Neudrossenfeld
Fußball-Landesliga Nordost

Das Glück ist mit Neudrossenfeld

Der TSV Neudrossenfeld besiegte im Oberfranken-Derby der Fußball-Landesliga Nordost den FC Coburg etwas glücklich mit 2:1 und behauptete Platz 2.
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Der Neudrossenfelder Florian Hoffmann (rechts) tunnelt den Coburger Adrian Guhling.   Foto: Peter Mularczyk
Der Neudrossenfelder Florian Hoffmann (rechts) tunnelt den Coburger Adrian Guhling.   Foto: Peter Mularczyk
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Viel Glück hatte der Tabellenzweite TSV Neudrossenfeld beim 2:1-Sieg im Oberfrankenderby gegen den abstiegsgefährdeten FC Coburg. Denn in der 95. Minute verpasste der Coburger Leonhard Scheler nur haarscharf den Ausgleich, TSV-Libero Hahn klärte im letzten Moment für seinen bereits geschlagenen Torwart Grüner. So blieb es beim 2:1 für den Favoriten, der diesmal nicht wieder zwei Punkte in der Nachspielzeit verlor. Was Heimcoach Werner Thomas dazu veranlasste, von einem Quäntchen Glück zu sprechen, "das uns zuletzt fehlte und das wir uns heute redlich erarbeitet haben". Der Sieg sei verdient gewesen, hätte aber schon früher festgezurrt werden müssen, monierte Werner Thomas. Und das stimmte, weil der TSV erneut gute Chancen nicht nutzte. Lattermann (7.) und Schneider (10.) verfehlten das Ziel knapp. Coburg hatte durch Adrian Guhling (34.) nur eine nennenswerte Möglichkeit.

Die Coburger standen lange Zeit unter Druck, Neudrossenfeld bestimmte eindeutig die Begegnung. Doch dann befreiten sich die Gäste mehr und mehr mit schnellen Kontern und belohnten sich mit dem Ausgleich - wobei ihnen zugute kam, dass bei den Platzherren nicht mehr alles rund lief. Es wurde zu oft quer gespielt, die Überraschungsmomente fehlten. Durchdachte Vorwärtsbewegungen blieben Mangelware. Nur Lattermann (60.) fasste sich ein Herz. Sein strammer Schuss ging aber knapp am Kasten vorbei.

Bei zwei kurz hintereinander folgenden Gegenangriffen der Coburger musste der TSV aber nochmals bangen.

Gästetrainer Lars Scheler war mit der Leistung seiner sehr jungen Truppe hochzufrieden. "Wir mussten etliche Ausfälle verkraften und bei dem guten Niveau von Neudrossenfeld eine lobenswerte Leistung bieten."

Das 1:0 resultierte aus einem Freistoß von Kolb, FC-Schlussmann Churilov faustete den Ball weg, und Schneider verwandelte reaktionsschnell mit Direktabnahme. Etwas unglücklich fiel der Ausgleich, weil der Neudrossenfelder Verteidiger Taubenreuther einen Schuss von König unhaltbar für Grüner ins eigene Tor lenkte. Schön anzusehen dagegen war der Neudrossenfelder Siegtreffer. Der agile Gareis spielte den eingewechselten Engelhardt gekonnt frei, und der vollendete mit einem überlegten Schlenzer ins lange Eck.

Trotzdem hatte man das Gefühl, die heimische Elf sei sich ihres Könnens nicht sicher. Einfache Bälle kamen nicht zum Nebenmann, und es schlichen sich immer wieder Abspielfehler ein. Der Schlusspfiff erlöste die TSV-Spieler und ihre Fans.

Coburg hatte in Tevin Mc Cullogh, Knie und G. Sener starke Kräfte, bei Neudrossenfeld überzeugten Gareis, Schelenz, Hahn und Peeters. Schiedsrichter Hertlein traf einige unerklärliche Entscheidungen.

TSV Neudrossenfeld - FC Coburg 2:1 (1:0) TSV Neudrossenfeld: Grüner - Gareis, Hahn, Lattermann, Taubenreuther, Kolb (91. Brand), Hoffmann (74. Majczyna), Möckel (57. Engelhardt), Schelenz, Schneider, Peeters.

FC Coburg: Churilov - Kimmel, Mc Cullogh, Knie (87. Schiebel), S. Sener, Kolb, Teuchert, Le. Scheler, G. Sener (83. Sam), A. Guhling, König.

Tore: 1:0 Schneider (16.),1:1 König (47.), 2:1 Engelhardt (69.). - Schiedsrichter: Hertlein (Erlangen). - Zuschauer: 150.



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