Bayreuth
Basketball

Historischer Sieg: Bayreuth bezwingt den Meister

Medi Bayreuth gab trotz Rückstand nicht auf und besiegte Rekordmeister Brose Bamberg im Derbykrimi mit 85:75.
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Kampflos ging es nicht: Medi Bayreuth musste sich gegen den amtierenden deutschen Meister Brose Bamberg bis kurz vor Schluss immer wieder durchkämpfen, wie hier De'Mon Brooks (am Ball).  Fotos: Peter Mularczyk
Kampflos ging es nicht: Medi Bayreuth musste sich gegen den amtierenden deutschen Meister Brose Bamberg bis kurz vor Schluss immer wieder durchkämpfen, wie hier De'Mon Brooks (am Ball). Fotos: Peter Mularczyk
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Einen historischen Heimsieg feierte Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth gegen den amtierenden deutschen Meister Brose Bamberg: Seit 21 Jahren hat Bayreuth im Oberfrankenduell nicht mehr gewonnen. Bis gestern Abend, als Medi in der ausverkauften Oberfrankenhalle das Spiel in wenigen Minuten komplett drehte und nach einem spannenden Finale einen 85:75-Erfolg feierte. Dabei sah es bis zur Halbzeit alles andere als gut aus für die Bayreuther Basketballer.


BBL

Medi Bayreuth -
Brose Bamberg 85:75

Mit einer kompromisslosen Verteidigung drückten die Bamberger dem Derby zu Beginn ihren Stempel auf. Patrick Heckmann verzückte die 150 mitgereisten Bamberger Fans in der ausverkauften Oberfrankenhalle gleich mit einem spektakulären Block - und auch im Angriff lief der Ball für die Bamberger zunächst so, wie er sollte. Nach sieben Minuten standen auf Bayreuther Seite gerade einmal vier Punkte in der Statistik - und Lucca Steiger markierte auf der Gegenseite per Dreier das 15:4. Der Scharfschütze sorgte zu Beginn des zweiten Viertels sogar für einen 15-Punkte-Vorsprung (24:9) des Meisters.

Doch dann legte Raoul Korners Medi-Team los, allen voran John Cox, Gabe York und Basti Doreth, die zusammen einen 22:5-Lauf hinlegten, das Blatt damit binnen sechs Minuten vollständig wendeten und Medi die erste Führung an diesem Abend brachten. In dieser Phase wirkten die Bamberger fast wehrlos gegen die Bayreuther Schützen, vor allem York war in dieser Phase mit 14 Punkten (ohne Fehlwurf) nicht zu bremsen.

Auch nach dem Seitenwechsel dominierte Medi und zog auf 45:38 davon. Die Auszeit von Bambergs Trainer Andrea Trinchieri zeigte Wirkung (45:42), so dass nur 50 Sekunden später auch Raoul Korner Gesprächsbedarf hatte.

Nikos Zisis sorgte für eine kurzzeitige Bamberger Führung, doch die Medi-Schützen ließen nicht locker und waren 20 Sekunden später wieder obenauf. Brose hielt sich zwar im Spiel, ging aber mit einem 54:61-Rückstand ins Schlussviertel.


York macht Sieg perfekt

Zu Beginn des letzten Abschnitts schien es, als wäre die Luft raus bei Medi. Es gelangen nur wenige Abschlüsse, so dass sechs Minuten vor Schluss beim Zwischenstand von 66:66 wieder alles offen war. Maodo Lo brachte Brose mit 68:66 in Führung, doch York und Marei antworteten prompt zum 73:68 für Medi. Mit zwei weiteren Dreiern machte York eineinhalb Minuten vor dem Ende beim 79:70 den ersten Bayreuther Erfolg gegen den Nachbarn seit dem Wiederaufstieg perfekt.
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