgius
Noch immer ist nicht klar, ob Kasendorf II (blaue Trikots) oder Thurnau (schwarz-weiß) nächste Saison in der Fußball-Kreisklasse 2 Bamberg spielen muss. Foto: Herbert Georgius
+1 Bild

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 

Der Fall des SSV Kasendorf, der dagegen Beschwerde eingelegt hat, dass seine zweite Mannschaft in die Fußball-Kreisklasse 2 Bamberg versetzt werden soll, ist offenbar einmalig in Bayern. Dem Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses, Josef Janker, ist aus seiner dreijährigen Amtszeit nichts Vergleichbares bekannt. "Wir sind immer bemüht zu schlichten, und es ist bisher stets gelungen, im Einvernehmen eine Lösung zu finden", so der BFV-Funktionär aus dem Landkreis Cham.

Rückblende: Kreisspielleiter Manfred Neumeister hielt sich bei seiner Einteilung an den Beschluss der Vereine, in 16er-Ligen zu spielen, und machte von der Möglichkeit Gebrauch, im Spielkreis 1 Bamberg/Bayreuth-Kulmbach Verschiebungen vorzunehmen. Kasendorf indes wurde Ende Juni von der Planung des Spielleiters überrascht und legte Beschwerde ein, wie es die Rechts- und Verfahrensordnung des BFV vorsieht.
Weite Fahrten und keine Zuschauer, wirtschaftlich eine Katastrophe, so die Begründung.

Inzwischen ist über ein Monat ins Land gegangen, und es gibt immer noch keine Klarheit. Der Bezirksspielausschuss entschied zweimal gegen Kasendorf, eine Schlichtung in Trebgast verlief ergebnislos. Involviert ist nun aber auch der TSV Thurnau, der ähnliche Entfernungen nach Bamberg hätte wie Kasendorf.

Die Entscheidung liegt jetzt beim Bayerischen Fußballverband in München. Der Verbandsspielausschuss gab mit Zustimmung des Präsidenten den Fall an das Verbandssportgericht weiter, um keine Zeit mehr zu verlieren: Denn am Wochenende soll ja Fußball gespielt werden. "Es wird entscheiden, ob Kasendorf ordnungsgemäß eingeteilt worden ist. Und dann ist Schluss", so Josef Janker, der jedoch kein Hehl aus seiner Enttäuschung über das Ergebnis der Schlichtung macht. Von dem Treffen in Trebgast hätte er sich mehr erwartet, nachdem ihm von verschiedenen Seiten signalisiert wurde, dass man das Problem aus der Welt schaffen könne. Sonst hätte er nicht zugestimmt, dass man die Urlaubswoche des Kreisspielleiters noch abwartet. Er vertritt die Auffassung, dass ein Problem vor Ort eher gelöst werden könne als von einer höheren Instanz aus, die die Gegebenheiten nicht kennt.

Warum die Schlichtung nicht geklappt hat, darüber wolle er nicht spekulieren. Janker: "Das ist auch nicht meine Baustelle, aber hier hat man dem Fußball einen Bärendienst erwiesen, das hätte besser laufen können."
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren