Neudrossenfeld
Fußball

Das große Plus des TSV Neudrossenfeld ist die mannschaftliche Geschlossenheit

Der TSV Neudrossenfeld setzt in der kommenden Landesliga-Saison auf bewährte Kräfte und hat den Kader nur punktuell ergänzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf den Sprung in die neue Saison: Landesligist TSV Neudrossenfeld hat das Training nach kurzer Sommerpause wieder aufgenommen.  Fotos: Peter Mularczyk
Auf den Sprung in die neue Saison: Landesligist TSV Neudrossenfeld hat das Training nach kurzer Sommerpause wieder aufgenommen. Fotos: Peter Mularczyk
+1 Bild
Ein kurzes Aufwärmprogramm, dann ruft Werner Thomas die Spieler zu sich. Im Kreis versammelt sich das Landesliga-Team des TSV Neudrossenfeld um seinen Trainer. "Ihr müsst wieder eine eingeschworene Einheit sein, zusammenhalten", sagt der 47-Jährige. "Nur so können wir in dieser sehr leistungsstarken, aber auch sehr interessanten Liga unsere Ziele erreichen.

Es verwundert nicht, dass Thomas gleich zu Beginn des Auftakttrainings diese Worte wählt. In der Vorsaison war genau diese mannschaftliche Geschlossenheit die große Stärke der Neudrossenfelder. Ausfälle wurden durch Teamgeist kompensiert, jeder kämpfte für den anderen auf dem Platz. Für den Zusammenhalt in der Mannschaft spricht auch, dass nur Ersatzkeeper Lukas Reuther den Verein, bei dem in den Vorjahren noch eine hohe Fluktuation geherrscht hatte, verlassen hat. "Das ist der Weg, den wir in Neudrossenfeld gehen wollen", sagt Thomas. "Wir wollen mit Spielern aus der Umgebung mittelfristig etwas aufbauen."


Fünf Neuzugänge

In dieses Konzept passen auch die fünf Neuzugänge. Der namhafteste ist Simon Ruß. Der 23-Jährige hatte sich in der Saison 2014/15 auf Anhieb zum Stammspieler bei der SpVgg Bayreuth in der Regionalliga entwickelt - doch dann folgte eine fast dreijährige Leidenszeit mit schweren Knieverletzungen. Ruß absolvierte in den Folgejahren nur wenige Spiele. Zuletzt kam er in zwei Spielzeiten bei seinem Heimatverein SV Memmelsdorf nur auf 23 Einsätze. "Simons Knie hält wieder, das ist das wichtigste", sagt Thomas. "Er ist im Defensivbereich sehr flexibel einsetzbar und wird uns weiterbringen."

Auf mehren Positionen einsetzbar ist auch Bas Peeters - allerdings im Mittelfeld. Der 20-jährige Ex-Altstädter soll die Neudrossenfelder weniger ausrechenbar für die Gegner machen. Zudem schlossen sich die Perspektivspieler Gianluca Mehlhorn - der Torhüter soll mit Tobias Grüner um die Position des Stammkeepers kämpfen -, Tim Majczna und Jannik Hannemann dem TSV an. Das Trio trug zuletzt das A-Jugend-Trikot der SpVgg Bayreuth und will nun im Seniorenbereich durchstarten.


20 Feldspieler und zwei Torhüter

Somit zählt der Landesligakader der Neudrossenfelder 20 Feldspieler und zwei Torhüter. Auf der Suche nach weiteren Neuzugänge ist der TSV aktuell nicht. "Die Wechselfrist endet ja erst im August", sagt Thomas. "Wir schauen genau hin, werden aber nur aktiv, wenn ein Spieler die nötige Qualität mitbringt und auch menschlich zu uns passt."

Der Trainer hat Vertrauen in seinen Kader und geht optimistisch in die viereinhalbwöchige Vorbereitungsphase, erwartet von seiner Mannschaft aber auch, dass sie voll mitzieht. Denn die Ziele sind hoch: In seiner vierten Saison bei den Neudrossenfeldern will Thomas mit seinem Team wieder "oben mitspielen". In der Vorsaison hatte sich der TSV frühzeitig den vierten Platz gesichert, in dieser Tabellenregion will er sich etablieren. Und das ist eine schwere Aufgabe, schließlich hat die Landesliga Nordost mit den Aufsteigern FC Herzogenaurach, FC Eintracht Bamberg, FC Vorwärts Röslau, FC Coburg nochmals an Qualität gewonnen. "Auf die Duelle mit diesen Vereinen freue ich mich besonders, da sie auch zuschauerträchtig sind", sagt Thomas. "Auch ohne die Bayreuther Teams, die ja abgestiegen sind, ist die Liga für uns mit zehn oberfränkischen Vereinen sehr interessant."

Die Favoritentolle sieht der TSV-Trainer bei den Teams aus der Region Nürnberg: "Vorne werden der TSV Buch, Bayernliga-Absteiger TSV Kornburg und der SC Feucht um den Titel kämpfen. Wir wollen diese drei Topfavoriten unter Druck setzen, ihnen das eine oder andere Bein stellen und an ihnen dran bleiben - aber das wollen etwa fünf andere Teams auch." Doch der TSV Neudrossenfeld hat gerade am Anfang der Saison wohl einen Vorteil: Eine große Eingewöhnungszeit braucht das eingespielte und eingeschworene Team nicht.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren