Kulmbach
Burggeflüster

Die Hoffnung auf den Netz-Frieden

Hass und Hetze haben Hochkonjunktur. Man ist immer mehr erschrocken und angewidert.
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Der EU-Generalanwalt schürt erhebliche Zweifel an der Basis für den Datentransfer zwischen Europa und den USA - so wie ihn etwa Facebook betreibt.  Alastair Pike, afp
Der EU-Generalanwalt schürt erhebliche Zweifel an der Basis für den Datentransfer zwischen Europa und den USA - so wie ihn etwa Facebook betreibt. Alastair Pike, afp

Am Heiligen Abend zieht es viele wieder in die Kirche, für die meisten wohl der einzige Gottesdienst-Besuch des Jahres. Da hören wir die Botschaft des Miteinanders, des Friedens und der Nächstenliebe.

Ob wenigstens heute mal Frieden im Netz herrscht? Wohl kaum. Was schert Trolle, Hetzer und Verschwörungstheoretiker der Geburtstag Christi? Wäre es doch nur Schmarrn, der da durchs weltweite Netz rauscht. Immer unerträglicher wird die Aggression im Internet. Hass und Hetze haben Hochkonjunktur. Man ist immer mehr erschrocken und angewidert.

Verschanzt hinter dem Computer-Bildschirms und feige versteckt hinter Pseudonymen, schreien viele Computer-Trolle ihre Wut auf "Gutmenschen", Anders-Denkende, Anders-Gläubige oder Anders-Ausse hende in die Welt hinaus. Mit bösen Worten, Grafiken oder Filmchen. In Sekundenschnelle verbreitet sich die eigene Wahrheit über Whats-App-Gruppen oder andere @soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram. Wenn schon Halbwissen gefährlich ist, was ist dann Nichtwissen?

Auch die Trumps, Johnsons und Orbans dieser Welt nutzen das Netz, um zu polarisieren und zu spalten. Die Risse in der Gesellschaft - sind sie noch zu kitten?

Die Hoffnung auf versöhnlichere Zeiten soll man ja nie aufgeben - schon gar nicht an Weihnachten. Deshalb: Frohes Fest auch den Hassern, Hetzern und anderen Frustrierten da draußen.

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