Lindau
Fußball

TDC Lindau: Spieler wollen einen anderen Trainer

Der TDC Lindau wechselt im Sommer erneut den Trainer. Außergewöhnlich: Die Entscheidung trafen die Spieler.
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Marco Dreßel (links) trainiert ab Sommer den TDC Lindau - höchstwahrscheinlich in der Kreisklasse. Bis vor kurzem war er beim TSV Thurnau tätig. Foto: Archiv/Monika Limmer
Marco Dreßel (links) trainiert ab Sommer den TDC Lindau - höchstwahrscheinlich in der Kreisklasse. Bis vor kurzem war er beim TSV Thurnau tätig. Foto: Archiv/Monika Limmer
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Marco Dreßel wird in der neuen Saison Trainer beim akut abstiegsgefährdeten Fußball-Kreisligisten TDC Lindau. Damit ist auch klar, dass die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Lindauer Übungsleiter, Stephan Dippold, nach nur wenigen Monaten wieder beendet sein wird.

Momentan steht der TDC auf dem letzten Tabellenplatz. Will er die Relegation noch erreichen, muss er in den verbleibenden fünf Spielen zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz aufholen. Die Entscheidung gegen Stephan Dippold kam letztendlich von der Mannschaft: "Die Mannschaft war der Meinung, dass es einfach nicht passt", gibt der Vorsitzende des TDC Lindau, Harald Hübner, offen zu. Die Entscheidung für Marco Dreßel war dann relativ einfach: "In unserem Ausschuss, in dem unter anderem sieben Spieler sitzen, haben sich alle sieben Akteure für Marco Dreßel ausgesprochen", sagt Hübner.

Ein Torjäger wird gebraucht

Marco Dreßel, der in dieser Saison seinen Trainerposten beim Lindauer Liga-Konkurrenten TSV Thurnau vorzeitig niederlegte und davor bereits Trainer beim ATS und VfB Kulmbach war, könne "sehr gut mit jungen Spielern umgehen", weiß Harald Hübner. "Außerdem will Marco Dreßel im Falle des Abstieges in die Kreisklasse auch noch auf der Stürmerposition mitspielen, auf der es momentan bei uns so hapert", sagt der Lindauer Vorstand.
Als Ziel für die nächste Spielzeit, die ziemlich sicher in der Kreisklasse sein wird, gibt Hübner einen "Platz im oberen Drittel" an. Lindau müsse "nicht unbedingt wieder aufsteigen", denn man möchte dem neuen Trainer "nicht unnötig Druck machen". "Wenn es klappen sollte, werden wir den Aufstieg natürlich wahrnehmen", blickt Hübner weit voraus.
Das will Marco Dreßel nicht. Er bestätigte zwar den Wechsel, wollte sich aber zur neuen Saison noch nicht äußern - "weil die alte noch nicht abgeschlossen ist", wie der 40-Jährige erklärt.

"Kein Kommentar"

Und Stephan Dippold? Auch der Noch-TDC-Trainer gibt sich wortkarg. "Ich will dazu keinen Kommentar abgeben, das hat ja der Verein schon gemacht."
Für den Trainer aus Katschenreuth zählt allein, sich "anständig aus der Saison und vom TDC zu verabschieden". So lange rechnerisch noch etwas möglich ist, will sich Dippold noch nicht mit dem Abstieg abfinden. Am Donnerstag erwarten die Lindauer im Nachholspiel den SC Hummeltal. Bei einem Sieg könnten sie den Rückstand auf den Relegationsplatz vor den verbleibenden vier Spielen auf sieben Zähler verringern.
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