Simon Langs Traum vom Finale bei der Leichtathletik-WM der Junioren in Barcelona ist geplatzt. Am Freitag schied der Hammerwerfer des UAC Kulmbach in der Qualifikation sang- und klanglos aus. Seine Weite von 64,98 Meter genügte nicht, um heute den Endkampf der zwölf besten U20-Athleten zu erreichen. Der 18-Jährige blieb deutlich unter seiner diesjährigen Bestweite von 72,27 Meter, mit der es gerade ins Finale geschafft hätte.


"Mehr zugetraut"


Sein Kulmbacher Heimtrainer Martin Ständner, der in Barcelona nicht im Stadion dabei sein konnte, hätte seinem Schützling "mehr zugetraut". Per Ferndiagnose, so Ständner, sei es schwierig, Simons Abschneiden zu analysieren. Er habe aber offenbar Probleme mit dem "sehr glatten Wurfring" gehabt. "Das soll allerdings keine Entschuldigung sein, denn die anderen sind ja auch mit dem Ring zurechtgekommen", betont Ständner. Simon habe sich deutlich unter Wert verkauft. "Denn er hat in den letzten Wochen sehr konstant geworfen. Ein Ergebnis um die 70 Meter hätte ich schon erwartet."

Auch der zweite deutsche Hammerwerfer, Bastian Abend aus Halle, verpasste mit seinen 67,83 Metern den Endkampf. Sieger der "Quali" wurde Ashraf Amgad Elseify aus Katar (79,98) vor Alexandros Poursanidis aus Zypern (75,16).