Bayreuth
Basketball

Bayreuth brennt Offensivfeuerwerk ab

Kurz vor Silvester lässt es das Medi-Team krachen und schlägt Gießen mit 115:99. Reid Travis und James Woodard ragen beim fünften Sieg aus der Korner-Truppe heraus.
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Kein großer Faktor im Spiel der Gießener war John Bryant (links), der hier vom Bayreuther Andreas Seiferth geschlagen wird. Foto: Peter Mularczyk
Kein großer Faktor im Spiel der Gießener war John Bryant (links), der hier vom Bayreuther Andreas Seiferth geschlagen wird. Foto: Peter Mularczyk
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Der Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat das Jahr 2019 erfolgreich abgeschlossen: Gegen die Gießen 46ers leisteten die Oberfranken mit einem 115:99 (54:50)-Sieg Wiedergutmachung für die enttäuschende Heimniederlage am 2. Weihnachtsfeiertag gegen die BG Göttingen.

Kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt den Männern von Trainer Raoul Korner. Bereits am 4. Januar ist man beim Schlusslicht, dem Mitteldeutschen BC, gefordert. Vier Tage später folgt im FIBA-Europe-Cup das Gastspiel beim belgischen Erstligisten BC Spirou Charleroi.

Schwacher Start

"Mangelnde Konstanz kann man uns nicht vorwerfen: Wir sind so bescheiden in die Partie gestartet, wie wir gegen Göttingen aufgehört hatten", fasste Korner das Auftaktviertel süffisant zusammen. Die Quittung war deutlich: Zwar erzielten die Bayreuther in den ersten zehn Minuten 23 Punkte, kassierten aber 32 der Hessen.

In der ersten Viertelpause fand Korner wohl die richtigen Worte, denn die Gastgeber starteten eine Aufholjagd. Allen voran Reid Travis und Andreas Seiferth, die sich immer wieder am Brett der Gäste durchsetzten, ließen den Vorsprung der Gäste schmelzen. Dann waren es Dreier von James Woodard und Bastian Doreth, die für einen Führungswechsel sorgten (48:45, 18.) und den Weg zum 54:50-Pausenvorsprung ebneten.

Lauf setzt sich in zweite Hälfte fort

Und diesen Lauf setzte Bayreuth fort. Über 61:50 (22.) kamen sie wenig später zur höchsten Führung der Partie (78:57, 26.). Nach einer Auszeit von Gästecoach Ingo Freyer sendeten die Hessen ihrerseits mit einem 10:0-Lauf ein Lebenszeichen, mehr ließen die Bayreuther aber nicht zu. Mit 85:72 ging es in den Schlussabschnitt. Dort kamen die Gießener auf 90:84 (33.) heran, der überragende Bayreuther Center Reid Travis antwortete jedoch prompt mit fünf seiner am Ende 30 Punkten und ließ sein Team damit auf die Zielgerade einbiegen. Der Widerstand der Hessen war gebrochen. Neben Travis ragte aus der homogenen Bayreuther Formation James Woodard mit 26 Zählern heraus. Gießen hatte seine besten Werfer in US-Spielmacher Stephen Brown (24) und Flügelspieler Jordan Barnett (24), der Ex-Bayreuther Kendall Gray verabschiedete sich vorzeitig mit fünf Fouls bei vier Punkten.

Starke Offensivleistung

"Im zweiten Viertel haben wir zum Glück zugelegt und die Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es geschafft, Stopps zu setzen und haben zudem einen fulminanten Start in die zweite Hälfte hingelegt. Im dritten Viertel sind wir kurzzeitig in alte Muster zurückgefallen, aber wir haben durch eine starke Offensive das Spiel gebogen und darüber bin ich sehr froh", sagte Korner nach der Partie erleichtert.

Bayreuth - Gießen 115:99 (23:32; 31:18; 31:22; 30:27) Medi Bayreuth: Robinson (2), Woodard (26/3), Doreth (13/3), Seiferth (13), Alford (11/2), Travis (30), Bruinsma (9/1), Linhart (6), Grüttner (5/1)

Gießen 46ers: Brown (24/5), Kraushaar (3/1), Myers (15/1), Pjanic (0), Tiby (8/1), Okpara (0), Gray (4), Barnett (24/6), Thomas (14/2), Bryant (7)

Zuschauer: 3400 (ausverkauft)

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