Kasendorf
Fußball

Bezirksliga Ost: Trotz vieler Ausfälle kein Jammern beim SSV Kasendorf

Der SSV Kasendorf geht ersatzgeschwächt ins Bezirksliga-Topspiel. Der VfR Katschenreuth steht vor einer hohen Hürde.
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Der SSV Kasendorf um Trainer Christoph Wächter jubelte zuletzt über sechs Siege in Folge.  Foto: Alexander Muck
Der SSV Kasendorf um Trainer Christoph Wächter jubelte zuletzt über sechs Siege in Folge. Foto: Alexander Muck

Das Spitzenspiel der Bezirksliga Ost steigt am Samstag (15 Uhr) in Selbitz: Tabellenführer SSV Kasendorf gibt seine Visitenkarte bei der fünftplatzierten SpVgg ab. Am Sonntag (15 Uhr) wartet auf den VfR Katschenreuth (10.) die schwere Aufgabe beim formstarken FC Rehau (3.).

Bezirksliga Oberfranken Ost

SpVgg Selbitz - SSV Kasendorf

Die Voraussetzungen für das Spitzenspiel bei den Kasendorfern sind nicht gut. "Es wird personell sehr eng, weil wichtige Jungs fehlen. Wir müssen fast eine komplette Mannschaft ersetzen", sagt SSV-Trainer Christoph Wächter. Neben den Langzeitverletzten Jonas Friedrich und Martin Stübinger fehlen die Auslandsstudenten Yassik Philipp und Niklas Deller sowie die Verletzen, Urlauber oder beruflich verhinderten Michael Fuchs, Dominik Schorn, Tobias Geldner und Matthias Hacker. Ein Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Jan Buchta, Patrick Dippold und Gerd Hofmann. Frank Hahn, der zum Trainerteam gehört, wird seine Fußballschuhe mitnehmen.

Doch Jammern gibt es für Wächter nicht: "Ich gehe davon aus, dass wir mit 14, 15 Spielern anreisen, die absolut in der Lage sind, die Punkte einzufahren. Es wird verdammt schwer. Aber es wäre auch schwer, wenn wir komplett wären, weil Selbitz ein guter Gegner ist." Der Landesliga-Absteiger hat nach Startschwierigkeiten in die Erfolgsspur gefunden und ließ zuletzt mit zwei Kantersiegen (7:2 gegen Mistelgau; 4:0 in Kirchenlaibach) aufhorchen und hat sich so auf Platz 5 verbessert. Wächter sieht in der SpVgg eine "absolute Spitzenmannschaft", die den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel hat. So wäre der SSV-Trainer mir einem 1:0-Sieg, wie zuletzt gegen die SpVgg Oberkotzau, sicherlich zufrieden. Nachdem die Kasendorfer in Durchgang 1 eine höhere Führung verpassten hatten, entwickelte sich am vergangenen Wochenende ein Kampfspiel. "Die Jungs haben den Kampf angenommen und wollten unbedingt gewinnen", lobt Wächter.

Er hofft auf eine ähnliche Vorstellung in Selbitz und spricht vor allem den Reservisten Mut zu: "Für die Spieler, die zuletzt wenig gespielt haben, freue ich mich richtig. Sie können nun zeigen, dass sie genauso ihre Leistung abrufen, wie es die Jungs getan haben, die nicht dabei sind." rei

FC Rehau - VfR Katschenreuth

Ein wenig trauert VfR-Trainer Detlef Zenk noch dem verschossenen Elfmeter beim Stand von 1:1 bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Trogen hinterher. "Wir haben die große Chance, in Führung zu gehen, um im Gegenzug für unsere mangelnde Chancenverwertung bestraft zu werden", sagt Zenk. "Man hat man wieder gesehen, dass wir in jedem Spiel ans Limit gehen müssen, um erfolgreich zu sein. Allerdings haben wir aktuell einige Spieler, die aus verschiedenen Gründen nicht die dafür nötigen Trainingseinheiten absolvieren können. Dann bist du eben vermehrt auf das Spielglück angewiesen." Und das meinte es mit den Katschenreuthern zuletzt nicht gut. Seit vier Spielen warten sie auf einen Sieg, schossen in dieser Zeit nur zwei Treffer, die vergangenen drei Partien gingen sogar verloren.

"Aber gerade jetzt ist es wichtig, positiv zu bleiben", sagt Zenk vor der Partie in Rehau. Die FC-Elf musste sich in dieser Saison lediglich Kasendorf geschlagen geben. Dementsprechend stark schätzt Zenk die Rehauer ein: "Sie haben die beste Defensive der Liga. Wir haben aktuell Probleme bei unserer Chancenverwertung. Zusätzlich müssen wir in der Abwehr komplett umstellen." Stammspieler wie Pascal Kolb und Florian Stübinger werden der VfR-Defensive am Wochenende fehlen. Hinter dem Einsatz von Mittelfeldstratege Hannes Michel steht ein Fragezeichen. Mit den Urlaubsrückkehrern Hannes Sahr und Christopher Weggel hat Zenk wieder zwei Optionen mehr.

Wie er das neu formierte Team spielen lässt, hält sich der VfR-Trainer offen: "Ich hatte überlegt, den Gegner über 90 Minuten anzulaufen und unter Druck zu setzen. Aber wir werden je nach Situation vielleicht auch mal aus einer defensiveren Haltung agieren." fs

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