Bayreuth
Basketball

Bayreuther kassieren 36 Gegenpunkte im letzten Viertel

Bayreuth verliert nach einer 68:62-Führung gegen Göttingen in der Endphase völlig den Faden und unterliegt mit 75:90.
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Der Bayreuther Bryce Alford (links) wird in dieser Szene vom Göttinger Elias Lasisi gestoppt. Der Shooting Guard des Medi-Teams war mit 18 Punkten bester Werfer seines Teams.  Foto: Peter A. Mularczyk
Der Bayreuther Bryce Alford (links) wird in dieser Szene vom Göttinger Elias Lasisi gestoppt. Der Shooting Guard des Medi-Teams war mit 18 Punkten bester Werfer seines Teams. Foto: Peter A. Mularczyk

Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat es versäumt, sich selbst ein verspätetes Weihnachtsgeschenk unter den Baum zu legen: In ihrem Weihnachtsspiel gegen die BG Göttingen brachen die Wagnerstädter Mitte des Schlussabschnitts komplett ein und kassierten vor 3400 Zuschauern eine bittere 75:90 (38:38)-Niederlage.

Sonntag kommen die Gießener

Bereits am Sonntagnachmittag haben die Männer von Trainer Raoul Korner gegen die Gießen 46ers (15 Uhr, Oberfrankenhalle) die Chance zur Wiedergutmachung.

Beide Teams lieferten sich über weite Phasen ein ausgeglichenes Duell. Mitte des zweiten Viertels setzten sich zunächst die Gäste bis auf neun Zähler ab. Die Bayreuther korrigierten dies jedoch noch vor der Pause: James Woodard krönte die Bayreuther Aufholjagd mit dem Treffer zum 38:38-Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff waren es dann die Gastgeber, die zuerst ihre Angriffsmaschinerie auf Betriebstemperatur brachten (59:54, 30.). Und auch über weite Strecken des letzten Viertels sah es so aus, als ob die Korner-Truppe die Punkte im Frankenland behalten (70:66, 35.).Doch die Niedersachsen mobilisierten nochmals alle Kräfte, vertrauten auf den Ex-Bayreuther Kyan Anderson, der zum Topscorer (24 Punkte) und besten Mann auf dem Parkett avancierte. Die BGler beendeten die Begegnung mit einem 28:7-Lauf.

Aufgescheuchter Hühnerhaufen

"Es hat heute die Mannschaft gewonnen, die am Ende in der Defensive das gemacht hat, was zu tun war und in der Offensive das ausgeführt hat, was man sich vorstellt! Wir haben leider weder noch gemacht. Man kann und darf in der Crunchtime nicht so auftreten, wie wir das getan haben, weder in der Offensive, noch in der Defensive. Unser Angriff sah aus, wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen und in der Defensive haben wir keinen einzigen Stopp mehr zusammenbekommen. Die letzten Minuten waren eine völlige Katastrophe", hatte sich Medi-Trainer Korner noch lange nach der Partie nicht beruhigt. Gästecoach Johann Roijakkers war indes zufrieden: "Beide Mannschaften waren gleich auf, aber am Ende war unsere Abwehr sehr stark und uns gelangen die Big-Plays."

Bester Bayreuther war Routinier Nate Linhart mit 16 Punkten, 5 Rebounds und 3 Assists, gefolgt vom fehlerfrei werfenden James Robinson (14/4) und Topscorer Bryce Alford (18/4). Enttäuschend agierten indes Kapitän Bastian Doreth in seinem 200. Spiel im Medi-Dress, Lucky Jones und Reid Travis. Neben Anderson hatten die nie aufsteckenden Gäste ihre besten Werfer in Allen (14/3) und Lasisi (13/3).

Medi Bayreuth - BG Göttingen 75:90 (14:18, 24:20, 21:16, 16:36) Bayreuth: B. Alford (18 Punkte/ 4 Dreier), N. Linhart (16/4), J. Robinson (14/4), A. Seiferth (10), J. Woodard (9/1), R. Travis (5), L. Jones (3), Doreth, Grüttner Bacoul Göttingen: K. Anderson (24/3), T. Allen (14/3), E. Lasisi (13/3), D. Kramer (11), M. Andris (7/1), D. Osetkowski (7), D. Lockhart (6/2), A. Ruoff (6/1), B. Hundt (2), M. Mönninghoff Zuschauer: 3400 (ausverkauft)

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