Weiher

Rundschau-Cup: Wann endet die Durststrecke des ATS?

Bei der 33. Auflage der offenen Kulmbacher Hallenfußball-Stadtmeisterschaft am 9. Januar geht der ATS Kulmbach als klarer Favorit in die Gruppe A. Der Rekordsieger wartet aber schon seit 2003 auf einen Triumph beim Rundschau-Cup.
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Werden sie in einer Woche beim Rundschau-Cup im ATS-Trikot zu sehen sein? Wohl kaum, denn Paul Konov (vorne) wird nach einer Verletzung wohl geschont, Enis Gashi (im Hintergrund) steht vor einem Vereinswechsel. Foto: Monika Limmer
Werden sie in einer Woche beim Rundschau-Cup im ATS-Trikot zu sehen sein? Wohl kaum, denn Paul Konov (vorne) wird nach einer Verletzung wohl geschont, Enis Gashi (im Hintergrund) steht vor einem Vereinswechsel. Foto: Monika Limmer
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Zum dritten Mal in Folge hat der VfB Kulmbach 16 Mannschaften zur offenen Kulmbacher Stadtmeisterschaft im Hallenfußball eingeladen. Darunter auch drei Neulinge. Der TSV Cadolzburg ist nach der BSG Carl-Zeiss Saalfeld (1990) und der SSV Kitzingen (2008) erst die dritte Gastmannschaft von außerhalb des Landkreises. Die Mittelfranken wurden der Gruppe A zugelost, wo Bezirksligist ATS Kulmbach der Platzhirsch ist. Der Rekordsieger wartet allerdings schon seit 2003 auf einen Sieg beim Rundschau-Cup - wann endet die Durststrecke?
In den nächsten Tagen nehmen wir alle 16 Teams unter die Lupe, heute die der Gruppe A.

ATS Kulmbach
Mit welchem Aufgebot der ATS in einer Woche in der Sporthalle Weiher antreten wird, kann Trainer Armin Eck noch nicht sagen. "Ich stelle es jedem Spieler frei, mitzuspielen." Verletzungsanfällige oder gerade erst wiedergenesene Akteure wie Jermaine Mullen, Izzet Nacak, Ali Günther oder Paul Konov werde aber wohl eher nicht auflaufen. Für den ATS ist der Rundschau-Cup der einzige Hallenauftritt neben einem Turnier des SV Ramsenthal in Bindlach in diesem Winter. Natürlich möchte Armin Eck mit seiner Truppe eine gute Figur abgeben (Eck: "Der Rundschau-Cup ist ein gutes, attraktives Turnier"), aber nicht um jeden Preis. "Wichtiger ist, dass alle am 28. Januar zum Trainingsauftakt fit sind." Dann wird auch Florian Förster dabei sein. Der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler aus Langenstadt, der in der Jugend der SpVgg Bayern Hof ausgebildet wurde, kommt in der Winterpause vom Kreisklassisten TSV Thurnau, dem er sich erst im Sommer angeschlossen hatte.

TSV Cadolzburg
Der TSV Cadolzburg gehört mit etwa 1180 Mitgliedern und neun Abteilungen zu den größten Sportvereinen im Landkreis Fürth. Im Sommer 2015 absolvierte der VfB Kulmbach ein Trainingslager auf dem schmucken Sportgelände der Mittelfranken. Das kam über den Kulmbacher Wolfgang Kotschade zustande, der einige Arbeitskollegen bei der Nürnberger Brauerei Tucher hat, die beim TSV in verantwortlicher Position tätig sind. Wie Klaus Sulzer. Der Fußball-Abteilungsleiter freut sich auf den erstmaligen Auftritt beim Rundschau-Cup, rechnet sich aber keine großen Chancen aus. "Das ist schon interessant, mal woanders zu spielen. Aber wir haben derzeit einige Personalprobleme, weshalb wir auch um den Klassenerhalt kämpfen." Die Truppe von Trainer Josip Jakovac liegt zur Winterpause in der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe 2 nur auf Rang 15.
Im Sommer hatten sich die Cadolzburger einer neuen Philosophie verschrieben, nämlich künftig auf Spieler von außerhalb zu verzichten. Etliche Leistungsträger verließen daraufhin den Verein. "Wir wollen wieder verstärkt unseren eigenen Nachwuchstalenten eine Chance geben, damit sie nicht woanders hingehen", sagt Sulzer. Immerhin hat der TSV bei der Hallen-Kreismeisterschaft die nächste Runde erreicht, wo er an diesem Wochenende gegen die Nürnberger Landesliga-Klubs aus Buch und von Dergahspor antreten muss. Den Kontakt zum VfB Kulmbach wollen die Cadolzburger auf jeden Fall weiterhin pflegen. "Es laufen schon Verhandlungen, dass der VfB auch 2016 wieder zum Trainingslager zu uns kommt", verrät Sulzer. VfB-Kapitän Mario Ramming sagt: "Wir wollten uns mit der Einladung zur Stadtmeisterschaft für die tolle Gastfreundschaft der Cadolzburger bedanken."


TSV Thurnau

TSV-Trainer Michael Werzer hat keine Sekunde mit der Zusage gezögert, als dem TSV Thurnau wie im Vorjahr die Einladung zum Rundschau-Cup ins Haus flatterte. Der 39-Jährige war selbst erst einmal beim Rundschau-Cup dabei. 1996 wurde er als 19-jähriger Torwart mit dem ATS Stadtmeister. Werzer sagt: "Ich finde es klasse, erstmals auch als Trainer beim Rundschau-Cup teilzunehmen. Das Turnier ist ein Höhepunkt, denn wann kann man schon mal vor 1000 Zuschauern spielen?"
Michael Werzer hofft, hinter seinem Ex-Verein ATS ("Er ist neben Kasendorf der große Favorit") als Zweiter der Gruppe A weiterkommen zu können, auch wenn er wohl nur eine gemischte Mannschaft aus Spielern der "Ersten" und "Zweiten" ins Rennen schicken kann. Auch Werzer wird seine Rekonvaleszenten schonen ("In der Vorrunde hatten wir die Verletzungs-Seuche"), zudem sind zwei Spieler nächstes Wochenende beim Skifahren. Gerne hätte sich Michael Werzer selbst ins Tor gestellt, doch das verhindert ein eingeklemmter Nerv.
Neuzugänge gibt es laut Werzer im Winter "leider keine". Vielmehr könnte es sein, dass neben Florian Förster auch noch Andreas Reuther den Verein verlässt. Er ist beim VfB Kulmbach im Gespräch, doch will der TSV nicht auch ihn noch ziehen lassen.

Vatan Spor Kulmbach
Vatan Spor kann in der Gruppe A nur positiv überraschen. Der A-Klassist will jedenfalls besser abschneiden als im Vorjahr, als man nach drei klaren Niederlagen in der Vorrunde (1:5, 1:3, 1:6) sang- und klanglos ausschied. Vatan Spor wird erstmals mit seinem neuen Trainer Sahmeran Kurt antreten, der im November nach dem Rücktritt von Oktay Sakar das Ruder übernommen hat. Verzichten muss er künftig auf Konstantin Hergesell (24), der zum FC Ludwigschorgast zurückgekehrt ist.

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