Christopher Haase ist sich sicher: "Wir hätten das Rennen gewonnen, unser Auto ging super." Doch statt einer Sekt-Dusche stand der Kirchleuser Rennfahrer am Ende als Siebter im Regen von Monza. Ein Defekt am Fahrwerk ließ den nagelneuen Audi R8 LMS ultra von Haase, Christopher Mies und Stephane Ortelli von Rang 2 zurückfallen. Christopher Haase war trotzdem zufrieden. "Hauptsache, wir haben gepunktet", sagt der 24-Jährige.
Die Blancpain-Endurance-Serie, die bis Mitte Oktober noch fünf weitere Drei-Stunden-Rennen in England, Deutschland, Frankreich, Spanien und Belgien vorsieht, ist die größte GT3-Rennserie weltweit. 57 Sportwagen - von Ferrari über Porsche, BMW, Mercedes, Audi bis hin zu Dogde Viper und McLarcen - standen in Monza am Start. "Da ist ganz schön Verkehr", sagt Haase.
Zwei, maximal drei Piloten wechseln sich auf dem Fahrersitz ab. Zunächst bestreiten sie je ein Qualifikationstraining. Der Rang des besten Fahrers ergibt den Startplatz. Schnellster auf dem Audi R8 des belgischen Teams WRT mit der Startnummer 1 war Stephane Ortelli, der die siebtbeste Zeit aller Piloten erreichte. Doch Startfahrer Christopher Mies musste zunächst mit dem Feld eine halbe Stunde hinter dem Safety-Car herrollen. "Die Strecke war gefährlich nass, aber unser Auto ist im Regen super zu fahren", erzählt Haase. Als der Kirchleuser an der Reihe war, lag sein Team auf Rang 4. Obwohl Christopher Haase schnell merkte, dass an der Hinterachse irgendwas nicht in Ordnung war, brachte er den R8 noch auf Rang 2 vor. Doch dann wurden die Rundenzeiten immer langsamer. Schlussfahrer Stephane Ortelli konnte den Audi nur mit Mühe ins Ziel retten. "Irgendwas am Fahrwerk hatte sich gelöst", sagt Haase.

Sieg an BMW


Den Sieg holten sich im BMW Z4 Markus Palttala, Bas Leinders und Maxime Martin vor dem zweiten WRT-Audi mit Edward Sandstroem, Laurens Vanthoor und Marco Bonanomi.
Ende April steht für Haase der nächste Lauf im VLN-Langstreckencup am Nürburgring an. Dann fährt er einen Phoenix-Audi R8 mit Marc Basseng und Markus Winkelhock.