Kirchleus
Motorsport

Wieder ein schwarzer Tag für Christopher Haase

Der Kirchleuser Rennfahrer Christopher Haase scheidet auch im zweiten Rennen des Jahres aus.
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Nächtliches Gerangel beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst. Foto: privat
Nächtliches Gerangel beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst. Foto: privat
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Christopher Haase hat in der neuen Saison einfach noch kein Glück. Nach dem Ausfall beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (USA) Ende Januar - das Getriebe seines Audi R8 LMS streikte - ereilte den Kirchleuser Rennfahrer am Wochenende in Australien ein ähnliches Schicksal.
Nach nur zwei Stunden Renndauer platzte plötzlich ein reifen und richtete massive Schäden am Heck des Fahrzeugs an. Haases Mitfahrer Marco Mapelli musste den Audi nach 50 Runden abstellen: "Sehr schade", sagte ein enttäuschter Christopher Haase. "Aber so ist es im Motorsport. Bei einem Langstreckenrennen liegen viele Teile auf der Fahrbahn, da kann so etwas leider passieren. Wir hatten ein gutes Auto und hätten vielleicht auf das Podium fahren können. Das müssen wir jetzt verschieben, nächstes Jahr versuchen wir es wieder!"
Die Strecke am "Mount Panorama" in New South Wales im Südwesten Australiens ist ein 6,2 Kilometer langer Berg- und Tal-Kurs.
Alljährlich treten hier die besten Sportwagenhersteller der Welt gegeneinander an. Audi konnte dieses Langstreckenrennen schon zwei Mal für sich entscheiden. Auch heuer wollten Christopher Haase und seine Teamkollegen Christopher Mies und Marco Mapelli um den Sieg mitfahren. Im Vorjahr hatte Haase mit Extremsportler Felix Baumgartner in Bathurst Platz 9 belegt.
Die große Hitze im australischen Sommer und die Strecken-Charakteristik machen das Rennen allerdings zu einer großen Herausforderung: "Bathurst wird nicht zufällig als kleine Nordschleife bezeichnet", berichtet Christopher Haase. Der Kirchleuser weiter: "Auf den 6,2 Kilometern ist von der Hochgeschwindigkeitskurve mit über 280 km/h, über enge Haarnadelkurven im Beton-Kanal bis zu Steigungen mit 16 Prozent einfach alles drin, was Rennfahren schwierig und interessant macht. Alleine der Höhenunterschied zwischen tiefstem und höchstem Streckenpunkt beträgt unglaubliche 174 Meter!"


Im Training vorne dabei

Mit all diesen Herausforderungen kam das Fahrertrio, das für das australische Team Jamec Pem Racing unterwegs war, aber bestens zurecht: Schon im ersten freien Training war man auf Platz 3 zu finden, in den Trainingsdurchgängen 2 und 3 markierten sie sogar die Bestzeiten. Und im Zeittraining qualifizierte sich neue Audi R8 LMS mit der Startnummer 74 sogar für den vierten Startplatz.
"Das Team hat super gearbeitet, das Auto war perfekt und wir waren für das Rennen optimistisch", sagte Haase, der neben der Geschwindigkeit vor allem auf die Zuverlässigkeit des Autos setzte: "Wir wissen, dass unser Audi selbst unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig ist. Dementsprechend hatten wir uns für das Rennen viel ausgerechnet." Doch es sollte nicht sein.
Einen Start-Ziel-Sieg feierte das Team Tekno Autosports im McLaren 650S durch Shane van Gisbergen, Alvaro Parente und Jonathan Webb. Nach 297 Runden retteten sie aber nur 1,267 Sekunden Vorsprung auf den Nissan GT-R des NISMO Athlete Global Teams mit Chiyo/ Kelly/Strauss ins Ziel. M.W.

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