Strössendorf
Motorsport

Unfall: Strössendorfer Lukas Reichstein gelähmt

Der 18-jährige Motocross-Fahrer verunglückte in Leipzig beim ersten Training zum "Kings of Extreme"-Rennen schwer.
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Großes Motocross-Talent: Lukas Reichstein, hier im vergangenen Herbst bei der Mannschaftsweltmeisterschaft der Endurofahrer auf Sardinien. Der Strössendorfer war für Junioren-Naionalmannschaft nominiert worden. Jetzt verletzte sich der 18-Jährige in Leipzig schwer und wird wohl gelähmt bleiben. Foto: Archiv
Großes Motocross-Talent: Lukas Reichstein, hier im vergangenen Herbst bei der Mannschaftsweltmeisterschaft der Endurofahrer auf Sardinien. Der Strössendorfer war für Junioren-Naionalmannschaft nominiert worden. Jetzt verletzte sich der 18-Jährige in Leipzig schwer und wird wohl gelähmt bleiben. Foto: Archiv
Der 18-jährige Motocross-Fahrer Lukas Reichstein hat sich bei einem Unfall bei einer Rennveranstaltung in Leipzig sehr schwer verletzt. Wie sein Vater Harry Reichstein mitteilt, stürzte der Enduro-Fahrer aus Strössendorf beim ersten Training im Rahmen der Motocross-Veranstaltung "Kings of Extreme". Am Boden liegend, wurde Lukas von seinem eigenen Motorrad im Rücken getroffen. Mittlerweile haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet: Aller Voraussicht nach wird er ab dem fünften Brustwirbel gelähmt bleiben.

Der Husaberg/Husqvarna-Fahrer ist ein erfolgreicher Motorsportler. Er fuhr seit seiner Jugend Motocross und gewann als 17-Jähriger die Gesamtwertung im deutschen Enduro-Pokal. Im vergangenen Jahr dann mit 18 Jahren der 2. Platz in der deutschen Enduro-Junioren-Meisterschaft.
Vom Deutschen Motorsportverband wurde er in die Nationalmannschaft der Endurofahrer berufen, für die er bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft auf Sardinien im vergangenen Herbst fuhr.

Harry Reichstein zeigt sich von der gewaltigen Anteilnahme und den vielen Hilfsangeboten für seinen Sohn, die er nach dem Unfall erhalten hat, sehr beeindruckt. Unter anderem habe man auch Kontakt zur Stiftung "Wings for Life" aufgenommen, die Menschen mit Rückenmarkverletzungen unterstützt. Die treibenden Kräfte hinter "Wings for Life" sind der zweifache Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner und Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz.

Ein tragischer Unfall von Kinigadners Sohn Hannes im Jahr 2003, der eine hohe Querschnittslähmung zur Folge hatte, war der entscheidende Anstoß, die private Forschungsstiftung ins Leben zu rufen. Deren Ziel ist es, Heilmethoden für alle Querschnittspatienten weltweit zu finden. red
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