Kulmbach
Fußball

Erneuter Trainerwechsel beim ATS Kulmbach: Walther geht, Hohla übernimmt

Der Kreisligist ATS Kulmbach hat sich nach dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz für einen Trainerwechsel entschieden.
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Vergeblich hat Ingo Walther (rechts) versucht, den ATS Kulmbach wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Nun endet seine Zeit als Trainer des Kreisligisten abrupt.  Foto: Monika Limmer
Vergeblich hat Ingo Walther (rechts) versucht, den ATS Kulmbach wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Nun endet seine Zeit als Trainer des Kreisligisten abrupt. Foto: Monika Limmer

Nach der Saison 2017/18 herrschte beim ATS Kulmbach eitel Sonnenschein. Das Team hatte die vierte Bezirksliga-Spielzeit in Folge auf einem einstelligen Tabellenrang abgeschlossen. Doch nach diesem fünften Platz gab es kaum noch positive Nachrichten aus dem ATS-Lager. In der Folgesaison stiegen die Kulmbacher in der Relegation aus der Bezirksliga ab und finden sich in der laufenden Kreisliga-Spielzeit auf einem Abstiegsplatz wieder. Nach zuletzt vier Spielen ohne Punkt zogen die Vereinsoffiziellen die Reißleine und trennten sich von Trainer Ingo Walther.

In einer Vereinsmeldung heißt es: "Die Vereinsführung hat nicht das Gefühl, dass Ingo Walther die Mannschaft auf die Erfolgsspur zurückbringen kann, und sieht sich daher gezwungen, zu handeln." Walther hatte das Traineramt im Januar 2019 übernommen. Trotz des Bezirksliga-Abstiegs blieb er Coach - "aufgrund seiner Erfahrung und der einst erlangten Erfolge mit dem ATS Kulmbach" heißt es in der Mitteilung.

Zum zweiten Mal ATS-Trainer

Walther hatte die erste Mannschaft in seiner ersten Phase als Spielertrainer (2012 bis 2014) von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga geführt. Nun trennte sich der ATS zum zweiten Mal vom Ex-Profi - und das kam für ihn doch überraschend.

"Ich kann mir nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben", sagt Walther. "Aber die Umstände beim ATS waren sehr schwierig." Zum einen sei der Kader mit 16 Spielern (inklusive des 49-jährigen Walthers) sehr klein, zum anderen habe das Team immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen gehabt. Zudem sei ein geordneter Trainingsbetrieb wegen beruflichen und schulischen Verpflichtungen der Spieler nicht möglich gewesen. "Und das ist auch die Ironie an meiner Entlassung", sagt Walther. "Wie soll ich denn die Spieler erreichen, wenn teilweise nur vier bis sechs beim Training sind? Und wenn sich dann noch andere Kleinigkeiten summieren und der Erfolg ausbleibt, geht auch die Motivation des Teams irgendwann nach unten."

Der 49-Jährige glaubt dennoch, dass die Mannschaft einen weiteren Abstieg vermeiden kann. Er will seine Entlassung beim ATS nun erst einmal sacken lassen.

Vierter Trainer in zwölf Monaten

Der Nachfolger für Walther bei den Kulmbachern steht schon fest: Florian Hohla wird ab sofort Spielertrainer. Der 39-Jährige spielt seit dem Jahr 2010 für den ATS und sammelte zuvor mit dem TSC Mainleus, dem TSV Trebgast und dem SSV Kasendorf Erfahrungen auf Bezirksebene. Für den TSV Neudrossenfeld spielte er eine Saison in der Landesliga. Hohla kennt die Strukturen im Verein: Vor drei Jahren übernahm er beim ATS das Amt des Sportlichen Leiters. Die Arbeitsanweisung an Hohla steht in der Vereinsmeldung: "Mit seiner Erfahrung im Verein, dem persönlichen Zugang zu den Spielern und der Vita als Fußballer soll Florian Hohla die Mannschaft wieder in die richtigen Bahnen leiten."

Ob mit Hohla auch wieder Konstanz auf der Trainerbank einkehrt? Der 39-Jährige ist innerhalb der vergangenen zwölf Monate nach Vitor do Adro, Ralf-Werner Ohnemüller und Walther bereits der vierte Coach.

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