Kulmbach
Leichtatkletik

Debütant läuft beim Motor-Nützel-Lauf Streckenrekord

Felix Mayerhöfer von der DJK Dasswang gewinnt souverän die elfte Auflage des Kulmbacher Motor-Nützel-Laufs. Läufer sammeln 1600 Euro für wohltätige Zwecke.
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Dichtes Gedränge herrschte beim Start des elften Motor-Nützel-Laufs.  Fotos: Michael Kraus
Dichtes Gedränge herrschte beim Start des elften Motor-Nützel-Laufs. Fotos: Michael Kraus
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Einen Rekord gab es bei der elften Auflage des von der SGB Stadtsteinach mitorganisierten Motor-Nützel-Funlaufs in Seidenhof, bei dem mehr als 300 Sportler für einen guten Zweck liefen. Felix Mayerhöfer (DJK Dasswang) glänzte mit einem Streckenrekord bei seinem Debüt beim Kulmbacher Lauf. Zudem kam bei der Benefizveranstaltung eine Spendensumme in Höhe von 1600 Euro zusammen.

205 Sportler nahmen den Zehn-Kilometer-Lauf in Angriff. Der 37-jährige Felix Mayerhöfer legte trotz der warmen Temperaturen von Anfang an ein hohes Tempo vor. Er siegte deutlich in überragenden 33:48 Minuten und unterbot den Streckenrekord des Zweitplatzierten Alexander Finsel (TV Coburg), der exakt die gleiche Laufzeit (34:29 Minuten) erzielte wie im Vorjahr, um 42 Sekunden.

Mayerhöfer, der als Lehrer an der Siegmund-Loewe-Schule in Kronach arbeitet, war begeistert von der Strecke: "Der Parcours durch die Mainauen ist schön und Wendepunktstrecken mag ich sowieso. Da begegnet man sich wieder auf dem Rückweg und außerdem weiß man, was die Konkurrenz macht." Als schnellster Läufer aus der Region Kulmbach kam Alexander Ditter (ASV Triathlon Kulmbach) mit der Zeit von 36:42 Minuten auf Platz 3.

Stöcker erstmals Siegerin

Auch im Damenwettbewerb stand mit Katja Stöcker (Team Ireks Kulmbach) eine Newcomerin des Nützel-Laufs ganz oben auf dem Podest. Die 35-jährige Bayreutherin ist eigentlich Triathletin und startet für das Team Icehouse. "Dieser Lauf passte mir gut ins Konzept, da ich im Oktober den Frankfurt-Marathon laufen möchte", sagte Stöcker. "Ich bin heute taktisch gelaufen und mit meiner Zeit von 43:36 Minuten sehr zufrieden. "

"Mir steckt noch ein Mitteldistanz-Triathlon in Österreich in den Beinen", sagte Nadja Lindner vor dem Start. Dennoch schlug sich die 38-jährige Willmersreutherin beachtlich und wurde in guten 44:15 Minuten Gesamtzweite.

Denkbar knapp fiel die Entscheidung um den dritten Platz im Gesamtklassement aus. Sina Schubert (LG Ludwigschorgast) war Marina Medynska dicht auf den Fersen, doch die Bayreutherin behauptete in 47:01 Minuten den Bronzerang. Die Ludwigschorgasterin folgte zwei Sekunden dahinter.

82-Jähriger ist nicht zu stoppen

Beim Jugendlauf über zwei Kilometer kämpften 44 Starter um Platz 1. Mit starken Laufzeiten holten sich der zehnjährige Noah Möller (TSV Staffelstein/7:30 Minuten) und die elfjährige Anna Brugger (MGF Gymnasium Kulmbach/8:23 Minuten) den Sieg.

Auf der Nordic-Walking-Strecke über zehn Kilometer (53 Starter) waren der 82-jährige Anton Wartha (SGB Stadtsteinach/1:12:08 Stunden) und Anja Böhner (1:24:08 Stunden) als Erste im Ziel.

Bei der Siegerehrung wurden nicht nur die Erstplatzierten im Gesamtklassement ausgezeichnet, sondern auch die Altersklassen-Podestplätze. Preise gab es zudem für die drei teilnehmerstärksten Nordic-Walking-Gruppen: Fortuna Untersteinach, SV Weidenberg und Naturfreunde Kulmbach.

Große Freude herrschte bei der AWO Kindertagesstätte Herbert Kneitz in Wirsberg und der Rummelsberger Diakonie.

Diese beiden Einrichtungen teilten sich die von den Läufern gesammelte Spendensumme. "Jetzt können wir unseren Migrantenkindern mit der Anschaffung von mehrsprachigen Bilderbüchern das Einleben erleichtern und auch etwas für ihre Bildung tun", sagte die Inklusionsbeauftragte der Kita Wirsberg, Silke Imeri. Corinna Lorz und Lars Etzold von der Rummelsberger Diakonie werden das Geld für sozial schwache Kinder der LG Fassoldshof nutzen, "damit sie auch mit einer guten Sportausrüstung Sport treiben können".



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